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Als Speaker ist Jacky Schneider in seinem Element

Jacky Schneider fiebert dem Handball-Derby Endingen gegen Siggenthal/Vom Stein voller Vorfreude entgegen. Seit 25 Jahren ist der Wettinger an verschiedensten Sportanlässen als Speaker oder Moderator tätig.

Annemarie Keusch
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Speaker und Moderator: Jacky Schneider. Quelle: ake

Speaker und Moderator: Jacky Schneider. Quelle: ake

Vor Hunderten emotionsgeladenen Fans zu sprechen, ist nicht jedermanns Sache. Wenn andere anfangen nervös zu werden, ist Jacky Schneider in seinem Element. Seit 25 Jahren ist der Wettinger an verschiedensten Sportarten als Speaker oder Moderator tätig.

Begonnen hat alles durch verschiedenste Zufälle. Kurzfristig ist der Speaker für das damalige NLA-Spiel zwischen dem FC Wettingen und Basel ausgefallen. In der Not wurde Jacky Schneider kontaktiert. Spontan sagte er zu, seither verbringt er quasi jedes Wochenende in den verschiedensten Sportstätten rund um Wettingen. «Ich bin ein aufgestellter Typ, der gerne redet», begründet Schneider seine jahrelange Tätigkeit.

TV Endingen an erster Stelle

Am Sonntag gegen Siggenthal/vom Stein (19 Uhr, Obersiggenthal) moderiert Jacky Schneider das 71. Spiel des TV Endingen. «Endingen ist für mich zur Herzensangelegenheit geworden», gibt Schneider zu. Der kleine Verein, bei dem kein einziger Profi angestellt ist, steht für den aufgeweckten Rentner an erster Stelle.

«Wenn Endingen nicht spielt, nehme ich mir Zeit für andere Sportarten, aber hat Endingen ein Heimspiel, bin ich dort engagiert», stellt Schneider klar. Er freut sich speziell auf das Derby gegen Siggenthal: «Die Halle wird toben, da macht es natürlich auch mehr Spass zu moderieren.»

In all den Jahren als Speaker hat Schneider viele Erfahrungen gesammelt. «Natürlich gewöhnt man sich gewisse Standardsprüche an», lacht Schneider, «aber vieles beruhe auf Improvisation.»

Christian Villiger vom TV Endingen ergänzt: «Ein guter Speaker muss spontan sein. Er soll das Publikum informieren, wenn es nötig ist, Stimmung machen oder beruhigen. Aber vor allem muss er eine gewisse Grundneutralität mitbringen.»

Boxen und Fussball als Favoriten

Handball hat für Schneider Priorität, doch seine Highlights erlebte er in anderen Sportarten. Einerseits war er ein Jahr im Letzigrund tätig als Speaker des FC Zürich, andererseits moderierte er im Jahr 2005 den Weltmeisterschafts-Boxkampf von Rocco Cipriano. «Es war wunderschön zu verkünden: Alter und neuer Weltmeister ist Rocco Cipriano», schwelgt Schneider in seinen zahlreichen Erinnerungen.

Jacky Schneider ist rund um die Uhr auf Achse für den so geliebten Sport, sei dies Handball, Fussball, Boxen oder neuerdings auch Futsal. Hinzu kommt, dass der Rentner als Unterhaltungschef des Wettinger Festes die Leute zu begeistern weiss.

«Langweilig wird es mir garantiert nicht, aber ich sagte schon immer, man müsse im Alter seine Aufgaben haben, sonst roste man nur ein», sagt der aufgestellte Schneider, bezahlt, steht auf und geht.

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