Fussball, 1. Liga

Baden gewinnt das Derby gegen Wohlen knapp mit 2:1 – und zittert

Der FC Baden sieht lange wie der sichere Sieger aus im Derby, führt nach 47 Minuten mit 2:0. Dann wird Wohlen stärker und schafft fast noch den Ausgleich. Es ist die erste Niederlage für die Freiämter.

Bei spätsommerlicher Temperatur und gut gefülltem Stadion hätte der FC Baden die Partie gegen den FC Wohlen schon früh in die richtige Richtung lenken können. In der dritten Minute lanciert Herger Stürmer Teichmann, der alleine vor dem Wohler Torwart scheitert. Es ist allerdings ein Ausrufezeichen und unterstreicht die ambitiöse Badener Startphase. Die Esp-Truppe stört den Gegner früh und provoziert immer wieder Fehlpässe. In den ersten acht Minuten agieren aber auch die Aargauer Konkurrenten zielbewusst und versuchen schnell nach vorne zu spielen. Grössere Chancen gibt es aber kaum.

Nach der Badener Führung wird es giftig

In der 17. Minute wird es erstmals laut im Esp. Der Wohler Milicaj stösst Weilenmann im Strafraum in den Rücken. Diskussionslos verwandelt Teichmann den anschliessenden Strafstoss und drückt diesem Spiel seinen Stempel auf. Auf das Tor folgt die Wut. Etliche Rangeleien und zwei gelbe Karten erfolgen in den Minuten nach dem Tor. Schiedsrichter Rothenfluh müsste allerdings einige mehr ziehen – das Spiel droht ihm zwischenzeitlich zu entgleiten. Die hitzigen Gemüter zeigen aber auch, wie viel für beide Teams auf dem Spiel steht. Neben den Punkten geht es hier schliesslich auch um die Vormachtstellung im aargauischen 1.-Liga-Fussball.

Baden bestimmt dieses Derby klar bis zur 30. Minute, das vor allem von packenden Zweikämpfen geprägt ist – von Wohlen erfolgen bis dahin nur zwei Weitschüsse.

In der 37. Minute müsste der Wohlener Stürmer Milicaj eigentlich die rote Karte sehen. Wie von einer Tarantel gestochen rennt er Jakovljevic nach und fällt diesen ungestüm. Schiedsrichter Rothenfluh schickt den bereits verwarnten Spieler aber nicht vom Feld – eine klare Fehlentscheidung. Dann ist Halbzeit – Zeit, um die Gemüter ein wenig abzukühlen.

Cirelli, Hübel und Künzli im Mittelpunkt

Kaum beginnt die zweite Halbzeit, steht es bereits 2:0. Herger setzt sich im Strafraum gleich gegen mehrere durch und legt ab auf Cirelli. Dieser vollstreckt die Auflage gekonnt in die rechte Ecke. Sieben Minuten nach dem 2:0 hat Doda die bislang beste Wohler Chance. Marvin Hübel im Badener Tor pariert den verdeckten Schuss aus 15 Metern Entfernung aber souverän.

In der 68. Minute zeigt Hübel, weshalb er heute das Tor hütet beim FC Baden. Nach einem Volley von Seferi aus nächster Nähe, pariert der 17-jährige Schlussmann reflexartig. Es geht hin und her. Vier Minuten später köpfelt Laski den Ball nach einem Eckball völlig alleistehend am Tor vorbei. Beide Teams haben nun Chancen, ein Tor zu schiessen. Der FC Wohlen macht das schliesslich auch. Nach einem Eckball von Seferi schiesst der junge Künzli den mittlerweile verdienten Anschlusstreffer. Nicht eng genug gedeckt und vor Hübel am Ball, hat er keine Probleme, diese Vorlage zu versenken. In den letzten 15 Minuten ist somit wieder alles offen.

Erleichterung bei Baden

Vier Minuten vor Ende hat Lugo den Ausgleichstreffer auf dem Fuss. Er trifft den Ball fünf Meter vor Hübel aber nicht richtig und so rollt der Ball neben das Tor.

In den letzten Sekunden hat Baden gleich zweimal eine Überzahlsituation. Beide Male können die Stürmer das Spiel aber nicht endgültig entscheiden.

Nach über fünf Minuten Nachspielzeit pfeift der Schiedsrichter schliesslich dieses aufregende Derby ab. Der Badener Trainer Ranko Jakovljevic ist sichtlich erleichtert und auch seine Spieler liegen sich nach dieser Partie in den Armen. «Derbysiege sind wichtig, aber noch viel mehr freuen mich die drei Punkte, die wir heute kämpferisch und spielerisch verdient haben», sagt Jakovljevic. Zufrieden ist er auch mit Torhüter Hübel und sagt: «Marvin hat sehr viel Potenzial.» Erleichtert schlendert er davon.

Der Liveticker zum Nachlesen:

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