Eishockey 1. Liga
Argovia Stars verlieren deutlich gegen den EHC Unterseen-Interlaken

Zu viele verpasste Chancen führten zur Niederlage der Argovia Stars im Sechspunktespiel um die Playoffqualifikation. Doch auch nach der 3:6-Niederlage stehen die Chancen, sich für die Playoffs zu qualifizieren, nach wie vor sehr gut.

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Den Argovia Stars (hier Marc Gisin) wurde ein Sieg vor Heimpublikum verwehrt.

Den Argovia Stars (hier Marc Gisin) wurde ein Sieg vor Heimpublikum verwehrt.

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Es waren 127 Zuschauer, die am vergangenen Samstag, dem 16. Januar 2016, auf der KEBA in Aarau Zeuge wurden, wie die Argovia Stars es trotz anfänglicher Überlegenheit verpassten, den EHC Unterseen-Interlaken vorentscheidend um die Playoffplätze zu distanzieren. Nachdem am letzten Spiel auswärts gegen den EHC Basel alles für die Aargauer gelaufen war, wollte der Puck diesmal das Glück nicht auf die Seite der jungen Mannschaft bringen. Mangelnde Effizienz, vorab im Überzahlspiel, führte zu einer vermeidbaren Niederlage.

Zu knappe Führung nach dem Startdrittel

Das Heimteam begann stark und erspielte sich gegen den anfänglich klar schwächeren Gegner aus dem Berner Oberland zahlreiche Chancen, welche leider nicht zu einer frühen Führung ausgenutzt werden konnten. Erst in der 17. Minute konnte K. Barz auf Pässe von B. Neher und Ch. Frei in Überzahl das 1:0 erzielen.

Als kurz darauf in der 19. Minute das 2:0 fiel (T. Steiner auf Vorlage von M. Simmen), schien der Bann gebrochen. Nur 17 Sekunden später gelang den Gästen jedoch völlig überraschend und entgegen dem Spielverlauf der Anschlusstreffer zum 1:2, was auch das Drittelsresultat war.

Entscheidung innerhalb von vier Minuten im Mitteldrittel

Das zweite Drittel ging in ähnlichem Stil weiter: Die Argovia Stars waren das spielbestimmende Team, konnten aber die Vorteile nicht in Tore umsetzen. Oft wurde zu kompliziert gespielt und zu wenig gradlinig der Weg zum gegnerischen Tor gesucht, zu verspielt wurde ein Pass zu viel gespielt.

Der EHC Unterseen-Interlaken konnte sich durch Kampf und etwas Glück schadlos halten und holte ab der 36. Minute zu einem vernichtenden Gegenschlag aus: Innerhalb von vier Minuten buchten die kaltblütigen Gäste drei Tore. Der Schock bei den Aargauern sass tief, plötzlich stand das unter Kontrolle geglaubte Spiel 2:4, was auch das Resultat war, mit dem die Teams in die zweite Pause gingen.

Keine Wende im Schlussabschnitt

Von dem Schock aus dem zweiten Abschnitt konnte sich die junge Mannschaft aus dem Aargau dann nicht mehr erholen. Die Scheibe wollte an dem Abend einfach nicht so, wie das Team es gerne gehabt hätte. Entsprechend gelangen den Unterseenern in der 49. und 53. Minute noch die Tore zur zwischenzeitlichen 6:2-Führung. Das 6:3 in der 60. Minute durch M. Simmen auf Pass von T. Steiner war nur noch Resultatkosmetik.

Weckruf für den weiteren Verlauf der Quali-Masterround

Obwohl die Argovia Stars es in diesem Spiel verpassten, den Gegner auf zehn Punkte Distanz zu bringen, sind die Chancen für die Playoffqualifikation nach wie vor sehr gut und man ist deutlich über dem Strich platziert.

Der Dämpfer vom vergangenen Wochenende könnte ein Weckruf für die kommenden wichtigen Spiele sein. Das nächste Heimspiel in der Meisterschaft findet am 30. Januar 2016 um 17.30 Uhr auf der KEBA in Aarau statt. Davor gibt es aber am kommenden Dienstag, dem 19. Januar 2016, um 20.00 Uhr noch das Cupspiel gegen den EHC Adelboden, ebenfalls zu Hause.

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