Laupersdorf
Primarschüler tauchen in Welt der Informatik ein – mit 24 Robotern

Spielerisches Lernen durch Roboter war angesagt. Die Schule Laupersdorf mietete zudem auch 10 Tablets für mehrere Wochen und führte mit ihnen die «i Lab-Days» durch.

Rudolf Schnyder
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Die Kinder lernten spielerisch, wie man programmiert.

Die Kinder lernten spielerisch, wie man programmiert.

zvg

Früher noch Fiktion, sind Roboter mittlerweile Wirklichkeit geworden. Auch im Alltag tauchen sie je länger je mehr auf: als Spielzeuge in Kinderzimmern, als Staubsauger im Haushalt, als Rasenmäher im Garten.

Der neue Lehrplan 21 erwähnt Roboter zwar nicht explizit. Sie würden aber helfen, abstrakte Informatikkonzepte handlungsorientiert und spielerisch zu erkunden. So könnten sie eine Brücke zwischen der Informatikwelt und der Lebenswelt der Kinder bilden:

«Mit ihnen tauchen Kinder spielerisch in die Welt der Algorithmen ein. Sie können eigene lösungsorientierte Befehlsketten entwickeln, bestehende analysieren, bewerten und optimieren»,

erklärt Ruedi Berger. Er unterrichtet an der Primarschule Laupersdorf bei der dritten bis sechsten Klasse informatische Bildung. Berger besuchte im Sommer 2020 ein Camp der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), bei der es um «Medien, Informatik und informatische Bildung als Erlebniswoche» ging. Daraufhin entstand bei ihm die Idee, die «i Lab-Days» für Laupersdorf ins Leben zu rufen.

Im Zentrum standen Entdecken und Erleben

Berger stellte das Konzept im vergangenen Herbst an einer Teamsitzung den Lehrpersonen vor, sodass sie als Blocktage im Jahreskalender eingeplant und budgetiert werden konnten. Die ICT-Arbeitsgruppe, bestehend aus Amanda Stettler-Müller (Werklehrerin und ICT-First-Level-Supporterin der Schule), Erdinë Krasniqi (Lehrerin dritte und vierte Klasse) und Berger, traf die Auswahl der Lernangebote und plante die organisatorische Abwicklung. An der Primarschule Laupersdorf übernimmt diese Arbeitsgruppe seit mehreren Jahren die Umsetzung des ICT-Konzeptes, das überarbeitet wurde. 2020 hat es zudem der Gemeinderat genehmigt.

Bei der Beratungsstelle für digitale Medien in Schule und Unterricht der FHNW mietete die Schule Laupersdorf daraufhin 10 Tablets, 12 Ozobot-Roboter und 12 Bluebot-Roboter für mehrere Wochen. Der Mini-Roboter Ozobot lässt sich mit unterschiedlichen Techniken steuern: Von vorprogrammierten Verhaltensmustern mit einfachem Abfahren von Linien, über die Programmierung mittels Farbcodes bis hin zur visuellen Programmierung am Computer. Der «Bluebot» ist ein Bodenroboter, der über sieben Tasten programmiert und gesteuert werden kann.

Weitere Durchführung ist bereits geplant

Verwendet wurde auch «Code it!», ein Webangebot, mit dem Kinder spielerisch das Programmieren lernen können. Es eignet sich für das selbstständige Lernen zu Hause und für den Einsatz in der Schule. Das «i Lab»-Atelier wurde im Medienraum im Schulhaus Sunnmatt fix installiert und im Rahmen des Unterrichts im Fach informatische Bildung als «i Lab-Days» durchgeführt. Zusätzlich konnten die Schülerinnen und Schüler mit ihren Klassenlehrpersonen im Atelier die Roboter ausprobieren, sodass jedes Kind etwa acht Lektionen zur Verfügung hatte. Sogar Kinder aus Kindergarten und Unterstufe machten mit.

Nach dieser ersten Durchführung plant die Schule nun, die «i Lab-Days» auch künftig als fester Bestandteil im Jahresprogramm zu verankern.

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