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1.-Ligist gegen NLA Team – Muri verliert im Cup-Sechzehntel-Final gegen St. Omar

Der TV Muri verliert im Cup-Sechzehntel-Final gegen den grossen Favoriten aus Gallen, TSV St. Otmar. Doch das Resultat war nach der Schlusssirene zweitrangig: Man spielt schliesslich nicht alle Tage gegen ein NLA-Team.

Fabio Baranzini
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TV Muri - St. Otmar St. Gallen
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TV Muri verliert gegen St. Otmar St. Gallen TV Muri vs. St.Otmar St.Gallen, Jonas Heusi Der TV Muri verliert im Cup 1/16-Final gegen den grossen Favoriten St.Otmar St.Gallen, überrascht dabei jedoch mit einer starken Offensivleistung in der ersten Halbzeit.
TV Muri verliert gegen St. Otmar St. Gallen TV Muri vs. St.Otmar St.Gallen, Linus Staubli Der TV Muri verliert im Cup 1/16-Final gegen den grossen Favoriten St.Otmar St.Gallen, überrascht dabei jedoch mit einer starken Offensivleistung in der ersten Halbzeit.
TV Muri verliert gegen St. Otmar St. Gallen TV Muri vs. St.Otmar St.Gallen, Trainer Claude Bruggmann Der TV Muri verliert im Cup 1/16-Final gegen den grossen Favoriten St.Otmar St.Gallen, überrascht dabei jedoch mit einer starken Offensivleistung in der ersten Halbzeit.
TV Muri verliert gegen St. Otmar St. Gallen TV Muri vs. St.Otmar St.Gallen, Jerome Zucker Der TV Muri verliert im Cup 1/16-Final gegen den grossen Favoriten St.Otmar St.Gallen, überrascht dabei jedoch mit einer starken Offensivleistung in der ersten Halbzeit.
TV Muri verliert gegen St. Otmar St. Gallen TV Muri vs. St.Otmar St.Gallen, Tin Tokic Der TV Muri verliert im Cup 1/16-Final gegen den grossen Favoriten St.Otmar St.Gallen, überrascht dabei jedoch mit einer starken Offensivleistung in der ersten Halbzeit.
TV Muri verliert gegen St. Otmar St. Gallen TV Muri vs. St.Otmar St.Gallen, Jan Heusi Der TV Muri verliert im Cup 1/16-Final gegen den grossen Favoriten St.Otmar St.Gallen, überrascht dabei jedoch mit einer starken Offensivleistung in der ersten Halbzeit.
TV Muri verliert gegen St. Otmar St. Gallen TV Muri vs. St.Otmar St.Gallen, Carlo Femiano Der TV Muri verliert im Cup 1/16-Final gegen den grossen Favoriten St.Otmar St.Gallen, überrascht dabei jedoch mit einer starken Offensivleistung in der ersten Halbzeit.
TV Muri verliert gegen St. Otmar St. Gallen TV Muri vs. St.Otmar St.Gallen, Fans des TV Muri Der TV Muri verliert im Cup 1/16-Final gegen den grossen Favoriten St.Otmar St.Gallen, überrascht dabei jedoch mit einer starken Offensivleistung in der ersten Halbzeit.
TV Muri verliert gegen St. Otmar St. Gallen TV Muri vs. St.Otmar St.Gallen, Erinnerungsfoto nach Spielschluss Der TV Muri verliert im Cup 1/16-Final gegen den grossen Favoriten St.Otmar St.Gallen, überrascht dabei jedoch mit einer starken Offensivleistung in der ersten Halbzeit.

TV Muri - St. Otmar St. Gallen

Fabio Baranzini (FBA)

Muri gegen St. Otmar St. Gallen. 1.-Ligist gegen NLA Team. David gegen Goliath. Das war die Affiche im Cup-Sechzehntel-Final vom Mittwochabend. Im Team der Klosterdörfler spielen ausschliesslich Amateure, und Torhüter Tobias Wipf ist der einzige Spieler in ihren Reihen, der schon einmal in der höchsten Schweizer Spielklasse aufgelaufen ist.

Ganz anders St. Otmar: Dank einem Budget von 1,8 Mio. Franken wurde die erste Mannschaft in der Sommerpause namhaft verstärkt. So sind etwa die beiden Nationalspieler Andrija Pendic und Aurel Bringolf zu den St. Gallern gestossen. Die beiden haben zusammen schon 86 Länderspiele für die Schweiz bestritten. Neu dabei ist auch Spielertrainer Bo Spellerberg aus Dänemark, der 245 Mal für die dänische Nationalmannschaft gespielt hat und dabei zweimal Europameister und zweimal Vize-Weltmeister geworden ist.

Offensivspektakel beider Teams

Man kann also getrost festhalten: Muri gegen St. Otmar St. Gallen ist ein ungleiches Duell. Entsprechend musste auch nicht darüber diskutiert werden, wer denn nun in dieser Begegnung die Favoritenrolle innehatte. Dessen waren sich die sowohl Spieler wie Betreuer als auch die Fans in der Halle bewusst. Die Frage war daher: Wie lange kann der TV Muri gegen den übermächtigen Gast aus der Ostschweiz mithalten?

Die Antwort darauf: 30 Minuten. Was der TV Muri in der ersten Halbzeit zeigte, war sehr stark. Es war ein richtiges Torfestival, das die beiden Mannschaften boten. Nicht weniger als 37 Treffer fielen in der ersten Halbzeit. Und das Erfreuliche daran war, dass Muri nicht weniger als 16 Treffer beisteuern konnte (16:21).

Insbesondere Flügelspieler Carlo Femiano präsentierte sich in bester Spiellaune und steuerte im gesamten Spiel sieben Treffer bei. Aber auch seine Teamkollegen zeigten in der Offensive eine starke Leistung und trafen einmal gar in Unterzahl. «Es war sehr cool, dass wir zu Hause vor so vielen Zuschauern lange mithalten konnten. Das war super», freute sich Carlo Femiano nach dem Match.

Dass die Murianer offensiv derart stark aufspielen, hatte man so nicht erwarten können. In den bisherigen Saisonspielen bekundeten sie stets Mühe im Angriff. In der Defensive vermochten sie dagegen meist zu überzeugen. Gegen St. Otmar St. Gallen kam die Hintermannschaft allerdings fast immer einen Schritt zu spät. Zu schnell war das Angriffsspiel der Ostschweizer, die meist nur wenige Sekunden brauchten für ihre Treffer. «In der Abwehr waren wir komplett überfordert. Da ging es uns einfach viel zu schnell, denn sie haben immer mit sieben Mann gespielt. Da war der Klassenunterschied definitiv zu sehen», musste Muris Trainer, Claude Bruggmann, anerkennen.

Den Klassenunterschied sah man auch in der zweiten Hälfte. Während bei Muri langsam die Kräfte schwanden und Bruggmann gegen Ende des Spiels auch die Ersatzspieler aufs Parkett schickte, zog TSV St. Otmar sein Spiel bis zum Schluss sauber durch und gewann mit 40:24.

Standing Ovations und ein Foto

Doch das Resultat war nach der Schlusssirene zweitrangig. Vom Publikum gabs Standing Ovations für die Leistung des Heimteams und auch ein gemeinsames Erinnerungsfoto mit den St. Gallern durfte nicht fehlen. Schliesslich spielt man nicht alle Tage gegen ein NLA-Team.

«Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Vor allem in der ersten Hälfte haben wir absolut am oberen Limit gespielt. Viel mehr geht nicht», lobte Claude Bruggmann seine Mannschaft und Carlo Femiano fügte an: «Es war eine tolle Erfahrung, gegen ein NLA-Team zu spielen. Aber insbesondere die körperliche Präsenz war brutal. Ich bin einmal richtig zur Mitte gezogen und jetzt schmerzt mein ganzer Körper.»

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