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Kopfschmerzen bei Kindern

Mein 10-jähriges Kind hat seit neun Monaten immer wieder Kopfschmerzen, manchmal begleitet von Übelkeit und ­Erbrechen. Ich mache mir grosse Sorgen. Wie sollten wir vorgehen? M.K. aus B.

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Eine Lebensstilanpassung kann bei Kopfweh helfen.

Eine Lebensstilanpassung kann bei Kopfweh helfen.

Bild: Getty

Kopfschmerzen sind ein häufiges Problem im Kindes- und Jugendalter. Bis zum 12. Lebensjahr haben ca. 90% aller Kinder bereits einmal Kopfschmerzen gehabt. 20% der 4- bis 18-Jährigen klagen sogar über häufiges oder starkes Kopfweh. Von ihnen haben 60% Spannungskopfschmerzen und 12% eine Migräne. Oft sind bei Migräne mehrere Familienmitglieder betroffen. Bei fast drei Vierteln ­aller betroffenen Kinder und ­Jugendlichen bleiben die Kopfschmerzen bis ins Erwachsenenalter bestehen.

Treten die Kopfschmerzen bei Ihrem Kind mehrmals im Monat auf, ist eine kinderneurologische Abklärung, wie sie neu am Kantonsspital Baden angeboten wird, empfohlen. Notieren Sie am besten schon vor der Konsultation in einem sogenannten Kopfschmerzkalender, wie oft die Beschwerden im Monat auftreten, wie lange sie anhalten, wo im Kopfbereich sie genau auftreten und ob es zu Begleitsymptomen, wie z.B. Übelkeit, Erbrechen oder Vorläufersymptomen («Aura»), kommt. Mittlerweile gibt es Kopfschmerzkalender als praktische Apps. Diese Dokumentation ist sehr hilfreich für den Arzt, um Rückschlüsse auf die Ursache der Kopfschmerzen zu ziehen, z.B. ob es sich um Spannungskopfschmerzen oder eine kindliche Migräne handelt. Darüber hinaus wird der Arzt Ihr Kind kinderneurologisch untersuchen – auch um gefährliche, aber sehr seltene Ursachen der Kopfschmerzen auszuschliessen. In den allermeisten Fällen ist eine Bildgebung des Kopfes, wie ein MRI, nicht notwendig.

Dr. med. David Wille Leitender Arzt Kinder- und Jugendmedizin, spez. Pädiatrische Neurologie, KSB

Dr. med. David Wille Leitender Arzt Kinder- und Jugendmedizin, spez. Pädiatrische Neurologie, KSB

Bild: PD

Der Schwerpunkt der Therapie liegt in einer Anpassung des Lebensstils. Zum Beispiel durch Stressreduktion, eine Erhöhung der Trinkmenge, ein ausreichendes Schlafverhalten und einen begrenzten Medienkonsum. Der regelmässige Schul­besuch sollte, wenn immer möglich, beibehalten werden. Vermeiden sollten Sie hingegen, dass Ihr Kind regelmässig – sprich an mehr als sieben Tagen im Monat – Schmerzmittel einnimmt. Vorbeugende Medikamente, die über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, kommen erst bei Migränekopfschmerzen von mehr als drei bis vier Episoden im Monat zum Einsatz.

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