Ramiswil

Züchter: «Das Schlimmste wäre, wenn die Diebe die Schafe zum Schlachthof brächten»

Schafzüchter Roland Zweifel mit den beiden Böcken, die ihm noch von den «Saaser Mutten» bleiben.

Schafzüchter Roland Zweifel mit den beiden Böcken, die ihm noch von den «Saaser Mutten» bleiben.

In Ramiswil sind am Wochenende sieben Schafe von einer Weide des Archehofs gestohlen worden. Für den Züchter ist der Schaden gross. Er sorgt sich um seine Tiere.

Sieben seltene Schafe, davon sechs trächtige, wurden am Samstag in Ramiswil gestohlen. Die Tiere sind allesamt auf dem Archehof, wo seit 2014 «Saaser Mutten» gezüchtet werden, aufgewachsen. Züchter Roland Zweifel kennt sie gut – und die Tiere ihn und seine Familie. «Sie kommen sofort zu uns», erzählt er gegenüber TeleM1.

Ihn nimmt der Diebstahl der sieben Schafe der vom Aussterben bedrohten Rasse sehr mit. «Wenn man nicht weiss, was mit den Tieren passiert ist, schmerzt das wirklich.» Klar bedeutet der Verlust auch ein finanzieller Schaden, für ihn ist der emotionale Schaden aber grösser. Auf dem Archehof sind von den «Saaser Mutten» nur zwei Böcke zurückgeblieben.

7 seltene Schafe verschwunden

7 seltene Schafe verschwunden

Im solothurnischen Ramiswil wurden einem Bauern 7 seltene „Saaser Mutten“ gestohlen. Der Bauer ist frustriert - von den 6 Schafen sind 7 trächtig.

Für Roland Zweifel ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass die Tiere gestohlen wurden. Im engen Tal wären sie sicherlich gefunden worden, ist er der Ansicht. Die zahmen Schafe «laufen nicht einfach davon». 

Weil es so wenige dieser Schafe gibt, sind die gestohlenen Paarhufer allesamt mit einer Nummer gekennzeichnet. Für die Diebe wird es deshalb schwierig, die Tiere irgendwo anzumelden. «Das Schlimmste, das passieren könnte, ist es, wenn sie jemand zu einem Schlachthof gebracht hat», sagt Zweifel.

Weil die Suche erfolglos blieb, hat er den Diebstahl der Polizei gemeldet. Diese bittet nun die Bevölkerung um Mithilfe. Wer in dem Gebiet auffällige Beobachtungen gemacht hat oder Angaben zum Verbleib der Tiere machen kann, ist gebeten, sich bei der Kantonspolizei Solothurn zu melden (Telefon 062 311 94 00).

Es ist nicht das erste Mal, dass «Saaser Mutten» gestohlen werden. 2014 sind auf einer Alp im Walliser Saastal über 100 dieser Tiere verschwunden. (ldu)

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