Feuerwehr Neuendorf
Wangen an der Aare bietet perfekte Bedingungen, um Rauch und Hitze zu erleben

Bei der Feuerwehr Neuendorf standen im Übungsdorf mögliche Ernstfälle auf dem Programm. Der Lerneffekt beim Umgang mit heiklen Situationen ist in Wangen an der Aare besonders gross.

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Feuerwehrleute müssen den Ernstfall üben (Symbolbild)

Feuerwehrleute müssen den Ernstfall üben (Symbolbild)

Ursula Burgherr

Mit total 32 aufgebotenen Feuerwehrangehörigen führte die Feuerwehr Neundorf kürzlich im Übungsdorf der Rettungstruppen der Schweizer Armee in Wangen an der Aare eine Atemschutz-Übung durch. Seit 1977 (mit einem zweijährigen Unterbruch) steht das Übungsdorf jährlich im Juni den Feuerwehren zur Verfügung. Benützt werden die Anlagen, die neu über zwei Häuser mit Brandräumen und zwei Aussenbrandstellen verfügen, für spezielle Übungen.

Grosser Lerneffekt

Zu den Nutzern des Übungsdorfs zählen auch zehn Feuerwehren des Bezirks-Feuerwehr-Verbandes Gäu (BFVG). Als Mitglied des BFVG führte die Feuerwehr Neuendorf am Donnerstagabend, 30. Juni, von 19 bis 22 Uhr, eine Atemschutzübung sowie eine Einsatzübung mit Postenarbeiten durch. Verantwortlicher Offizier war Oberleutnant Reto Rippstein (Atemschutzchef). Kommandant Hauptmann Christian Studer bildete parallel dazu mit einigen Angehörigen der Feuerwehr (AdF) im Feuerwehrmagazin in Neuendorf das rückwärtige Detachement und deckte die Einsatzbereitschaft bei Herznotfällen und allfälliger Einweisung der Ablösung mit der Feuerwehr Härkingen ab.

Die speziellen Feuerwehrübungen im Übungsdorf machen gemäss Kommandant Christian Studer Sinn und sind zudem von grossem Nutzen. Im Übungsdorf bestehe die Möglichkeit, das im IFA in Balsthal an Gasbrandstellen und zu Hause in zahlreichen «Trockenübungen» erworbene Wissen unter realen Bedingungen anzuwenden.

In Wangen an der Aare gebe es hierfür perfekte Bedingungen, um Rauch und Hitze zu erleben und die Wirkung von Wasserabgabe auf ein offenes Feuer am eigenen Leib zu spüren. Im Übungsdorf würden die Auswirkungen der Aktionen der Feuerwehren unmittelbar mit den daraus resultierenden Folgen feststellbar, was den grössten Lerneffekt bei den Feuerwehrmännern und -frauen zur Folge habe.

Höhepunkt im Übungsprogramm

«Unsere Feuerwehrleute sind jeweils top motiviert für die abwechslungsreichen und realitätsnahen Übungen. Ich wage zu behaupten, dass es den Höhepunkt im Übungsprogramm der Feuerwehr darstellt. Es macht auch Sinn, unter solchen Bedingungen den Ernstfall üben zu können, fehlt doch den meisten Feuerwehrleuten – zum Glück– die Einsatzerfahrung», resümierte Kommandant Studer abschliessend.

Seit 10 Jahren wirkt BFVG-Ehrenpräsident Franz Berger, Kestenholz, im Übungsdorf als Brandmeister und Koordinator für die Übungen sämtlicher Feuerwehren im Monat Juni. (imw)

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