GP Rüebliland
Der aussergewöhnliche GP Rüebliland: Die wichtige Bühne für Radsport-Talente

Weshalb der gehobene und internationale GP Rüebliland für Jungprofis wie Marc Hirschi ein bedeutendes Rennen war und welche Folgen der Sieg für seine Karriere hatte.

Marcel Kuchta
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«Der GP Rüebliland ist auf Juniorenstufe eines der wichtigsten Rennen überhaupt. » Marc Hirschi.

«Der GP Rüebliland ist auf Juniorenstufe eines der wichtigsten Rennen überhaupt. » Marc Hirschi.

KEYSTONE

Der Blick ins «Goldene Buch» des GP Rüebliland ist eindrücklich: Roman Kreuziger, Bobby Jungels, Mathieu van der Poel oder Marc Hirschi gehören zu den aktiven Radprofis, die das Junioren-Etappenrennen im Kanton Aargau einst zu ihren Gunsten entschieden haben. Viele weitere zukünftige Stars der Veloszene sammelten auf den Strassen des Rüeblilands wertvolle Erfahrungen.Und so manches Talent wurde während des dreitägigen Wettkampfs schon entdeckt.

«Der GP Rüebliland ist auf Juniorenstufe eines der wichtigsten Rennen überhaupt. Der Blick auf den Palmarès zeigt, dass man gute Aussichten hat, auch später bei den Profis zu bestehen, wenn man hier ein gutes Resultat erzielt hat. Und das sehen natürlich auch die Manager der Profiteams, die immer nach Talenten suchen», erklärt Marc Hirschi, der Schweizer Neo-Profi, der in seinem ersten Jahr auf World-Tour-Niveau bereits einige herausragende Resultate auszuweisen hat. Zuletzt wurde er Fünfter der Binck-Bank-Tour in Belgien. Anfang August hatte er die «Clasica» in San Sebastian auf Rang drei beendet.

Marc Hirschi, der grosse Schweizer Hoffnungsträger

Der 21-jährige Hirschi ist als amtierender U23-Weltmeister der grosse Hoffnungsträger des Schweizer Radsports und gilt als Leader einer Generation vielversprechender Talente, die sich fast alle im Rahmen des GP Rüebliland bewährt haben.

Hirschi sagt: «Für mich war der Sieg am GP Rüebliland der Durchbruch. Von dort an bin ich auch auf internationalem Niveau immer vorne mitgefahren.» Und er betont, dass gerade für den Schweizer Nachwuchs der GP enorm wichtig sei. Nur die Waadtland-Rundfahrt gilt hierzulande neben dem GP Rüebliland als Junioren-Rennen von gehobenem, internationalem Niveau.

Starke Konkurrenz

«Es haben viel mehr junge Fahrer aus unserem Land die Gelegenheit, sich mit den besten Junioren der Welt zu messen. Schon allein die Chance, mal in einem grösseren Feld mitzufahren, ist extrem lehrreich. Bei den normalen Schweizer Rennen sind viel weniger Teilnehmer am Start», erklärt Hirschi. Zur gezielten Nachwuchsförderung in der Schweiz werden übrigens Kantonal- und Regionalmannschaften für das Etappenrennen selektioniert.

Der Berner Hirschi, der für das Deutsche World-Tour-Team Sunweb fährt, sieht das Erfolgsgeheimnis des GP Rüebliland auch darin, dass «der Kurs sehr anspruchsvoll und abwechslungsreich ist. Es hat Sprintetappen, Teilstücke mit Steigungen und ein Zeitfahren. Man muss ein sehr kompletter Fahrer sein, um an diesem Rennen ganz vorne mitfahren zu können.»

Die Konkurrenz ist jedenfalls stark. Auf Einladung des Organisationskomitees nehmen Nationalmannschaften aus Europa sowie Übersee teil. Das Interesse ausländischer Teams ist sehr gross, da die WM vor der Tür stehen. Das ermöglicht, dass die stärksten Nachwuchs-Teams spannenden Radrennsport auf den Strassen des Kantons Aargau bieten können.

GP Rüebliland
1. Etappe: Freitag, 30. August. Rheinfelden–Schupfart 95 km


2. Etappe: Samstag, 31. August. Hägglingen–Hägglingen 68 km


3. Etappe: Samstag, 31. August Zeitfahren in Hägglingen 9 km


4. Etappe: Sonntag, 1. September Wohlen–Wohlen 119 km

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