Fussball

Das zweite Debüt von Swen König im Dress des FC Aarau

Aaraus Torhüter Swen König (rechts) ist beim Thuner Führungstreffer zum 2:1 durch Sadik (links) machtlos. Christian Pfander/freshfocus

Aaraus Torhüter Swen König (rechts) ist beim Thuner Führungstreffer zum 2:1 durch Sadik (links) machtlos. Christian Pfander/freshfocus

Beim FC Aarau kam es vor dem 2:2-Remis in Thun zur Goalie-Rochade. Am vierten Spieltag stand Swen König anstelle von Joël Mall zwischen den Pfosten. Ersterer hatte vor über neun Jahren schon einmal ein Super-League-Spiel im FCA-Trikot bestritten.

Etwas mehr als 70 Minuten waren gespielt, als der Aarauer Torhüter Swen König einen Abschluss von Michael Siegfried aus kürzester Distanz mit einem starken Reflex zu Nichte machte und seine Vorderleute auf diese Weise vor einem dritten Gegentreffer bewahrte. Eine Schlüsselszene – und ein Weckruf für die Aarauer, deren beherztes Auftreten am Ende doch noch mit dem Ausgleich in der Nachspielzeit durch Davide Callà belohnt wurde.

Die Instabilität der Verteidigung

Am vierten Spieltag kam es also bereits zur Rochade auf der FCA-Torhüterposition. Bislang war Aufstiegskeeper Joël Mall als Stammkraft gesetzt gewesen. Der Aarauer Cheftrainer René Weiler wollte seine Entscheidung «für König – und nicht gegen Mall» verstanden wissen. Auch sei nicht Malls Patzer bei der 2:4-Niederlage vor einer Woche beim Grasshopper Club Zürich, als er vor dem dritten und entscheidenden Gegentreffer eine Freistossflanke verpasste, alleinig ausschlaggebend gewesen; schliesslich habe er nicht nur eine einzelne Aktion bewertet, sondern vielmehr auf eine grundlegende Instabilität der Defensive reagiert. «Als Trainer muss ich bereits im Voraus antizipieren», sagte Weiler zu seinem Wechsel nach drei Spieltagen.

König bleibt fehlerfrei

«Viele Überlegungen» habe er sich dabei gemacht, gab Weiler nach dem Abpfiff zu Protokoll. Am Ende hätten «seine Abgeklärtheit und Erfahrung» für Swen König gesprochen – mit dem Ziel der jungen Aarauer Hintermannschaft mehr Sicherheit zu vermitteln. In den drei Meisterschaftsspielen vor dem Gastspiel in Thun musste Aarau neun Tore hinnehmen – oftmals durch defensive Unzulänglichkeiten verursacht. Gestern kamen zwei Gegentreffer hinzu, wobei König beide Male machtlos war. Insgesamt zeigte er eine fehlerfreie Leistung mit einer guten Strafraumbeherrschung. Und wenn er gebraucht wurde, war König zur Stelle. So wie in der 71. Minute. Der Keeper erfuhr erst an der Teambesprechung von seiner Nomination.

«Mühsame» Gegentreffer

Natürlich sei er «aufgeregt» gewesen, «aber als Torhüter bin ich jederzeit einsatzbereit». König zeigte sich nach seiner Rückkehr zwar «zufrieden mit dem Ergebnis», ärgerte sich aber auch über die «mühsamen Gegentreffer» in der ersten Halbzeit. Die Unachtsamkeiten seiner Vorderleute vermochte nämlich auch König nicht gänzlich zum Verschwinden zu bringen.

Aus Sicht von Swen König war es wie ein zweites Debüt beim FC Aarau. Am 23. Mai 2004 hatte er zum ersten und bislang letzten Mal im FCA-Trikot zwischen den Torpfosten gestanden, musste bei seiner damaligen Premiere in der Super League gegen den FC Zürich aber viermal hinter sich greifen. Nun lief der gebürtige Rupperswiler zum zweiten Mal für Aarau auf.

König wohl auch gegen YB

Auch wenn sich René Weiler nicht festlegen wollte, ist davon auszugehen, dass die Einsatzstatistik von König schon nächste Woche beim Heimspiel gegen Leader Young Boys weiteren Zuwachs erhalten wird.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1