Landhockey
Auch die Frauen von Rotweiss Wettingen holen den Meistertitel

Die Landhockeyanerinnen von Rotweiss Wettingen setzen sich in der Finalserie gegen Genf zweimal mit 2:1 durch und gewannen so die sechste Meisterschaft in Folge.

Alexander Wagner
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Fredi Waelti

Die Männer von Rotweiss Wettingen wurden vor einer Woche Schweizer Meister. Das Frauenteam gewann das Hinspiel auf der Bernau in Wettingen am Samstag mit 2:1 und mit dem gleichen Resultat setzen sie sich gestern im Rückspiel auch in Genf durch. Dadurch gewannen die Rotweissen den sechsten Titel in Serie.

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Alexander Wagner

Erst im letzten Spiel sicherten sich die Frauen von Rotweiss Wettingen die Finalqualifikation. Während der regulären Saison war das Team noch souverän, wie in den letzten Jahren. Dann verloren die Serienmeisterinnen zwei Partien knapp. Mit ein Grund waren sicherlich die vielen Verletzungen und Krankheiten, welche den gewohnten Rhythmus brachen. «Zudem sind viele Spielerinnen seit September 2015 praktisch ohne Unterbruch im Einsatz», sagt Trainer Michael Kloter. Mit der Hallen- und der Freiluftsaison sowie den Einsätzen an den Europacupturnieren und im Nationalteam liessen praktisch keine Pausen mehr zu. «Bei einigen war die Luft etwas draussen», gibt der frühere Nationalspieler zu und ergänzt: «In manchen Situationen fehlte auch das Selbstvertrauen.»

Im Final-Hinspiel am Samstag gingen die Genferinnen zunächst in Führung. Doch Rotweiss konnte reagieren und die Partie noch mit 2:1 für sich entscheiden. Die Wettingerinnen hatten mehrere hochkarätige Möglichkeiten, liessen sie aber allesamt aus, inklusive eines verschossenen Penaltys. «In der zweiten Halbzeit waren wir dominant und hätten mindestens noch einen Treffer erzielen müssen», erklärte Kloter nach seinem letzten Spiel auf der Bernau. Er trainiert das Frauenteam von Rotweiss die vierte Saison und macht jetzt mal eine Pause.

Auch in Genf mussten die Wettingerinnen den ersten Gegentreffer hinnehmen. Doch Stephanie Wälti konnte noch vor dem Seitenwechsel ausgleichen. Und Raffaela Triebold sicherte mit ihrem Tor nicht nur den Sieg, sondern den sechsten Meistertitel in Serie. «Wir waren sicherlich nicht mehr so dominant wie in der zweiten Halbzeit im Hinspiel», meinte Stürmerin Stephanie Wälti nach der Partie selbstkritisch. Aber nach dem Seitenwechsel spielten die Titelverteidigerinnen stark auf und hielten in einer erneut harten Partie dagegen. «Am Ende war es einfach nur noch ein Kampf, keinen Gegentreffer mehr zu kassieren», so Wälti, bevor es zur Meisterfeier mit ihren Teamkolleginnen ging.