1. Liga

Argovia Stars vor Herkulesaufgabe: «Werden bereit sein, mehr Risiko einzugehen»

Können die Argovia Stars in der Keba die Belle erzwingen?

Können die Argovia Stars in der Keba die Belle erzwingen?

Nach der 2:5-Niederlage in Wetzikon steht das Team von Roger Gerber mit dem Rücken zur Wand. Mit einem Sieg vor heimischen Publikum am Dienstagabend (ab 20 Uhr) könnten die Argovia Stars die Belle erzwingen, doch die Aargauer gehen verletzungsbedingt als klarer Aussenseiter in die Partie.

«Schönes Wochenende und gute Erholung» – viel mehr wollte Trainer Roger Gerber zu seinem Team nach der 2:5- Niederlage in Wetzikon nicht mehr sagen. «Wir haben alle gesehen, dass der Gegner überlegen war. Da wollte ich nicht mehr ins Detail gehen», so Gerber. 

EHC Wetzikon – Argovia Stars (15.02)

Die Highlights vom Spiel 3: EHC Wetzikon – Argovia Stars (15.02)

«Wetzikon war klar besser»

Der Coach möchte nicht lange um den heissen Brei herumreden: «Wetzikon war klar besser, nach dem ersten Drittel hätten wir eigentlich 0:4 im Rückstand liegen müssen. Sie hatten etwa dreimal so viele Schüsse wie wir.»

Eine Klatsche wurde es am Ende dann doch nicht. Die Argovia Stars mussten mit einer 2:5-Niederlage die Rückreise antreten. Der letzte Treffer war ein Empty Netter. Dass der Gastgeber trotz der Überlegenheit nicht höher gewann, war zum einen Stars-Torhüter Fabio Meier zu verdanken und andererseits auch ein Zeichen dafür, dass sich Gerbers Jungs noch nicht aufgegeben haben. 

«Natürlich wollen wir die Belle erzwingen, das Feuer ist noch bei allen da. Die Saison ist noch nicht vorbei, mein Team hat den Glauben noch nicht verloren», gibt sich der Trainer kämpferisch. Doch Gerber muss auch relativieren: «Mit Thomas Wälti und Pascal Wittwer fallen zwei meiner wichtigsten Routiniers aus. Diese fehlende Qualität kann ich nicht kompensieren. Wir wissen, dass wir vor einer Herkulesaufgabe stehen.» 

«Gegner ist uns physisch überlegen»

Gerbers Team ist jung. Fünf Spieler haben einen 2000er Jahrgang oder sind sogar noch jünger. Hingegen steht bei Wetzikon derzeit kein einziger Spieler auf dem Eis, der nach der Jahrtausendwende geboren wurde. «Wir mussten mit diesem Kader in dieser Serie bisher sehr viel Lehrgeld bezahlen. Wetzikon spielt ein enorm physisches Spiel und die Refs liessen auch immer viel durchgehen. Das kann die jüngeren Spieler schon einschüchtern», erklärt Gerber leicht verärgert.

Roger Gerber hat die Saison noch nicht abgeschrieben.

Roger Gerber hat die Saison noch nicht abgeschrieben.

Der Coach erhofft sich, dass die Schiedsrichter am kommenden Dienstag in der Keba eine klarere Linie verfolgen: «Wenn der Gegner schon physisch überlegen ist und dann stetig noch ungestraft Ellenbogen-Checks austeilen darf, wird es für uns schwierig.»

Nun geht es für den Trainer darum, seine Spieler mental richtig einzustellen: «Eines ist klar, wir gehen als krasser Aussenseiter in diese Partie. Wir wissen zwar, dass wir auch mit diesem lädierten Team Wetzikon bezwingen können, aber es muss schon sehr vieles für uns laufen, damit es zu einem Spiel 5 kommt.»

«Werden bereit sein, mehr Risiko einzugehen»

Für Gerber ist deshalb klar: «Wir gehen am Dienstag All In und wollen den Ausgleich in der Serie um jeden Preis schaffen. Falls wir merken, dass der Gameplan nicht aufgeht, werden wir bereit sein, mehr Risiko einzugehen.» 

3 Tore in den letzten beiden Partien: Marc Gisin weiss, wie man Wetzikon ärgert.

3 Tore in den letzten beiden Partien: Marc Gisin weiss, wie man Wetzikon ärgert.

Ein packendes viertes Spiel in der Keba ist angerichtet. Die Argovia Stars wollen die Playoff-Stimmung in der Keba noch einmal aufsaugen und geniessen: «Ich hoffe, dass uns die Zuschauer nach vorne peitschen und uns so eine weitere Überraschung ermöglichen», wünscht sich Coach Gerber. 

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