Challenge League

Aarau und Kriens im Direktvergleich: 1,5 Millionen spielen erfolgreicher Fussball als 5 Millionen

Bislang sind es die Krienser (grün-weisse Trikots), die dem FC Aarau in der laufenden Challenge-League-Saison überlegen sind.

Bislang sind es die Krienser (grün-weisse Trikots), die dem FC Aarau in der laufenden Challenge-League-Saison überlegen sind.

Am 23. Spieltag empfängt der achtplatzierte FC Aarau den drittplatzierten SC Kriens (Sonntag 15 Uhr, im AZ-Liveticker). Trotz bescheidenen Mitteln mischen die Innerschweizer in der Challenge League mit. Das Beispiel FC Aarau hingegen zeigt: Geld schiesst noch lange keine Tore.

Aarau gegen Kriens. Das sind in der Tabelle zehn Punkte Differenz. Die eine Mannschaft muss aufpassen, nicht in den Abstiegsstrudel zu geraten. Die andere liebäugelt dank einem Punkt Rückstand auf Rang 2 mit der Barrage. Die eine Mannschaft kostet den Klub über 5 Millionen Franken, die andere bloss 1,5 Millionen. Auf der einen Seite zahlt der Hauptsponsor 250000 Franken, auf der anderen 50000 Franken. Und Aarau gegen Kriens, das ist auch: Vollprofis gegen Teilzeitprofis.

Doch aufgepasst – verkehrte Welt: Wer denkt, dass am Sonntag der stolze FC Aarau als Favorit empfängt, der irrt: Aarau ist es, das zehn Punkte weniger auf dem Konto hat als die Innerschweizer. Aarau ist es, das seit acht Heimspielen auf einen Sieg wartet und mit Kriens auf eine Mannschaft trifft, die drei der vier letzten Auswärtspartien gewinnen konnte. Aarau ist es, das am kommenden Sonntag gegen Kriens die Rolle des Aussenseiters bekleidet.

Ein Vergleich der beiden Klubs, der einerseits beweist, dass in der Challenge League mit bescheidenen Mitteln viel bewegt werden kann. Und andererseits, dass Geld keine Tore schiesst.

Geld schiesst keine Tore: «In Kriens bekommt der Topverdiener 5000, in Aarau mehr als 10'000 Franken»

Geld schiesst keine Tore: «In Kriens bekommt der Topverdiener 5000, in Aarau mehr als 10'000 Franken»

Verkehrte Welt vor dem Duell im Brügglifeld: Kriens steht trotz Schmalspur-Budget von 1,5 Millionen Franken auf Rang 3 – 10 Punkte vor dem FC Aarau, der über 5 Millionen für die Profimannschaft ausgibt. Was machen die Innerschweizer besser? Und an welchen Strohhalm kann sich der FCA klammern? Der neue FCA-Talk mit den AZ-Fussballreportern Ruedi Kuhn und Sebastian Wendel.

Neuzugänge Affolter und Gashi vor FCA-Premiere

Gelingt dem FC Aarau nach acht Heimspielen ohne Sieg endlich wieder ein Vollerfolg im Brügglifeld? Der Blick auf die Tabelle, in der Aarau zehn Punkte hinter Kriens liegt, sagt: Das wird schwierig. Der Blick zurück in die Vorrunde sagt: Klar! Damals gewann Aarau beide Duelle gegen die Innerschweizer. Der SC Kriens reist als Favorit ins Brügglifeld, ist gleichzeitig aber der Lieblingsgegner des FC Aarau – für Spannung ist gesorgt. Wer am Sonntag ins Stadion kommt, könnte Zeuge zweier Premieren werden: Shkelzen Gashi (Fussentzündung) ist zurück im Mannschaftstraining und steht vor dem ersten Einsatz nach seiner Rückkehr zum FCA. Für Innenverteidiger François Affolter, der am Mittwoch einen Vertrag bis Saisonende unterschrieben hat, ist die Spielerlaubnis eingetroffen. Aber: Gashi und Affolter sind Nebenschautplätze, der FCA ist nach drei Niederlagen in Folge primär auf Punkte angewiesen.

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