Karate
Balsam für die Seele der Aargauer Kartekämpferin Elena Quirici

In Spanien gewann Elena Quirici ihr drittes Turnier in Serie und endlich darf sie auch in der Schweiz wieder normal trainieren.

Martin Probst
Drucken
Teilen
Elena Quirici mit der Goldmedaille für ihren Sieg in Spanien.

Elena Quirici mit der Goldmedaille für ihren Sieg in Spanien.

Zvg / zvg

Neues Jahr, neues Glück? 2021 hat für Elena Quirici gut begonnen. Seit Jahresbeginn darf sie in der Schweiz endlich wieder normal, also mit Gegnerkontakt, trainieren. Bald reist sie mit dem Schweizer Karatenationalteam in ein Trainingslager. Es ist eine erste Rückkehr in ein normales Sportlerleben, nachdem Corona im vergangenen Jahr fast alles in Quiricis Leben auf den Kopf gestellt hat.

Auch sportlich läuft es sehr gut. In Spanien konnte Quirici bereits ihr drittes Turnier in Serie gewinnen. Dank der Erlaubnis des spanischen Verbandes, der die Aargauerin als Bereicherung für die Liga sieht und als Gradmesser für die Konkurrenz, darf die 26-Jährige in der nationalen Meisterschaft Spaniens starten.

Bereit sein, wenn es zählt

Eingefädelt hat den Kontakt ihr Freund Raul Cuerva Mora. Der Spanier ist wie Quirici Karatekämpfer. Und als das Training in der Schweiz eingeschränkt war, verbrachte das Paar viel Zeit in seiner Heimat, wo sie bessere Bedingungen hatten. Quirici muss sich nach der Verschiebung der Olympischen Spiele von 2020 ins aktuelle Jahr erneut für Tokio qualifizieren.

Noch zwei Qualiturniere stehen auf dem Plan. Wichtig ist es für sie, in Form zu sein, wenn es losgeht. Umso mehr schätzt Quirici die Möglichkeit, in Spanien an Wettkämpfen teilnehmen zu können. Die Siege geben ihr viel Selbstvertrauen. Sie sagt:

Es zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Nach einer so langen Pause ohne Ernstkämpfe ist jedes Turnier Balsam für die Seele.

Gefreut hat Quirici auch, dass sie erneut als Aargauer Sportlerin des Jahres nominiert ist. Damit hat sie die Chance, ihren Titel nach dem Triumph im Vorjahr zu verteidigen.
Martin Probst