Fussball, 1. Liga

Baden verliert das Spitzenspiel gegen Biel mit 0:2 – schwer wiegen ein Fehler und zwei rote Karten

Zweite Niederlage de suite. Der FC Baden unterliegt im Spitzenspiel dem FC Biel-Bienne mit 0:2. Die Entscheidung fällt in der zweiten Halbzeit und ist sehr ärgerlich für die Badener. Am Ende haben sie auch zwei Platzverweise zu beklagen.

Emotionen. Sie gehören zum Sport und natürlich auch zum Fussball. Emotionen. Sie gehören einfach dazu – positiv oder negativ. Am Samstag haben dem FC Baden im Spitzenspiel gegen Biel den Sieg gekostet. In der schwierigsten Phase des Spiels überbordeten beim Heimteam die Emotionen – teilweise komplett.

Am Ende muss der FC Baden zwei Platzverweise hinnehmen. Stürmer Roman Herger fliegt nach einer Verwarnung wegen Motzens (59.) und einem Foul (81.) vom Feld. Captain Luca Ladner sieht sogar beide Verwarnungen wegen Reklamierens. Schiedsrichter Filipe Morais verteilt die gelben Karten gegen den FC Baden wie der Beck morgens die warmen Brötchen. Am Ende zückt er neunmal gelb gegen Baden. Zweimal hat dies einen Platzverweis zur Folge. Herger und Ladner fehlen am Mittwoch im nächsten wichtigen Spiel gegen Solothurn.

Auch Landammann Dieth am Spiel

Dabei sah für den FC Baden vieles zunächst sehr gut aus. Nach zwei Minuten sehen die Zuschauer einen ersten Kracher. Yves Weilenmann setzt seinen Versuch an den Pfosten. Eine Viertelstunde später wird ein Schuss von Patrik Muff ins Aussennetzt gelenkt.

Landammann Markus Dieth (links) erhält einen FC-Baden-Wimpel von Präsident Heinz Gassmann (rechts).

Landammann Markus Dieth (links) erhält einen FC-Baden-Wimpel von Präsident Heinz Gassmann (rechts).

Unter den Zuschauern weilt an diesem Abend auch der Aargauer Landammann Markus Dieth. Er, der früher selbst beim FC Davos Fussball gespielt hat, sieht ein Spitzenspiel, das von viel Taktik geprägt ist. Biel, ungeschlagener Spitzenreiter, ist sehr gut organisiert und lässt wenig zu. Im Spiel nach vorne unternehmen die Seeländer aber wenig. So verwundert den Pausenstand von 0:0 nicht. Markus Dieth sagt in der Pause, er glaube, dass diejenige Mannschaft gewinne, die das erste Tor schiesse. Es sollte stimmen.

Den Kopf verloren

In der 55. Minute ist es soweit und das erste Tor fällt. Nach einem Abstoss von Marvin Hübel wird Cedric Franek von drei Bielern unter Druck gesetzt, verliert den Ball und Santos kann unbehelligt einschiessen.

Drei Minuten später stehen wieder Franek und Hübel im Fokus. Ersterer foult Ferreira im Strafraum, woraufhin Zweiterer den Elfmeter pariert. Riesenjubel im Esp – doch Baden hat das Spiel nicht mehr im Griff.

Es hadert mit den Entscheidungen des Unparteiischen und lässt sich provozieren. Im Spiel nach vorne geht dann nicht mehr allzu viel – oder zumindest nicht so viel, wie gewohnt. Ein Tor von Laski wird wegen Handspiels aberkannt, ein Schuss von Herger kann Biel-Keeper Grivot stark parieren.

Solothurn wartet

In der Nachspielzeit laufen die Badener dann noch in einen Konter hinein und Dindamba setzt mit dem 0:2 den Schlusspunkt. Der Jubel in einer regelrechten Traube von Spielern und mitgereisten Fans aus dem Seeland ist sicher nicht Corona-konform, hat aber am Ausgang des Spiels keinen Einfluss.

Nach nun zwei Niederlagen in Serie muss Baden unbedingt wieder zu seinem Spiel finden. Das nächste Spiel steht bereits am Mittwoch auf dem Programm, Gegner ist dann der FC Solothurn. Biel ist weiterhin ungeschlagen und nun sechs Punkte vor Baden in der Tabelle. Der Sieg gegen Solothurn ist auch deshalb wichtig, damit der Anschluss an den Leader einigermassen gewahrt werden kann. Er wird aber nicht einfach zu bewerkstelligen sein, weil ja Herger und Ladner – zwei wichtige Akteure – gesperrt fehlen.

Der Liveticker zum Nachlesen:

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