Solothurn
«Würde gerne eine Beizentour machen und viele Leute antreffen»: Das sagt der Oberchessler nach der Home-Chesslete

Der Oberchessler der Narrenzunft Honolulu, Marco Lupi, erzählt, was er an der diesjährigen Chesslete gemacht hat. Und was ihm fehlt.

Judith Frei
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Der Oberchessler der Narrenzunft Honolulu, Marco Lupi, hatte dieses Jahr keine Tausenden Chessler zu leiten.

Der Oberchessler der Narrenzunft Honolulu, Marco Lupi, hatte dieses Jahr keine Tausenden Chessler zu leiten.

Bild: zvg

Für den Oberchessler der Narrenzunft Honolulu, Marco Lupi, war es schon vor der Chesslete klar, dass Corona es nicht schaffen wird, eine 130-jährige Tradition zu stoppen. Dank der Home-Chesslete sollen die Vorgaben der Behörden eingehalten aber trotzdem die Tradition weitergelebt werden: Um 5 Uhr haben die Stammzünfte 11 Böller gezündet und anschliessend wurde auf den Balkonen mit Krachinstrumenten der Winter ausgetrieben.

Es ist jetzt 7 Uhr am Schmutzigen Donnerstag. Was haben sie in den letzten zwei Stunden gemacht?

Wir haben einen Böller auf der Loretowiese gezündet und dann die Mehlsuppe vom Restaurant alten Stefan im Narrenstübli gegessen. Dort haben wir über die heutige Fasnacht und die vergangene Fasnacht philosophiert (lacht). Jetzt machen wir noch ein Narrenquiz, um 10 Uhr gibt es dann ein Take-away-Mittag und dann ist es dann auch wieder gut.

Was würden sie jetzt normalerweise machen?

Jetzt würde ich gerade eine Beizentour machen und viele Leute antreffen, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Es würden viele Leute zu mir kommen und sagen welche Route besser gewesen wäre und was man nächstes Jahr anders machen muss (lacht).

Haben viele Leute mitgemacht?

Das ist ähnlich wie während der normalen Chesslete, bei denen ich vorausgehe und nicht sehe, wie viele Leute mir folgen. Ich weiss es also nicht genau. Aber ich habe es schon in der Stadt glöggle und bimmeln gehört.

Wurden viele Mehlsuppen gegessen?

Es wurden insgesamt 550 Suppen bestellt. Dass so viele wegkamen, hat mich also gefreut, das ist sehr cool.

Kam während dieser speziellen Fasnacht doch noch Chesslete-Stimmung auf?

Offenbar. Ich habe schon viel positives Feedback von Kolleginnen und Kollegen bekommen. Viele haben mir Whatsapp-Nachrichten geschickt, die auch auf waren und Lärm gemacht haben.

Ich nehme an, Sie sind froh, wenn es nächstes Jahr wieder eine richtige Chesslete geben wird.

Ja! Also dass ich das noch klar gesagt habe: Die Home-Chesslete war die beste Variante unter allen möglichen schlechten Varianten. Das nächste Jahr wird sicher wieder besser.

Die Chessler haben in kleinen Gruppen vor der Türe, auf der Strasse oder auf dem (gebastelten) Balkon Lärm gemacht.
16 Bilder
Die Mehlsuppe darf natürlich nicht fehlen.
Die Oeschzunft Subingen war mit dem Traktor unterwegs.
Die Chrääägeler aus Niederbuchsiten lassen alle von Herzen grüssen. «Lasst euch die Laune nicht verderben. Nächstes Jahr hauen wir doppelt auf den Putz».
Meli, Ben und Tim sind startklar.
Foto vom OK der Dorffasnacht in Biberist
Die Chräbszunft Chriegstette ist auch am Lärm machen
Chantal Blochwitz chesslet in Günsberg
Auch Nicole Krähenbühl ist aufgestanden, um Krach zu machen.
Auch in Grenchen wurde auf den Balkonen Lärm gemacht.

Die Chessler haben in kleinen Gruppen vor der Türe, auf der Strasse oder auf dem (gebastelten) Balkon Lärm gemacht.

Lea Durrer