Challenge League
1:1 gegen Aufsteiger Lausanne-Ouchy: Eine vertane Chance des FC Aarau

Aarau verpasst es beim 1:1 gegen den starken Aufsteiger Lausanne-Ouchy, an die Tabellenspitze aufzuschliessen. Der Aufsteiger ging bereits in der vierten Minute durch Danner in Führung. Noch vor der Pause glich Nicolas Schindelholz für Aarau aus und sorgte damit für das Schlussergebnis.

Sebastian Wendel
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Damit verpasst Aarau den Anschluss an die Tabellenspitze.
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Liveticker: Fussball, Challenge League, 8.Runde, FC Aarau - Stade Lausanne-Ouchy (24.09.19)
Karim Gazzetta (r.) wird von den Aarauer (v. l.) Giuseppe Leo, Torhueter Nicholas Ammeter und Nicolas Schindelholz gestoppt.
Offsidetor: Patrick Rossini mit dem vermeintlichen Führungstreffer für Aarau.
Der Aarauer Torschütze Nicolas Schindelholz (r.) setzt sich gegen Michael Perrier (l.) durch.
Patrick Rahmen in nachdenklicher Manier. Der FC Aarau kann sich nicht entscheidend durchsetzen.
Elsad Zverotic (l.) und der Torschütze zum 0:1 Axel Danner (r.) im Duell um den Ball.
Unzufrieden über seine Auswechslung: Stefan Maierhofer kann den Schwung aus der letzten Partie nicht mitnehmen.
Wenige Torszenen im Brügglifeld.
Die FCA-Spieler jubeln mit dem Torschützen Schindelholz über den Ausgleich.
Nicolas Schindelholz gleicht nach einem Corner von Neumayr zum 1:1 aus.
Umkämpfte Partie im Brügglifeld: Der FC Aarau findet nur schwer in die Partie.
Dem FC Aarau gelingt wenig in der ersten Halbzeit.
Geoffroy Serey Dié (l.) behauptet sich gegen Michael Perrier (l.).
Elsad Zverotic (M.) diskutiert mit dem Schiedsrichter Nicolas Jancevski (r.). Maierhofer (l.) wird trotzdem verwarnt.
Elsad Zverotic (r.) kann es nicht glauben. Aarau verschläft wieder den Beginn der Partie.
Fehlstart für Aarau: Axel Danner erzielt bereits in der vierten Minute das 1:0 für Lausanne-Ouchy.
Verfolgerduell um Platz vier: Der FC Aarau trifft im Brügglifeld auf den Aufsteiger Stade Lausanne-Ouchy.

Damit verpasst Aarau den Anschluss an die Tabellenspitze.

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Als das Spiel vorbei ist, hallen Pfiffe durch das Brügglifeld. Davon sind einige nicht nur gegen den konfusen Schiedsrichter Jancevski gerichtet, sondern auch gegen das Heimteam. Der Frust einiger Fans über den verpassten Sieg gegen Aufsteiger Stade Lausanne-Ouchy muss raus.

Ja, der FC Aarau, namentlich seine Leistungsträger, hat in diesem Spiel sein Leistungspotenzial bei weitem nicht abgerufen, ist über weite Phasen zu passiv und ideenlos aufgetreten. Gleichzeitig gilt es festzuhalten, dass Lausanne-Ouchy alles andere als ein klassischer Aufsteiger ist, sondern eine richtig gute Mannschaft, die gestärkt durch drei Siege in Folge in den Aargau gereist ist, einer davon das satte 3:0 gegen Tabellenführer und Aufstiegsfavorit Lausanne-Sport.

Das 1:1 entspricht den Stärkeverhältnissen. Doch beide Seiten haben Grund, dem verpassten Sieg nachzutrauern. Die Gäste, weil Gazzetta in den Schlussminuten in beste Abschlussposition kommt, aber am stark reagierenden FCA-Goalie Ammeter scheitert.
Im Aarauer Lager regen sie sich über die 77. Minute auf. Nach einem Zuspiel von Zverotic trifft Rossini in die weiter entfernte Torecke, doch zum Jubeln kommt er nicht: Abseits! Das meint zumindest der Linienrichter und wedelt mit der Fahne.

Stimmen zum Spiel - Interviews mit Patrick Rossini und Cheftrainer Patrick Rahmen:

Zugegeben eine enge und in Echtzeit schwierig zu bewertende Szene. Aber die TV-Bilder zeigen, dass der Entscheid halt doch falsch ist. Aarau-Trainer Patrick Rahmen, der die Bilder soeben gesehen hat, kommt aus seinem Büro und ist stinksauer. «Schon wieder», schimpft er und denkt dabei natürlich an den 1:2 verlorenen GC-Match Anfang August, als dem FCA in ähnlicher Manier ein vielleicht spielentscheidendes Tor verwehrt wurde. Doch Rahmen relativiert: «Ich will heute den verpassten Sieg nicht am Schiedsrichter festmachen. Unter dem Strich haben wir zu wenig gut gespielt und der Gegner hat gezeigt, warum er hoch gehandelt wird.»

Bezeichnend: Beide Tore fallen nach Eckbällen

Zum starken Eindruck, den die Waadtländer hinterlassen, kommt dazu, dass ihnen der frühe Führungstreffer (4. Minute) für ihre Kontertaktik in die Karten spielt. Ein Geschenk der Aarauer: Erst verfehlt Maierhofer den flach getretenen Eckball, dann kommt Thiesson – überrascht vom Luftloch seines Teamkollegen – gegen Torschütze Danner zu spät.

Immerhin: Aarau zeigt wie schon vor drei Tagen gegen Schaffhausen nach dem 0:1 Moral und erzwingt in der 35. Minute den Ausgleich, ein herrliches Kopfballtor von Innenverteidiger Schindelholz.

Bezeichnend, dass auch dieser Treffer nach einem Eckball fällt. Aus dem Spiel heraus ergeben sich bis auf die angesprochenen Szenen in der Schlussphase und einen Weitschuss von Aaraus Misic (40.) an den Pfosten keine Chancen.

Thiesson nach Spielschluss: «Das einzig Positive ist, dass wir nicht verloren haben.» Eine selbstkritische Analyse, die aber aufzeigt, wie gross beim FCA der Ärger darüber ist, den Anschluss an die oberste Tabellenregion verpasst zu haben.

Telegramm

FC Aarau - FC Stade Lausanne Ouchy 1:1 (1:1)

Brügglifeld. - 2'656 Zuschauer. - SR: Jancevski. - Tore: 4. Danner 0:1. 35. Schindelholz (Neumayr) 1:1.

Aarau: Ammeter; Giger, Leo, Schindelholz, Mehidic (46. Rossini); Serey Dié, Zverotic; Thiesson, Neumayr (74. Pepsi), Misic (88. Spadanuda); Maierhofer (64. Alounga).

Ouchy: Barroca; Danner, Manière, Mfuyi, Le Pogam; Gaillard; Parapar (78. Iseni), Laugeois, Perrier (72. Dalvand), Ndongo; Eleouet (61. Gazzetta).

Bemerkungen: Aarau ohne Balaj, Corradi, Jäckle, Peralta, Schneuwly (alle verletzt), Hübel (Nationalmannschaft), Lujic und Rrudhani (beide nicht im Aufgebot). Stade Lausanne Ouchy ohne Amdouni (gesperrt), Delley, Lahiouel, Matri, Mutombo, Oussou, Tavares (alle verletzt) und Moreira (nicht im Aufgebot). - 40. Pfostenschuss Misic. - Verwarnung: 16. Maierhofer, 43. Laugeois (beide Foulspiel), 82. Le Pogam (Reklamieren), 85. Serey Dié (Foulspiel).

Haben Sie die umkämpfte Partie des FCA gegen den FC Stade Lausanne-Ouchy verpasst? Lesen Sie hier alles darüber im Ticker nach:

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