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Was hilft bei Pollenallergie?

Unser Sohn (8) leidet unter Pollenallergie. Meist läuft ihm nur die Nase und es jucken die Augen. Doch manchmal hat er auch einen starken Reiz im Hals und muss husten. Wann sollten wir zum Kinderarzt? M.S. aus B.

Im Auftrag der Partner von Ratgeber Gesundheit erstellt
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Verstärkt sich die Pollenallergie, sollte man den Kinderarzt aufsuchen.

Verstärkt sich die Pollenallergie, sollte man den Kinderarzt aufsuchen.

Bild: Getty
Ratgeber Gesundheit Heute: Dr. med. Wingdzi Wong, Oberärztin Kinder- und Jugendmedizin, Kantonsspital Baden.

Ratgeber Gesundheit Heute: Dr. med. Wingdzi Wong, Oberärztin Kinder- und Jugendmedizin, Kantonsspital Baden.

Sie sollten in diesem Fall unbedingt den Kinderarzt aufsuchen, damit er eine Behandlung der Beschwerden empfehlen und Sie über weitere Massnahmen und Therapiemöglichkeiten beraten kann.

Um die Beschwerden zu lindern, besteht die Therapie in der Regel aus Augentropfen, Nasenspray (gegebenenfalls kortisonhaltig) sowie antiallergischen Medikamenten in Form von Tropfen oder Sirup. Bei asthmatischen Beschwerden kann auch Inhalieren helfen.

Ausserdem würde ich empfehlen, einen «Beschwerdekalender» zu führen. In diesem vermerken Sie, wann die Symptome begonnen haben, wie stark sie waren und wann sie wieder abgenommen haben. Anhand dieses gut geführten Kalenders kann Ihr Kinderarzt die Allergie genau einordnen, da Hasel-, ­Birken-, Eschen-, Gräser- und andere Pollen zu unterschied­lichen Zeiten blühen.

Im Anschluss daran kann eine geeignete Therapie ein­geleitet werden. Falls die Beschwerden in den Folgejahren zunehmen, bieten sich eine Blutentnahme und ein Hauttest an. So kann der Kinderarzt unter Einbezug des Beschwerdekalenders die Ursache der Allergie analysieren und die geeignete Behandlung einleiten.

Die Entscheidung für diese sogenannte Desensibilisierungs­therapie geschieht meist in Rück­sprache mit einem Kinderallergologen. Voraussetzung sind unter anderem zunehmende Beschwerden während dreier aufeinanderfolgender Jahre und ein Mindestalter von fünf bis sechs Jahren.

Die Desensibilisierung selbst kann der Kinderarzt übernehmen. Sie besteht aus subkutanen (unter die Haut gehende) Injektionen kleiner Mengen des Allergens, das aufgrund seines Allergenprofils extra für den Patienten hergestellt wird. Bei Kindern beginnt die Desensibilisierung meist in der Zeit vor dem Pollenflug mit wöchentlichen Injektionen in steigender Dosierung und pausiert während des Pollenflugs. Für einen lang anhaltenden Effekt wird eine Therapie von mindestens drei Jahren empfohlen.

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