Neuer Standort
Das neue Turnzentrum Aargau wird in Lenzburg gebaut – in Bahnhofsnähe

Der Zentralvorstand des Aargauer Turnverbandes (ATV) hat sich in den letzten Monaten intensiv mit dem neuen Standort des Turnzentrums Aargau auseinandergesetzt und mehrere Standorte geprüft. Nun hat er sich für Lenzburg entschieden.

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Das aktuelle Aargauer Turnzentrum in Niederlenz

Das aktuelle Aargauer Turnzentrum in Niederlenz

zvg

Der Lebensmittel-Hersteller Traitafina AG bietet dem Turnverband einen Teil der firmeneigenen Landreserve zum Kauf an. Nach wenigen Sitzungen und persönlichen Gesprächen mit Traitafina-Eigentümer Hermann Bader deren Geschäftsleitung stand für den ATV fest, das Angebot vertieft zu prüfen. Nach sechs Wochen und einer Machbarkeitsprüfung besiegelten die Traitafina AG und der ATV schliesslich den Landkauf. "Ein Wort zählt bei mir und in unserer Gruppe viel", sagt Markus Zimmermann, CEO der Traitafina AG.

Betriebsinhaber Hermann Bader freut sich über die Zusage des Turnverbandes: "Mit unserem Beitrag hat der Turnsport Aargau, dem ich persönlich sehr verbunden bin, die dringend nötige Planungssicherheit für sein neues Turnzentrum."

ATV-Präsident Jörg Sennrich blickt voller Tatendrang in die Zukunft: «Der Verband ist erfreut und erleichtert.» Die letzten Wochen und Monate seien sehr intensiv gewesen. "Wir haben Projekt- und Standortoptionen sowie die Rahmenbedingungen im Zusammenhang mit einer nachhaltigen Entwicklung des Aargauer Turnsports genau analysiert."

Ideale Voraussetzungen

Der ATV kann das Traitafina-Grundstück in Lenzburg zu "einem angemessenen Preis erwerben", schreibt er in seiner Mitteilung. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Lage. Das künftige Turnzentrum Aargau befindet sich nur 500 Meter vom SBB-Bahnhof entfernt.

Der ATV schreibt, mit dem Standortentscheid für das Nachfolgeprojekt von Niederlenz einen ersten Meilenstein erreicht zu haben und spricht von einer "idealen Lösung".

Dieser Entscheid eröffne dem Aargauer Turnverband alle Bauoptionen auf dem Grundstück. Der Planungs- und Finanzierungsprozess könne nun weitergeführt werden. Maximal 25 Prozent der Kosten übernimmt der Kanton in Form von Beiträgen aus dem Swisslos-Sportfonds. Für den ATV verbleiben Investitionen in der Höhe von acht bis elf Millionen Franken, wie es im Mai hiess.

Nebst Lenzburg hat der ATV auch die Standorte Siggenthal (Zusätzlicher Neubau und Einmietung im Sportzentrum "GoEasy") sowie Küttigen (Neubau unterhalb des Sportplatzes Ritzer mit langfristigem Baurechtsvertrag) geprüft.

Unterstützung durch Stadt Lenzburg

Die Stadt Lenzburg hat in den letzten Wochen viel zur schnellen Abwicklung und der Beschaffung der notwendigen Entscheidungsgrundlagen beigetragen. Stadtammann Daniel Mosimann ist erfreut über den Standortentscheid. "Die zentrale Lage, die Infrastruktur und die gute Erreichbarkeit aus allen Regionen im Kanton bieten optimale Voraussetzungen für eine langfristige und beständige Zusammenarbeit mit dem Aargauer Turnverband."

Turnzentrum von nationaler Bedeutung

Die jüngsten Erfolge der Aargauer Turner bestätigen, dass der Turnsport im Aargau Zukunft hat. "Der Aargauer Turnverband hatte mir in Niederlenz ideale Rahmenbedingungen geboten, um Topleistungen und den Sprung nach oben zu erreichen", sagt Oliver Hegi, Europameister am Reck und EM-Bronzegewinner am Barren 2018.

Jörg Sennrich ist begeistert von den neuen Perspektiven, denn die guten Resultate der Aargauer Spitzenturnerinnen und -turner im Kunst- und Geräteturnen haben zum vorzüglichen Ruf des Aargauer Turnzentrums beigetragen. "Der Neubau soll wegweisend sein. Mit dem neuen Turnzentrum schlagen wir das nächste Kapitel auf und schreiben die Erfolgsgeschichte weiter. Das neue Zentrum in Lenzburg ist systemrelevant, ein Kompetenzzentrum von nationaler Bedeutung." (AZ)