Neuendorf
Gemeinde braucht mehr Schulzimmer - zieht die Verwaltung deshalb in das Volg-Gebäude?

Der Neuendörfer Gemeinderat will mehr Schulraum schaffen und die Bushaltestellen im Dorf richtig platzieren.

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Wird die Gemeindeverwaltung einst oberhalb des Volg-Ladens liegen? Über diese Idee diskutiert der Neuendörfer Gemeinderat wieder.

Wird die Gemeindeverwaltung einst oberhalb des Volg-Ladens liegen? Über diese Idee diskutiert der Neuendörfer Gemeinderat wieder.

Bruno Kissling

Die Bevölkerungszahl von Neuendorf nimmt in den letzten Jahren laufend zu und damit ver-bunden steigt die Schülerzahl. «Allein von August bis Dezember 2020 verzeichnete die Primarschule fünf neu eintretende Schüler, von Januar bis April 2021 werden weitere 13 Schulkinder zuziehen, welche in die bestehenden Klassen zugeteilt werden müssen. Mit der steigenden Zahl der Kinder benötigen Kindergarten und Primarschule ebenfalls zusätzlichen Schulraum», schreibt der Gemeinderat in einem Medienbericht.

Ziel sei es, für die nächsten zehn Jahre genügend Schulraum für die Primarschule Neuendorf zu schaffen, damit die Kinder weiterhin zielfördernd und zeitgemäss unterrichtet werden können. «Die notwendigen Raumbedürfnisse der Schule legen nahe, dass die Büros der Gemeindeverwaltung möglichst bald aus dem Schulhausareal an einen anderen Ort verlegt werden sollten.» Diesbezüglich habe sich der Gemeinderat mit unterschiedlichen Varianten befasst.

«Schlussendlich greift er eine bereits diskutierte Idee wieder auf und fällt einstimmig den Grundsatzentscheid, dass sich die Gemeindeverwaltung in den Räumlichkeiten der Bürgergemeinde oberhalb des Volg-Ladens einmieten möchte.»

Gespräche mit der Bürgergemeinde hätten bereits stattgefunden, wird mitgeteilt. Nun soll ein Konzept erarbeitet und die Detailplanung ins Auge gefasst werden. An der nächsten Gemeindeversammlung soll dieses Projekt vorgestellt werden.

Wo genau sollen die Bushaltestellen stehen?

Auf dem Chäsiweg besteht seit mehreren Jahren eine Bushaltestelle als Provisorium. «Es war von Anfang an klar, dass der Chäsiweg nicht für eine Belastung mit Busverkehr gebaut war und dass insbesondere auch die verkehrstechnische Situation im Bereich Einmündung in die Allmendstrasse/Dorfstrasse sehr heikel ist», heisst es. Der Gemeinderat habe stets zugesichert, die Bushaltestelle aufzuheben, sobald eine alternative Lösung dafür realisierbar wird.

Ein gegen den Erschliessungs- und Gestaltungsplan der Kreisschule hängiges Beschwerdeverfahren richtet sich hauptsächlich gegen den Busverkehr mit Haltestelle auf dem Chäsiweg. «Es laufen jedoch Bemühungen hinsichtlich einer einvernehmlichen Beilegung. Mit der auf dem Kreisschulareal vorgesehenen Bushalte- und Wendeschleife steht der definitiven Aufhebung der Bushalsestelle auf dem Chäsiweg nämlich nichts mehr im Wege», heisst es in der Mitteilung weiter.

Die Gemeinde hat im Zusammenhang mit der Sanierung Dorfstrasse Einsprache gegen den vom Kanton geplanten Fahrbahnhalt der Bushaltestelle Kirche Nord erhoben. Da es sich bei der Dorfstrasse um eine Kantonsstrasse handelt, liegt die Kompetenz beim Kanton. Die Gemeinde verlangt aufgrund der an dieser Stelle verkehrstechnisch heiklen Situation die Realisierung einer Bushaltestelle mit Haltebucht, wie sie in einer ersten Fassung auch vom Amt für Verkehr und Tiefbau vorgesehen war. Diese Lösung widerspricht aber dem ISOS-zertifizierten Ortsbildschutz (Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz).

Die Konsultation eines kantonsexternen Verkehrsplanungsbüro habe im fraglichen Strassenbereich auch keinen überzeugenden Alternativstandort für die Platzierung der Bushaltestelle Kirche Nord ergeben. «Der Gemeinderat diskutierte deshalb die Frage einer möglichen Aufhebung dieser Bushaltestelle, hat diese Option aber wegen des zentralen Standortes wieder verworfen.» Eine rundum überzeugende Lösung sei hier also noch nicht in Sicht.

Auch bei der Bushaltestelle vor der Liegenschaft Ofenbau Markus von Arb liegt die Bauherrschaft beim Kanton. Der bisherige Standort wird als schwierig beurteilt. Eine Verschiebung Richtung Osten sei nicht möglich, heisst es im Bericht. Es wird nun eine Option westlich des Restaurants Hardeck geprüft, wo die Elektra mit einem Grundstück Anstösserin an die Dorfstrasse ist und sich bereit erklärt, das für eine Bushaltebucht erforderliche Land anzubieten. (mgt/frb)

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