Beachvolleyball
Ballzauber am Küntener «Strand»

Das Wetter war so, wie der Anlass – perfekt. An der AEW-Beach-Trophy, der Aargauer Meisterschaft im Beachvolleyball, fehlte es an nichts. Toller Sport, tolles Wetter und ein toller Zuschaueraufmarsch.

Adrian Köchli
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Dass die Zuschauer so zahlreich erschienen sind, zeigt auch, dass sich Beachvolleyball endgültig von einer Randsportart zur Funsportart entwickelt hat. Speziell ist dies so im Aargau, wie auch der Präsident von Swiss Volley Aargau Roger Müller bestätigt: «Wir haben unseren Status als Beachvolleyball-Macht Nr. 1 in der Schweiz eindrucksvoll untermauert in dieser Saison.»

Eine Zahl unterstreicht diese Aussage besonders: Alleine im Jahr 2011 wird Swissvolley Aargau 100 (!) Turniere ausgetragen haben. Somit ist dies die grösste Tour der Schweiz. Gross war auch der Sport, der den Zuschauern in Künten geboten wurde. Es wurden in den Kategorien B1, B2, B3 und S36 die Titel des Aargauer Meisters vergeben.

Spannende Entscheidungsspiele

Besonders die höchste Kategorie B1 war eine äusserst spannende und enge Angelegenheit. Dort trafen Marco Siragna/Thomas Wicky und Phillipp Noever/Gabriel Bartholdi aufeinander. Im ersten Satz des Finals lagen Siragna/Wicky zwar immer in Führung, doch deutlich war diese nie. Am Ende holten sie sich dank dem intelligenteren Spiel die Satzführung. Auch in Satz 2 schien alles unter Kontrolle zu sein für das Duo Siragna/Wicky. 17:10 schienen Siragna/Wicky gegen Noever/Bartholdi beruhigend in Führung zu liegen, als die Finger doch noch anfingen, zu zittern.

Doch zum Schluss reichte es für Siragna/Wicky doch noch zu einem knappen 22:20-, 21:19-Sieg und damit zum Aargauer Titel. Künten war so was wie der letzte Vorgeschmack auf die Junioren-Schweizer-Meisterschaft, die Ende Woche in Lenzburg und Seon stattfinden wird. Auch dort wird es wieder heiss zu- und hergehen und es wird sich zeigen, ob die Athletinnen und Athleten an dieser Schweizer Meisterschaft der Hitze genauso trotzen wie jene in Künten und für Ballzauber sorgen. Hoffentlich treffen dann auch die richtigen Teams ein.

Denn am Rande der AEW-Beach-Trophy gab es noch eine witzige Anekdote, als sich ein Walliser Team in Künten verirrte. Falscher Ort, falsches Turnier – blöd gelaufen, kann man da nur sagen. Und ein bisschen schmunzeln muss man darüber auch. Denn wer fährt schon gern 6 Stunden vergebens in der Schweiz herum.

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