1. Liga
Aargauer Erstligisten dürfen wieder uneingeschränkt trainieren – sofern der Kanton mitspielt

Weil die Promotion League und die 1. Liga als «semiprofessionell» eingestuft wurden, darf der FC Baden und der FC Wohlen seit dieser Woche wieder uneingeschränkt trainieren. Schlusswort behält jedoch der Kanton Aargau.

Nik Dömer
Merken
Drucken
Teilen
Geht es noch in diesem Monat wieder zur Sache? Ein Restart in der 1. Liga könnte im März noch realisiert werden.

Geht es noch in diesem Monat wieder zur Sache? Ein Restart in der 1. Liga könnte im März noch realisiert werden.

Dani Mercier / Aargauer Zeitung

Es muss sich für die Aargauer Erstligisten wie eine Erlösung anfühlen: Der FC Baden und der FC Wohlen dürfen seit dieser Woche wieder uneingeschränkt trainieren. Der Schweizerische Fussballverband hat am vergangenen Wochenende sämtliche Trainer informiert, dass Promotion League sowie 1. Liga von Swiss Olympic als «semiprofessionell» eingestuft wurden und somit den Trainings- sowie Ligabetrieb wieder aufnehmen dürfen.

«Rechne nicht damit, dass sich der Kanton querstellt»

Der FC Wohlen sehnte sich einen baldigen Restart schon länger herbei. Entsprechend wurde die Nachricht vom SFV mit viel Freude aufgenommen: «Wir sind überglücklich, dass es endlich wieder losgehen kann. Mit dem uneingeschränkten Training wäre der Meisterschaftsstart Ende März realistisch, sofern die Kantone mitspielen», erklärt Trainer Thomas Jent.

Tatsächlich ist der Entscheid, dass die beiden Aargauer Erstligisten wieder vollumfänglich trainieren dürfen, noch nicht in trockenen Tüchern. Spielt der Kanton nicht mit, muss das Training mit Körperkontakt und uneingeschränkter Gruppengrösse wieder aufgelöst werden.

Entsprechend hält sich die SFV-Abteilung «Erste Liga» vorerst noch mit einem Restart-Fahrplan zurück und wartet allfällige Reaktionen von den kantonalen Behörden ab.

Thomas Jent hofft, dass der Kanton Aargau keine Einwände gegen den Entscheid von Swiss Olympic hat.

Thomas Jent hofft, dass der Kanton Aargau keine Einwände gegen den Entscheid von Swiss Olympic hat.

Bild: Dani Mercier/ «Aargauer Zeitung»

Der Wohlen-Trainer hat dabei jedoch ein gutes Gefühl: «Ich rechne nicht damit, dass sich der Kanton Aargau querstellt. Aber ich möchte mich auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, es gab in jüngster Vergangenheit schon öfters unerwartete Entscheide.»

Nun geht es für Jent und seine Spieler in dieser Woche endlich wieder auf die Anlage beim FC Wohlen: «Das hätten wir sowieso gemacht, da wir in den nächsten Tagen noch ohne Körperkontakt trainieren werden. Nach einer solch langen Auszeit möchten wir den Motor langsam wieder hochfahren.»

In den letzten Wochen habe der Trainer mit seinen Spielern in kleinen Gruppen Kondition und Kraft in den Fokus genommen: «Wir haben so hart trainiert wie noch nie. Nun stehen ein paar regenerative Tage mit spezifischen Belastungen auf dem Programm, ehe wir dann endlich richtig loslegen können.»

«Spieler dürfen nicht übermütig werden»

Auch Liga-Konkurrent FC Baden wollte in dieser Woche mit dem eingeschränkten Training auf der Anlage beginnen. Dass Trainer Ranko Jakovljevic nun auf die gesamte Mannschaft zurückgreifen kann, kommt für ihn überraschend: «Wir wussten schon, dass bei Swiss Olympic eine Anfrage deponiert wurde, dass das nun so schnell ging, hätte ich nicht gedacht. Freut mich aber demnach umso mehr.»

Gross geändert hat sich am Aufbauplan für seinen FC Baden jedoch nichts: «Wir müssen vorsichtig beginnen, schliesslich will ich keine Verletzungen riskieren. Für mich ist nun die Herausforderung, dass ich die optimale Mischung im Training finde. Eine gewisse Intensität sollte da sein, aber die Spieler dürfen jetzt auch nicht übermütig werden.»

Badens Trainer Ranko Jakovljevic hat nicht damit gerechnet, dass er bereits in dieser Woche wieder mit der gesamten Mannschaft trainieren darf.

Badens Trainer Ranko Jakovljevic hat nicht damit gerechnet, dass er bereits in dieser Woche wieder mit der gesamten Mannschaft trainieren darf.

Bild: Dani Mercier/ «Aargauer Zeitung»

Wie auch Trainerkollege Jent aus Wohlen hofft Jakovljevic, dass der Kanton Aargau keine Einwände gegen das Training der Erstligisten hat: «Wir waren in der Vorrunde schon sehr diszipliniert, es gab keinen Coronafall und das Schutzkonzept wurde in der Liga sehr gut umgesetzt. Das sollte dem Kanton signalisieren, dass wir mit viel Seriosität an die Sache gehen», betont der Trainer des FC Baden.