Eishockey
Argovia Stars enttäuschen im ersten Heimspiel und verschwinden im Nebel

Trotz vielen Chancen erzielten die Argovia Stars beim ersten Auftritt der jungen 1.-Liga-Spielzeit in der Aarauer Eishalle nur ein Tor. Dies reichte dem Team von Daniel Meier bei Weitem nicht, um Basel Kleinhüningen zu bezwingen.

Fabian Kleeb
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Die Stars (in schwarz) vergeben im Dunst viel zu viele Chancen. Schefer

Die Stars (in schwarz) vergeben im Dunst viel zu viele Chancen. Schefer

Beim Sponsoren-Apéro kurz vor Anpfiff war die Aarauer Welt noch in Ordnung. Der neue Kader und allgemeine Informationen über den Verein wurden präsentiert, Headcoach Daniel Meier stellte sich kurz vor. Zudem wurde auch das erste Saisonspiel auswärts in Interlaken auf überzeugende Art und Weise mit 4:0 erfolgreich gestaltet, bisher alles im Lot also. Niemand ahnte, dass sich dies in den nächsten rund zwei Stunden dermassen ändern würde und Trainer Meier nach dem Spiel gar zu folgenden harten Worten greifen musste: «Die Leistung meiner Mannschaft war den Zuschauern gegenüber eine Frechheit.»

Unnötige Strafen führen zu Gegentoren

Das Startdrittel begann ausgeglichen. Dann machten sich die Gastgeber das Leben selber schwer. Mit drei unnötigen Strafen innert kürzester Zeit ermöglichten die Stars den Gästen aus Basel gleich zwei Überzahl-Tore. Die Basler verwerteten ihre Chancen kaltblütig, die Stars dagegen sündigten im Abschluss reihenweise.

Nebel-Bann schien gebrochen

Dann war da noch die Sache mit dem Dunst in der KEBA. Aufgrund des grossen Temperaturunterschieds zwischen Eis- und Lufttemperatur bildeten sich im Verlaufe des Spiels vermehrt Nebelschwaden. Kurz vor Spielhälfte wurde es dem Spielleiter zu unübersichtlich und er entschied sich, die Partie für kurze Zeit zu unterbrechen. Alle Akteure begaben sich aufs Eis und versuchten mittels Rundenkreisen den hartnäckigen Nebel zu vertreiben. Diese Aktion schien einem Weckruf für die Stars gleich. Zwei Minuten nach dieser Aktion gelang es nämlich Attila Blatter, Basel-Goalie Hohlbaum erstmals zu bezwingen. Der Bann der stark ungenügenden Chancenverwertung schien somit gebrochen.

Nebel wird wieder dichter

Doch das täuschte. Wenige Augenblicke später stellte Basel KLH wieder auf den Zweitorevorsprung. Kurz vor Ende des zweiten Spielabschnitts kam es gar noch schlimmer für den Aargauer 1. Ligisten. Schäublin erhöhte per Shorthander auf 4:1 für die Gäste. Die Geschichte des letzten Drittels ist schnell erzählt. Die Argovia Stars nahmen vergeblich unzählige Anläufe, um endlich den längst verdienten zweiten Treffer zu markieren. Basel Kleinhüningen seinerseits versuchte die Partie so weit wie möglich zu kontrollieren. Der Nebel in der Aarauer Eishalle wurde trotz erneutem Spielunterbruch bis zum Ende der Partie dichter und dichter.

Halb so gut wie in Spiel eins hätte gereicht

Die Gründe für die Aargauer Pleite hat Neo-Trainer Meier sofort erkannt. «Wir sind disziplinlos, unkonzentriert und mit ungenügender Laufbereitschaft aufgetreten.» Im Aargauer Eishockey-Team konnte über die vollen 60 Minuten kein Erfolgshunger ausgemacht werden. Die Mannschaft schlug sich gemäss Headcoach Meier selbst. «Hätten wir halb so gut gespielt wie im gegen Interlaken, hätten wir dieses Match gewonnen.»

Innert Wochenfrist gilt es vor allem die Abschlussschwäche auszukurieren. «Wir müssen den Fokus nun auf die kleinen Dinge richten, um zum Erfolg zurückzufinden», sagt Meier. Zudem gilt es auch an der mentalen Einstellung Verbesserungen anzubringen. Am nächsten Samstag geht es auswärts gegen Brandis. Ein Team, das nach zwei Spielen ebenfalls drei Punkte auf dem Konto hat. Die Argovia Stars wollen dann ohne bedrückenden Nebel, dafür aber wieder mit Erfolg aufspielen.

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