Schweizer Cup

An Routine und an sich selbst gescheitert: STV Baden scheidet gegen Wacker Thun im Cup aus

Der STV Baden verliert im Schweizer-Cup-Achtelfinal vor heimischer Kulisse gegen den Titelverteidiger Wacker Thun mit 23:31 (10:15). Das Heimteam produzierte dabei zu viele Eigenfehler. Mit ungenauen und überhasteten Abschlüssen machten sich die Badener selbst das Leben schwer.

Schon der Auftakt in die Partie war für Baden unglücklich. Thuns Goalie Marc Winkler parierte gleich die ersten beiden Abschlussversuche der Gastgeber und war damit von der ersten Sekunde an voll im Spiel.

Bereits in der Startphase griff er den Aargauern weitere Bälle ab. «Es war eine wirklich gute Parade, die anderen waren einfach von uns schlecht geschossen», meinte Badens Trainer Björn Navarin halb ärgerlich, halb ironisch. Es entwickelte sich ein zäher, harter Cup-Fight, in dem Baden immer so knapp in Schlagdistanz blieb.

Denn die Chance, den Titelverteidiger früh aus dem Wettbewerb zu werfen, war lange nicht mehr so gross wie an diesem Abend. «Wir haben noch Junioren und die Aargauer Fraktion», sagte Thuns Trainer Martin Rubin achselzuckend.

Damit meinte er Goalie Flavio Wick, der in der Schlussphase ran durfte sowie die beiden ehemaligen Endinger Simon und Stefan Huwyler, die in der Thuner Abwehr oft ein unüberbrückbares Bollwerk für die Badener bildeten.

«Dieses Spiel hätte auch anders laufen können»

Stefan Huwyler ist schon lange im Berner Oberland, für Simon Huwyler war es die erste Partie in der altehrwürdigen Badener Aue als Wacker-Akteur. «Es weckt viele alte Erinnerungen an vergangene Spiele», meinte er lachend und gibt zu: «Es gab schon ein paar Textnachrichten von ehemaligen Endinger Kollegen.»

Doch auch er weiss, dass die Auftaktphase wegweisend war: «Wenn unser Goalie die ersten Bälle nicht hält, kann dieses Spiel auch anders laufen», ist er sich mit Navarin einig.

Denn neben dem ehemaligen Suhrer Nicolas Suter und den Nationalspielern Nicolas Raemy und Ron Delhees fehlten den Thunern weitere wichtige Akteure. «Mit unseren verletzten Spieler können wir eine Mannschaft bilden, die um den Titel mitspielt», sagte Huwyler zwar leicht übertrieben, aber es geht schon in diese Richtung. Deshalb war die Chance gross, wenn nicht gar einmalig.

Doch die Badener scheiterten nicht nur an Goalie Winkler und dem Huwyler-Block, sondern auch an sich selber. Sie machten schlicht zu viele Fehler.

In der Abwehr hielt sich dies noch in Grenzen, doch im Angriff waren es eindeutig zu viele technische Fehler oder ungenaue, überhastete und zu wenig vorbereitete Abschlüsse. «Ausschlaggebend war die Wurfeffizienz», brachte es Navarin auf den Punkt. Oder wie es Jonathan Knecht ausdrückte: «Wir machen einfach zu viele Fehler. Und die hat Wacker Thun eiskalt ausgenutzt.»

Damit ist das Cup-Abenteuer für die Stadtturner für diese Saison beendet. Dies ist zwar angesichts der Umstände schade, aber kein Unglück. Denn der Leader der NLB will sich weiter auf sein Saisonziel konzentrieren, einen Platz unter den ersten zwei Teams zu erreichen und um den Aufstieg spielen zu können. Anfangs November geht es mit dem Spitzenkampf gegen Möhlin weiter. Dann muss die Wurfeffizienz wieder deutlich besser werden.

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