Bauarbeiten
Hat die SBB vergessen, Baugesuche für die Umbauarbeiten am Bahnhof Egerkingen einzureichen?

Im Moment steht ein Teil der Bauarbeiten für den neuen Bahnhof in Egerkingen still. In der Gerüchteküche heisst es, die SBB hätten vergessen, die entsprechenden Baugesuche einzureichen. Wir haben nachgefragt.

Rahel Bühler
Drucken
Derzeit wird vor allem rund um Gleis 2 des Egerkinger Bahnhofs gearbeitet.

Derzeit wird vor allem rund um Gleis 2 des Egerkinger Bahnhofs gearbeitet.

Bruno Kissling

Auf dem Gleis 2 des Bahnhofs Egerkingen wird fleissig gearbeitet. Es sind Tiefbauarbeiten, wie das Einbauen von Entwässerungen, Kabelschächten, Fundamenten und Abschlüssen. Im Gegensatz dazu stehen die Arbeiten in der Unterführung still.

Was ist passiert? Hört man sich im Dorf um, heisst es, die SBB habe vergessen, die entsprechenden Baugesuche einzureichen. Das stimme nicht, sagt eine Mediensprecherin der SBB auf Anfrage. Zwar stünden die Arbeiten tatsächlich still. Dies aber, weil die Entwässerung komplexer ausfalle, als im ersten Baugesuch beantragt:

«Die Personenunterführung kommt wesentlich tiefer zu liegen, deshalb kann die Entwässerung nicht in die bestehende Entwässerung geführt werden.»

Deshalb bedarf es nun einem zweiten Baugesuch. Nachdem man bodenkundliche Untersuchungen vorgenommen habe, wurde die Projektänderung im Oktober dem Bundesamt für Verkehr übergeben. Das sei nun eine «praktikable, wirtschaftliche und vor allem umweltgerechte Variante».

Derzeit warte man auf die erneute Baubewilligung. Im Anschluss könne mit den Arbeiten weitergefahren werden. Zeitliche Konsequenzen werde der aktuelle Stillstand keine haben: Die SBB rechnen mit einer geplanten Inbetriebnahme im Sommer 2022. Auch die Baukosten sollen – Stand Ende November – unverändert bleiben.

Die Arbeiten sind im Zeitplan

Denn mit den restlichen Arbeiten sei man im Zeitplan, so die Mediensprecherin. Bisher wurde das Perron am Gleis 2 auf eine Höhe von 55 Zentimeter erhöht. Dadurch können die Reisenden künftig stufenfrei in die Niederflurzüge eintreten. Unter anderem deswegen wird der Bahnhof überhaupt umgebaut. Dies entspricht den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes.

Zudem wurde das Perrondach am Gleis 2 abgebrochen und die beiden Treppen wurden rückgebaut. Weiter wurden provisorische Perrons auf der Seite Olten und der Seite Solothurn gebaut sowie Beleuchtung und Lautsprecher provisorisch montiert.

Es gibt noch einiges zu tun.

Es gibt noch einiges zu tun.

Bruno Kissling

Noch stehen weitere Tiefbauarbeiten wie Entwässerungen, Kabelschächte, oder Fundamente auf dem Perron beim Gleis 2 an. Ebenfalls auf diesem Gleis müssen noch die Rampe, die Treppe, der Deckbelag und das Perrondach eingebaut werden. Auf dem Gleis 1 stehen noch die Arbeiten an der Rampe, und der Treppe sowie der Rück- und Neubau. Als Letztes folgt der Anschluss zur Personenunterführung.

Aktuelle Nachrichten