Volleyball-NLA

Das Maximum erreichen: Volley Schönenwerd will in seiner zehnten NLA-Saison durchstarten

Ein Doppeljubiläum und hohe Ansprüche: Volley Schönenwerd feiert sein 10-Jahre-NLA-Jubiläum und zugleich den Start in die 40. Saison.

Ein Doppeljubiläum und hohe Ansprüche: Volley Schönenwerd feiert sein 10-Jahre-NLA-Jubiläum und zugleich den Start in die 40. Saison.

Volley Schönenwerd startet mit hohen Ambitionen und einem rundum erneuerten Kader in seine 40. Meisterschaftssaison. Neu mit von der Partie ist dabei der aus Polen stammende Passeur Nikodem Wolański.

Bei Volley Schönenwerd ist eigentlich alles angerichtet für eine spektakuläre Saison: Vor zehn Jahren feierte der Verein den Aufstieg in die NLA, in der er sich seither halten konnte, nun startet er in die 40. Saison. Nach der rauschenden Jubiläumsfeier im September beginnt am kommenden Wochenende gegen Volley Amriswil endlich wieder der Ernst des Lebens.

Neu mit von der Partie ist dabei der polnische Passeur Nikodem Wolański. Der 25-Jährige spielte zuletzt in seiner Heimat und konnte sich mit seinem Verein Jastrzębski Węgiel genauso wie Schönenwerd am Ende der Saison die Bronze-Medaille sichern. Im Land des amtierenden Doppelweltmeisters aufgewachsen, bedeutet ihm der Sport alles. «Es fällt mir schwer, mir mein Leben ohne Volleyball vorzustellen. Nach Familie und Freunden ist der Sport das Wichtigste für mich», sagt er. Seit er 10 Jahre alt ist, spielt er Volleyball, seit diesem Sommer zum ersten Mal in der Schweiz.

Eine Mannschaft voller Weltmeister

Zu seinem Wechsel nach Schönenwerd hat die fehlende Spielpraxis bei seinem letzten Verein geführt. Der Konkurrenzkampf bei Jastrzębski Węgiel war hoch. Die Mannschaft ist gespickt mit Spielern aus der Nationalmannschaft. Voller Weltmeister. Dass er den Platz nicht allzu oft von Nahem sehen würde, war Wolański von Anfang an bewusst. «Ich bin dorthin gewechselt, um zu lernen und mir das Verhalten der besten Spieler der Welt abzuschauen. Jetzt möchte ich das Gelernte anwenden», sagt er.

Wie gewohnt sind die Anforderungen an ihn dabei hoch, das Ziel bei der Kaderplanung war klar: «Wir wollten ein Team erschaffen, das wir in den Top 3 platzieren können», sagt Sportchef Daniel Bühlmann. Nach dem Abgang von Diagonalangreifer Daniel Rocamora sind nur noch zwei ausländische Spieler unter Vertrag. Einmal mehr will der Klub auf Schweizer (National-)Spieler setzen. «Das möchten letztlich alle Teams, aber man muss als Verein auch einmal über den Schatten springen und dazu stehen. Das machen wir immer wieder», sagt Bühlmann.

Der Herausforderung stellen

Seinen Neuzuzug Wolański bezeichnet er «als Schlüsselspieler der kommenden Saison». Doch während sich sein Landsmann Marcin Ernastowicz in der vergangenen Saison schon bewährt hat, muss sich Nikodem Wolański dieser Herausforderung erst noch stellen. Aus der polnischen Liga ist er sich Druck gewohnt, hohe Anforderungen bringen ihn nicht aus der Ruhe. «Wenn du ein Sportler bist, darfst du dich nicht darüber beklagen. Wer unter Stress gut spielen kann, der kann viel erreichen», sagt Wolański.

Nervenstärke für den Kampf um den lang ersehnten Titel wäre also genügend vorhanden. Trotzdem möchte sich niemand zu einer genauen Saisonprognose hinreissen lassen, selbst wenn ein Titel der sonst schon aussergewöhnlichen Saison quasi das Sahnehäubchen aufsetzen würde. «Das hängt immer von verschiedenen Faktoren ab. Natürlich möchten wir den Titel, die Spieler ebenso. Aber es ist immer eine Gratwanderung. Wir probieren, das Maximum zu erreichen, mehr kann ich dazu nicht sagen», so Bühlmann. Ähnlich klingt das Ganze bei Wolański.

Nach erst drei Testspielen kann er das Niveau noch nicht einschätzen. Dass Volleyball in seinem Heimatland populärer ist als hierzulande, fiel ihm allerdings schnell auf. Dass auch in der Schweiz mehr Fans an die Spiele kommen, liegt Wolański am Herzen. «Mit unseren Punkten und Siegen will ich dafür sorgen, dass mehr und mehr Fans an die Spiele kommen», sagt er. Sein grosses Ziel? Eine bis auf den letzten Platz besetzte Betoncoupe-
Arena – und ganz sicher auch ein würdiges Ende einer spektakulären Saison.

NLA. Männer. Das erste Spiel: Amriswil - Schönenwerd Samstag, 17 Uhr.

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