Red Lions Reinach

«Das Projekt stirbt nicht mehr» – Red Lions Reinach erreichen Meilenstein

Raphael Zahner kann zufrieden sein mit der Leistung seiner Mannschaft.

Raphael Zahner kann zufrieden sein mit der Leistung seiner Mannschaft.

Die Red Lions Reinach haben zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den Klassenerhalt auf dem sportlichen Weg erreicht. Nun will Trainer Raphael Zahner mit einem seriösen Sommertraining den Grundstein legen, um grössere Ziele zu erreichen.

Es ist zweifellos ein Meilenstein, den die Red Lions Reinach in diesen Tagen erreicht haben. Dank dem 4:0-Heimsieg in der Relegation gegen den HC Luzern hat Trainer Raphael Zahner mit seiner Mannschaft zum ersten Mal in der dreijährigen Geschichte des Retortenklubs den Klassenerhalt auf sportlichem Weg erreicht.


Die 31 erspielten Punkte – bisheriger Bestwert des Klubs – kommen jedoch nicht von ungefähr. Dank Trainer Zahner ist in Reinach innerhalb von wenigen Monaten eine solide Basis entstanden, um künftig ein Playoff-Anwärter zu werden. «Ich kann es nicht leugnen, vor der Saison wollte kaum einer nach Reinach kommen. Nun haben wir 21 Spieler, die in der kommenden Spielzeit unter Vertrag stehen, darunter auch drei Neuzuzüge», sagt Zahner. «Diese Saison macht unser Team interessanter. Externe Spieler merken, dass hier etwas entsteht, das macht es auch für mich leichter, neue Verstärkungen zu beschaffen.»

Im Aargau darf man sich auch künftig über Derbys zwischen den Red Lions Reinach und den Argovia Stars freuen.

Im Aargau darf man sich auch künftig über Derbys zwischen den Red Lions Reinach und den Argovia Stars freuen.

Playoffs sind das Ziel


Die Entwicklung der Red Lions ist um so beachtlicher, wenn man bedenkt, dass die Reinacher vor Jahresfrist noch mit elf Spielern in der Playout-Serie gegen Villars antreteten mussten und am Ende den Klassenerhalt dank eines reglementarischen Verstosses des Gegners realisierten. Nun sieht es ganz anders aus: «Wir haben endlich einen funktionierenden Kern. Das ist die Basis, um durchzustarten», sagt Zahner. Für den Trainer ist klar: «Unser Ziel für die kommende Saison sind die Playoffs.»

Die Red Lions Reinach wollen in der kommenden Saison durchstarten.

Die Red Lions Reinach wollen in der kommenden Saison durchstarten.


Obwohl die Red Lions in dieser Woche noch zwei bedeutungslose Relegations-Partien absolvieren müssen, ist Trainer Zahner gedanklich bereits bei der Planung für die neue Saison. Den Grundstein für eine erfolgreiche Spielzeit hat er bereits gelegt. Das Sommertraining ist geplant und die Vorbereitungspartien mit den gegnerischen Teams vereinbart. «Der Kickoff für die neue Saison beginnt bei uns am nächsten Montag.»


Über 100 Unternehmen leisten Unterstützung


In der kommenden Spielzeit dürfen Zahner und sein Team auf ein wachsendes Umfeld zählen: «Das Projekt stirbt nicht mehr, dass ist den Leuten nun seit dieser Saison bewusst. Wir erhalten immer mehr Unterstützung von allen Seiten», betont Zahner. Auch die Entwicklung der Zuschauerzahlen gestalte sich positiv: «Beim Derby und gegen Luzern hatten wir bis zu 350 Zuschauer, das waren unsere Peaks.»

Coach Raphael Zahner hat die Red Lions aus der Krise geführt.

Coach Raphael Zahner hat die Red Lions aus der Krise geführt.


Nicht unschuldig daran ist Albert Fässler: «Wir mussten kreativ werden, um unser Budget aufzustocken. Mit zwei Aktionen konnten wir die Unterstützung von über 100 Unternehmen gewinnen, das ist überwältigend», sagt der Marketingstratege der Red Lions. Zum einen haben die Reinacher Heimspiele an Gemeinden aus der Umgebung verkauft. Diese konnten dadurch Gratistickets an die Einwohner verschenken. Eine Aktion, die nicht nur Geld, sondern auch neue Zuschauer eingebracht hat.

21 Spieler haben bei den Red Lions bereits einen Vertrag für die neue Saison.

21 Spieler haben bei den Red Lions bereits einen Vertrag für die neue Saison.

Zum anderen konnten Gelder durch Spieler-Sponsoring diverser Unternehmen erwirtschaftet werden. «Insgesamt konnten wir durch diese Bemühungen ein Budget von 300'000 Franken stemmen, das ist deutlich mehr als in der vorangehenden Spielzeit», erklärt Fässler. Auf die kommende Saison werde man an dieser Strategie festhalten und erhofft sich dabei, dass das Budget um 50'000 Franken aufgestockt wird, erklärt Fässler. Das Geld soll in erster Linie in die Strukturen rund um das Team investiert werden, damit das Ziel von den Playoffs irgendwann realisiert werden kann.

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