Laupersdorf
Das Corona-Budget reicht nicht aus

Rissige Fassade, zu wenig Desinfektionsmittel: Der Gemeinderat in Laupersdorf muss Mehrkosten und Nachtragskredite gutheissen.

Rudolf Schnyder
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Während der Coronakrise wurde viel mehr Reinigungs- und Desinfektionsmittel gebraucht. (Themenbild)

Während der Coronakrise wurde viel mehr Reinigungs- und Desinfektionsmittel gebraucht. (Themenbild)

KEYSTONE/PETER KLAUNZER

Die Fassade des Feuerwehrgebäudes im Weiler Höngen beschäftigte vergangene Woche den Laupersdorfer Gemeinderat: Sie habe grössere Risse und sei allgemein in einem schlechten Zustand. Um dies auszubessern, vergab der Gemeinderat den Auftrag an die Firma Ernst Christ AG, Matzendorf, für 14109 Franken. So wie es die Kommission für öffentliche Bauten vorgeschlagen hatte. An derselben Sitzung musste der Gemeinderat auch noch andere Ausgaben beschliessen.

Nachtragskredit wegen Coronamassnahmen

So sprach der Gemeinderat einen Nachtragskredit von 7000 Franken für die Anschaffung von Reinigungs- und Desinfektionsmittel. Wegen der Corona-Massnahmen sei der Verbrauch jener Mittel in den Schulhäusern und der Mehrzweckhalle massiv gestiegen: Bis Ende August 2020 habe die Gemeinde bereits 9283 Franken dafür ausgegeben und damit das Budget von 9000 Franken für das ganze Jahr überzogen.

Mehrkosten beim Ersatz von Wasserleitungen

Auch bei den Aufträgen musste der Gemeinderat Mehrkosten hinnehmen. Vergangenen Dezember genehmigte die Gemeindeversammlung einen Kredit von 100'000 Franken für den Ersatz der Wasserleitung im Abschnitt Bettimatt bis zur Thalstrasse. Der Kostenvoranschlag aber musste überarbeitet werden und beträgt nun 130'000 Franken. Die Mehrkosten sind auf die neue Einführung in das Grundwasserpumpwerk, einem zusätzlichen Hydranten, dem Rückbau der alten Wasserleitung und einem zusätzlichen Kabelschutzrohr zurückzuführen.

Die Solothurnische Gebäudeversicherung aber hat einen Beitrag von 28 '140 Franken, statt den budgetierten 15'000 Franken, zugesichert. Die Baumeisterarbeiten im Betrag von 48'462 Franken wurden an die Firma Paul Fluri AG, Mümliswil, und die Sanitärarbeiten im Betrag von 62'470 Franken an Wasser+Wärme Hägendorf vergeben.

Neues Gemeindefahrzeug wird angeschafft

Keine Überraschungen lieferte die Anschaffung eines neuen Gemeindefahrzeuges. Im Dezember letzten Jahres bewilligte die Gemeindeversammlung einen Kredit von 60000 Franken für den Ersatz des Fahrzeugs.

Die Werkkommission setzte für dessen Beschaffung einen speziellen Ausschuss mit fünf Mitgliedern ein, darunter auch zwei Werkhofmitarbeiter. Dieser bestimmte sechs Garagen, die sie zur Erstellung einer Offerte einluden. Fünf davon schickten anschliessend eine Offerte, die vom Ausschuss beurteilt wurde. Die Werkkommission verfolgte auf Antrag des Ausschusses die drei besten Angebote weiter und besichtigte die Fahrzeuge: einen Ford Ranger und zwei Typen Toyota Hilux Style 2,8 D und 2.4 D. Dabei erkannte die Kommission, dass ein Fahrzeug mit Automatikgetriebe und Extra Cab angeschafft werden soll.

Schliesslich beantragte die Kommission dem Gemeinderat als neues Gemeindefahrzeug einen Ford Ranger 2.0 XLT mit Fankhauser Aufbau zum Betrag von 59 700 Franken bei Autocenter Burkhard AG, Niederbipp, zu beschaffen. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, diesem Antrag der Werkkommission Folge zu leisten.

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