Aargauer Fussballcup

Auslosung der Sechzehntelfinal im Aargauer Cup: Wie bei den Grossen

Ein Augenschein bei der Sechzehntelfinal-Auslosung des Aargauer Fussballcups – mit Ex-Nationalspieler Marc Hodel als Glücksfee. Aus sportlicher Sicht sind die zwei Zweitliga-Duelle ein Highlight. Zudem kommt es in Veltheim zum Cupknaller gegen Brugg.

«Sieht so wirklich eine Fee aus?», lacht Marc Hodel und zeigt auf seine Kleidung. Ein Spruch, der die leicht angespannte Atmosphäre auflockern soll. Fünf Minuten noch bis zur Auslosung der Sechzehntelfinals des Aargauer Fussballcups, die erstmals ausserhalb der Verbandsgeschäftsstelle stattfindet.

Und zwar im Ausstellungsraum der Garage Zimmerli in Aarau Rohr, bei welcher der 13-fache Schweizer Nationalspieler und ehemalige GC-, St. Gallen-, FCZ-, Aarau-, Baden- und Wohlen-Profi Marc Hodel vor einigen Jahren als Investor eingestiegen ist.

«Von Autos selber habe ich ehrlich gesagt nicht viel Ahnung, ich kümmere mich vor allem ums Marketing und den Aufbau des Standorts hier in Rohr», so Hodel, der seit Juni wieder im Trainergeschäft aktiv ist und mit dem FC Wettingen in der 2. Liga inter nach vier Runden den zweiten Rang belegt.

Ein kleiner Makel

Als sogenannter Premium Partner des Aargauischen Fussballverbands (AFV) ist Hodels Garage der erste Gastgeber der Cup-Auslosung. «Wir sind ein innovativer Verband und machen mehr, als Resultate zu verwalten und Bussen einzutreiben», sagt AFV-Geschäftsführer Hannes Hurter, «die neuen digitalen Kanäle sind eine ideale Plattform, um den Kontakt zu unseren Mitgliedern und Sponsoren zu pflegen.» Heisst: Die Sechzehntelfinal-Auslosung in der Garage wird via Livestream auf dem Facebook-Profil des AFV übertragen.

Das Set-up ist professionell und durchaus vergleichbar mit einer Auslosung bei den «Grossen», den Profiklubs: Hoch-Tische, AFV-Mikrofon, Sponsorenwand, mit Hodel eine prominente Glücksfee und mit AFV-Vorstand und Wettspielkommissions-Präsident Armando Granzotto ein Aufpasser für den korrekten Ablauf.

Kleiner Schönheitsfehler und ein Hinweis, dass wir im Amateurfussball sind: Die Kugeln haben nicht alle die gleiche Farbe. Um Schummelvorwürfe im Keim zu ersticken, wird Hodel gebeten, beim Griff nach den Kugeln in eine andere Richtung zu schauen.

«Feedbacks zur Facebook-Auslosung gut»

Schon kurz nach Hurters Begrüssungsworten zeigt sich: Weit mehr als 100 Interessierte schauen irgendwo im Kanton zu. Die Zahl bleibt stabil, bis Hodel die letzte der 32 Kugeln aus dem Topf gefischt hat. «Von Anfang bis Ende eine dreistellige Zuschauerzahl ist sehr gut», sagt Hurter, «ob und wie weit sich die Zahl steigern lässt, müssen wir herausfinden.»

Im Hintergrund sitzt der neue Verbandspräsident Luigi Ponte und nickt zustimmend. «Wir vom AFV wollen das verstaubte Image von Verbänden auflockern und probieren viele Dinge aus – ohne Garantie, aber mit Überzeugung, dass sie gut ankommen. Die Feedbacks zur Cup-Auslosung auf Facebook sind sehr gut und es wird vor allem geschätzt, dass der AFV neue Wege geht.»

Als alle 16 Partien feststehen, beginnt unter den Anwesenden die Fachsimpelei. Ponte ist zufrieden mit den Paarungen und sagt: «Mit Suhr gegen Rothrist und Othmarsingen gegen Schönenwerd-Niedergösgen haben wir zwei Duelle zwischen Zweitligisten, das sind aus sportlicher Sicht die Knüller. Mit Veltheim gegen Brugg haben wir aber auch ein schönes Derby, dort wird es sicher ein grosses Cupfest geben.»

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