Aargauer Fussball-Cup

5:1-Sieg gegen Frick: Der FC Gränichen gewinnt verdient den Aargauer Cup

Der FC Gränichen ist im Final gegen den FC Frick die klar bessere Mannschaft und gewinnt verdient 5:1. Bereits nach 60 Minuten stand es 4:0 für Gränichen.

Die Fussballfans im Stadion Brühl in Muri hatten in diesem Jahr nur wenig Grund zur Freude. Zumindest dann, wenn die erste Mannschaft des FC Muri im eigenen Stadion auflief. Keines der sechs Heimspiele seit der Winterpause konnte das Fanionteam der Murianer auf eigenem Terrain gewinnen und mussten daher am letzten Wochenende den Abstieg in die 2. Liga inter in Kauf nehmen.

Am Donnerstag aber war die Heimstätte des FC Muri der Schauplatz eines grossen Fussballfestes. Schönstes Sommerwetter, über 1700 Zuschauer, Bier, Hot Dogs und Bratwürste – alles war angerichtet für das letzte Finalspiel des Aargauer Cups. Nach den Frauen, den Juniorinnen und Junioren, sowie den Senioren kam es am Abend zum finalen Duell zwischen dem FC Frick und dem FC Gränichen um die begehrte Trophäe für den Sieger des Aargauer Cups. Schon vor dem Anpfiff lieferten sich die Fans der beiden Equipen auf den Steintribünen hinter den beiden Toren mit Gesängen, Fahnen und Transparenten ein erstes Duell. Ein kleiner Vorgeschmack auf das, was wenige Minuten später auf dem Rasen folgen sollte.

Gränichens Führung

Nach einigen Minuten des Abtastens sorgten auch die Mannschaften auf dem Rasen für Unterhaltung. Die ersten beiden Chancen des Spiels hatte der FC Frick, doch nur wenig später waren es die Gränicher, die mit einem Pfostentreffer für den nächsten Aufreger sorgten. In der 24. Minute schepperte das Aluminium der Fricker Torumrandung erneut. Doch diesmal setzten die Gränicher nach und trafen zum 1:0. Dabei bliebs in der ersten Hälfte.

Nach der Pause zündeten die Gränicher dann den Turbo. Innerhalb von nur gerade 14 Minuten trafen sie drei Mal. Zuerst war es Kürsat Kiybar (47. Minute), der per Kopf einnetzte, danach war es mit Tomislav Bajo (59.) der Spieler, der bereits das 1:0 erzielt hatte, der erneut traf. Und nur zwei Zeigerumdrehungen später liess sich Fricks Schlussmann Gabriel Herzog nach einem Rückpass den Ball von Kiybar abluchsen, der das Leder nur noch über die Linie zu schieben brauchte.

4:0 für Gränichen nach etwas mehr als einer Stunde. Wars das? Die Fricker Fans gaben zumindest noch nicht auf und feuerten ihre Spieler weiterhin lautstark an. Doch zu mehr als dem Ehrentreffer in der 75. Minute durch Raphael Leuthard reichte es nicht. Und als Kiybar in der 84. Minute mit seinem dritten persönlichen Treffer auf 5:1 erhöhte, wurden auf der Gränicher Bank die Cupsieger-Shirts verteilt und die grosse Feier begann endgültig.

Hoffen auf einen «Grossen»

«Am letzten Samstag, als wir in der Meisterschaft gegen Frick 0:3 verloren haben, zeigten wir eine unserer schwächsten Leistungen in dieser Saison. Diesmal haben wir von Anfang an versucht, die Räume eng zu machen und sie früh unter Druck zu setzen. Dass wir aber gleich so hoch gewinnen, hätte ich nicht gedacht, denn Frick ist eine sehr starke Mannschaft», freute sich Gränichens Trainer Hansruedi Birrer. Und auch Matchwinner Kürsat Kiybar war nach der Pokalübergabe überglücklich. «Dass ich drei Tore schiessen konnte, macht den Titel noch spezieller. Aber eigentlich spielt das keine Rolle, Hauptsache wir konnten gewinnen. Jetzt hoffen wir, dass wir in der ersten Hauptrunde des Schweizer Cups einen Gegner aus der Super League erwischen – wer ist mir egal», sagte Kiybar und stürzte sich wieder ins Feiergetümmel.

Ein paar Meter daneben stehen die Fricker Spieler mit hängenden Köpfen. Woran es lag, kann Captain Marco Boss so kurz nach Spielschluss nicht genau sagen. «Das Resultat spricht Bände. Gränichen war diesmal schlicht besser und hat verdient gewonnen», zeigte er sich als fairer Verlierer.

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