Die Statistik spricht eine klare Sprache: In den bisherigen NLB-Begegnungen hat Siggenthal/vom Stein die Nase fast immer vorn gehabt. Vier Siege und ein Unentschieden bei einem Torverhältnis von 143:124 zu Gunsten der HSG weisen auf eine Übermacht hin, die so auf dem Feld nicht immer zu spüren war. Und da jede Serie irgendwann endet und Derbys ihre eigenen Gesetze haben, darf sich Städtli 1 am Samstag durchaus Aussenseiterchancen ausrechnen.

Aussenseiter, denn was Städtli 2015/2016 an Verletzungspech erlebt, ist wirklich ausserordentlich und sorgt dafür, dass die Mannschaft ihr Potenzial in dieser Saison kaum je wirklich ausspielen konnte. Natürlich bringt man jeweils trotzdem genügend Spieler aufs Feld, und die können sich auch immer wieder richtig gut in Szene setzen. Aber die Trainingsintensität mit so einem schmalen Kader hoch zu halten, gestaltet sich schwierig. Da sind die Batterien eben schneller leer.

Lädierter Trainer

Das Verletzungspech seiner Spieler hat Trainer Björn Navarin entgegen seiner Absicht dazu gezwungen, aufs Feld zurückzukehren – was ihm im Auswärtsspiel gegen Schaffhausen eine Wadenverletzung eingetragen hat. Ob er am Samstag eingesetzt werden kann, steht somit in den Sternen.

Trotzdem oder gerade deshalb wird der Stadtturnverein alles daran setzen, die nächsten Punkte zu holen. Nicht nur, um endlich den ersten Sieg im Limmat-Derby zu buchen, sondern auch, um wieder etwas mehr Distanz zur Region des Strichkampfs zu gewinnen.