Lüterkofen
Bye bye Steuerparadies: Lüterkofen erhöht den Satz auf 95 Prozent

Der Gemeinderat empfahl eine Erhöhung der Steuern auf 98 Prozent. An der Gemeindeversammlung wurde etwas weniger genehmigt. Die Bucheggberger Gemeinde ist ihren Status als Steuerparadies damit los.

Daniel Rohrbach
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Das Steuerparadies muss seinen Steuerfuss nun doch auch etwas anheben.

Das Steuerparadies muss seinen Steuerfuss nun doch auch etwas anheben.

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Die Gemeindeversammlung von Lüterkofen stimmt am Montagabend einer Steuererhöhung um 10 Prozentpunkte zu. Eine Erhöhung an sich war an der Gemeindeversammlung unbestritten. Einem Antrag von Urs Affolter, den Steuerfuss auf 85 Prozent zu belassen, stimmten nur 5 der 59 anwesenden Stimmberechtigten zu.

Aufwandsüberschuss budgetiert

Eine Erhöhung um 13 Prozentpunkte war einer Mehrheit dann aber doch etwas gar zu viel. „Wir sollten den moderaten Weg wählen", sagte Martin Zimmermann. Dahingehend sprach sich auch Peter Kopp aus. Der ehemalige Gemeindepräsident Ernst Stuber erklärte, wenn man die Steuern nur um 10 Prozentpunkte heraufsetze, sie dies für den Gemeinderat eine Motivation, die restlichen 3 Prozent einzusparen.

Diesen Voten anzumerken ist, dass die beiden Ortsparteien FDP und SP der Gemeindeversammlung übereinstimmend den schriftlichen Antrag stellten, den Steuerfuss lediglich auf 95 statt auf 98 Prozent zu erhöhen. Dieser Antrag vereinigte schliesslich 43 Stimmen auf sich, während der Antrag des Gemeinderates nur 8 Stimmen erzielte.Dabei machte es den Anschein, dass der Gemeinderat mit den 95 Prozent ganz gut leben kann, legte sich doch weder Gemeindepräsident Roger Siegenthaler noch sonst einer der anwesenden Gemeinderäte für die zusätzlichen 3 Prozentpunkte ins Zeug.

Mit dem neuen Steuerfuss sieht das Budget 2012 in der Laufenden Rechnung nun einen Aufwandüberschuss von 143000 Franken vor.

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