Solothurn
Die Stadt produziert weit mehr Abfall als vor der Pandemie – jetzt reagiert der Werkhof

Wegen der geschlossenen Restaurants und Bars und den neuen Take-away-Angeboten gibt es mehr Abfall in den öffentlichen Kübeln.

Judith Frei
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Littering: Am Landhausquai sind neu mobile Abfalleimer aufgestellt worden.

Littering: Am Landhausquai sind neu mobile Abfalleimer aufgestellt worden.

Hanspeter Bärtschi/SZ

Die Bars sind geschlossen, die Restaurants haben auf «Take-away» umgestellt – bereits seit einer Weile ist dies nun bereits Realität. Zudem steigen die Temperaturen wieder, das im Restaurant oder in der Bäckerei geholte Mittagessen kann somit häufig an der Sonne genossen werden. Und auch der Apèro nach einem Arbeitstag mit den Kollegen findet jetzt wieder unter freiem Himmel statt.

Diese Verhaltensänderungen bemerkt auch der Solothurner Werkhof. «Uns ist aufgefallen, dass wir immer mehr Abfall in den öffentlichen Kübeln haben», sagt Patrick Schärer, Chef Werkhof: «Es ist ungefähr eineinhalb mal so viel Abfall wie in einem normalen Jahr.» Die genauen Zahlen, wie viel mehr Abfall entsorgt wurde, wird er erst Ende Jahr haben. Weggeworfen werden mehr leere Behälter von Take-away-Essen und natürlich Masken.

Patrick Schärer, Chef Werkhof der Stadt Solothurn.

Patrick Schärer, Chef Werkhof der Stadt Solothurn.

Damit es in Solothurn trotzdem sauber bleibt, hat der Werkhof reagiert und hat zwei Massnahmen getroffen.

Zum einen werden jetzt gewisse Kübel mehr geleert. Normalerweise werden sie im öffentlichen Raum zweimal geleert: Am Morgen und am Abend und das jeden Tag. Am Wochenende fangen die Mitarbeiter um 5 Uhr an, damit die Stadt um 8 Uhr sauber ist. Unter der Woche starten sie um 7 Uhr. Heute werden manche Kübel gar dreimal geleert. «Beim Kreuzackerplatz und um die Gewerbeschule leeren wir auch nach der Mittagszeit die Kübel», so Schärer.

Zum anderen wurden zusätzliche mobile Kübel aufgestellt. «Wir haben jetzt noch sechs zusätzliche Kübel aufgestellt», erklärt der Chef Werkhof. Diese Kübel stehen jetzt dort, wo sich die meisten Leute aufhalten, so auch am Landhausquai.