NLA-Handball

Am Ende ist es wie zuletzt immer: Der TV Endingen verliert das Aargauer Derby gegen den HSC Suhr Aarau mit 22:23

Zur Pause führt der TV Endingen gegen den HSC Suhr Aarau noch mit 13:9 und schnuppert an der Überraschung. Am Ende resultiert, wie schon fast gewohnt, eine Niederlage (22:23). Damit warten die Surbtaler seit mittlerweile 1526 Tagen auf einen Pflichtspielsieg gegen den Kantonsrivalen.

Anderthalb Minuten vor dem Ende ein Pass ins Nirgendwo, beim darauffolgenden Gegenstoss eine Zweiminuten-Strafe und dann erklingt die Schlusssirene. Am Ende ist es eben wie zuletzt eigentlich immer, wenn der TV Endingen und der HSC Suhr Aarau gegeneinander angetreten sind: Der Aussenseiter aus dem Surbtal geht als Verlierer von der Platte. 22:23 lautet das Endresultat am Mittwochabend. Seit mittlerweile sechs Partien und insgesamt 1526 Tagen wartet der TVE auf einen Pflichtspielsieg gegen den HSC.

Und doch ist es dieses Mal anders, als noch bei der 19:31-Pleite vor zwei Monaten im ersten Aargauer Derby der Saison. Die Partie verläuft vor 1025 Zuschauerinnen und Zuschauern in der GoEasy-Arena in Siggenthal Station eng. Zur Pause führt der TVE gegen einen fehleranfälligen HSC mit vier Treffern und schnuppert an der Überraschung. Nach der Pause fangen sich die Gäste – und schliesslich nimmt die Partie, wenn auch knapp, so doch den gewohnten Verlauf.

«Am Ende sind es Kleinigkeiten, die den Unterschied machen. Nach der Pause können sie auf den wichtigen Positionen noch einmal neue Kräfte einwechseln, wir nicht», sagt TVE-Trainer Zoltan Majeri. Wenngleich der HSC ähnlich wie der TVE zahlreiche verletzungsbedingte Absenzen zu beklagen hat, ist das Kader eben trotzdem noch breiter – und auch erfahrener – als dasjenige des Aufsteigers.

«Wir haben die Partie gleich nach der Pause verloren», sagt TVE-Torhüter Vit Schams. Immerhin zeigte sich seine Mannschaft im Vergleich zur letzten Partien, als der TVE gegen GC Amcitia richtiggehend eingebrochen war (22:38), in einer besseren Verfassung. Das Heimteam kämpfte sich nach einem Dreitore-Rückstand zehn Minuten vor dem Ende sogar noch einmal in die Partie zurück. «Davon können wir uns nichts kaufen. Die Punkte hat der Gegner geholt. Uns bleibt nur die Enttäuschung – und die ist bei einer Niederlage mit nur einem Treffer sogar noch grösser, als wenn es deutlicher ist», sagt Schams.

Keine Freudensprünge bei HSC-Trainer Kaufmann

Grosse Freude über den Sieg sucht man aber auch auf Seiten des HSC vergebens. Kurz wird nach der Schlusssirene gejubelt. Mehr nicht. «Das war ein richtiges Derby, nervös sind wir aber trotz des engen Spielverlaufs nicht geworden», sagt Diogo Oliveira, der mit neun Treffern der erfolgreichste Werfer der Gäste war. «Schlussendlich hat uns der Wille zum Sieg getragen.»

Auch HSC-Trainer Mischa Kaufmann bricht nicht in Jubel aus. Ganz im Gegenteil: «Ich bin ein Trainer, der gewinnen will – und zwar auf allen Ebenen. Das ist uns heute nicht gelungen. Ich bin enttäuscht von meiner Mannschaft. Von ihrem Auftritt, ihrer Moral und ihrer Mentalität.»

Während es für den HSC am kommenden Sonntag (Anpfiff: 16 Uhr) zu Hause gegen St. Otmar St. Gallen weiter geht, empfängt der TVE bereits übermorgen Samstag (Anpfiff: 18 Uhr) ­Titelverteidiger Kadetten Schaffhausen in der GoEasy-Arena.

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