Subingen

Solothurner suchen nach den Spuren ihrer Vorfahren

Maria Magdalena de Lima und Gemeindepräsident Hans Ruedi Ingold.

Bereits im Sommer besuchte eine Delegation aus Uruguay die Heimat ihrer Vorfahren

Maria Magdalena de Lima und Gemeindepräsident Hans Ruedi Ingold.

Ende April fliegt eine offizielle Delegation aus dem Kanton Solothurn nach Uruguay. Eine Gruppe aus Subingen sucht dort nach Spuren, die Auswanderer in «Neu-Helvetien» hinterlassen haben.

Ende April wird in Uruguay eine ganze Woche lang gefeiert. Anlass dazu gibt das Jubiläum der Schweizer Kolonie «Nueva Helvecia», die vor 150 Jahren gegründet wurde. An den Feierlichkeiten nehmen nicht nur die Bewohnerinnen und Bewohner Nueva Helvecias teil - sondern auch diverse Gäste aus der Schweiz. Erwartet werden Delegationen aus dem Kanton Freiburg und aus dem Kanton Tessin. Am Mittwoch, 25. April, am eigentlichen Gründungstag der Stadt, werden der Staatspräsident Uruguays, der Intendente der Provinz Colonia, und Vertreter der Schweizer Regierung und der Kantonsregierungen aus Freiburg und dem Tessin offizielle Reden halten. An der offiziellen Schlussfeier am Sonntag, 29. April, spricht Bundeskanzlerin Corina Casanova.

Offizielle Delegation aus Subingen

In all diesen Feierlichkeiten wird sich auch eine Gruppe aus Subingen befinden. Noch ist nicht ganz klar, wer mitreist. Gemeindepräsident Hans Ruedi Ingold, Gemeindeschreiberin Vreni Zimmermann und Bürgergemeindepräsident Roland Kummli sind sozusagen gesetzt. Dazu werden noch weitere Einwohner- und Bürgergemeinderäte kommen. Bereits haben auch Privatleute ihr Interesse an einer Mitreise angemeldet. «Deshalb haben wir die Reise nun im ‹Azeiger› ausgeschrieben», so Hans Ruedi Ingold. Bis zum 19. Januar können sich Interessierte bei der Gemeindeschreiberin melden. Die Reise erfolgt auf eigene Kosten.

Gemeindepatenschaft besiegeln

Der grosse Moment für die Subinger wird am Freitag, 27. April, kommen. Dann wird nämlich eine Gemeindepatenschaft zwischen Subingen und den beiden Gemeinden Nueva Helvecia und Rosario unterzeichnet (wir berichteten). Dass es zu dieser Gemeindepatenschaft und zur Reise nach Uruguay kommt, ist einem Mann namens Urs Josef Ingold zu verdanken. Dieser wanderte vor rund 130 Jahren - aus wirtschaftlicher Not - nach Uruguay aus und hinterliess stolze 18 Nachkommen. So leben noch heute Menschen die «Ingold» heissen in Südamerika. Sie sind zwar in der Zwischenzeit Bürger Uruguays und sprechen kaum mehr Deutsch. Aber sie halten nach wie vor Schweizerisches Brauchtum am Leben und suchen immer wieder den Kontakt zu ihrer Verwandtschaft in der Schweiz.

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