Fussball 1. Liga

Der FC Muri konnte gegen die Black Stars nicht das Maximum herausholen

Tobias Müller im Angriff.

Tobias Müller im Angriff.

Der FC Muri beendet die Vorrunde mit einem 3:3 gegen die Black Stars und überwintert auf Rang 10.

Das Spiel gegen die Black Stars im heimischen Stadion Brühl vom Sonntag war sinnbildlich für die gesamte Vorrunde des FC Muri. Die Equipe von Trainer Carmine Pascariello zeigte über die gesamte Spielzeit vor allem kämpferisch eine einwandfreie Leistung. Zwei Mal holten die Murianer einen Rückstand auf und gingen in der 71. Minute gar mit 3:2 in Führung. Doch am Ende brachten sie sich zum wiederholten Mal in dieser Saison um den Lohn für die gute Leistung. Kurz vor Schluss kassierten sie nach einem Eckball noch den Ausgleich.

«Das ist natürlich sehr ärgerlich, denn eigentlich hätten wir die drei Punkte verdient. Leider waren wir am Schluss etwas unkonzentriert und einige Spieler waren wohl mental auch etwas müde», so Pascariello. «Dennoch bin ich zufrieden. Meine Mannschaft hat auch in diesem Spiel Charakter gezeigt und zwei Mal einen Rückstand aufgeholt. Das ist sicher positiv.»

Punkte liegen lassen

Nach dem 3:3-Unentschieden gegen die Black Stars geht der FC Muri mit 15 Punkten aus 14 Partien in die Winterpause. Dies ist gleichbedeutend mit dem 10. Rang in der 1. Liga Gruppe 2. Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann, wenn man bedenkt, dass der FC Muri in der Sommerpause die halbe Mannschaft ausgewechselt hat und während der Saison mit Verletzungspech zu kämpfen hatte. «Wir könnten durchaus fünf oder sechs Punkte mehr auf dem Konto haben. So gesehen haben wir in der Vorrunde nicht das Maximum herausgeholt, aber die Leistungen meiner Mannschaft waren – mit Ausnahme des Spiels gegen Sursee – immer gut. Vor allem, dass wir trotz den vielen Wechseln im Sommer so schnell zu einem Team zusammengewachsen sind, macht mich stolz», lobt Pascariello seine Equipe, die derzeit drei Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge aufweist.

Vor allem in der Defensive wussten die Murianer in der Vorrunde zu gefallen. Lediglich 20 Treffer haben die Freiämter in der laufenden Saison kassiert. Das ist der viertbeste Wert der Gruppe. «In der Abwehr arbeiten wir wirklich toll, sind gut organisiert und die Spieler setzen meine Ideen sauber um», sagt Pascariello, der seine Hintermannschaft als eine der stärksten der Liga bezeichnet. In der Offensive hapert es dagegen noch ein wenig. Nicht etwa, weil sich die Murianer zu wenig Chancen erarbeiten würden, sondern weil derzeit die nötige Effizienz noch fehlt. Etwas, das sicherlich auch zu einem Teil den zahlreichen verletzungsgbedingten Absenzen geschuldet ist. «Ich hatte im Sturm praktisch nie alle Spieler zur Verfügung. Das war sicher nicht optimal», sagt Pascariello.

Trainingslager und Testspiele

Der 32-Jährige liebäugelt daher damit, in der Winterpause noch einen erfahrenen Offensivspieler nach Muri zu holen. «Natürlich wollen wir auch in der Rückrunde gezielt unseren eigenen Nachwuchs fördern. Wir haben bislang in dieser Saison vier A-Junioren eingesetzt, aber etwas mehr Erfahrung würde uns sicher guttun», so der frühere Mittelfeldspieler des FCM.

Bis im Dezember wird die erste Mannschaft noch weitertrainieren. Danach gibt es einige trainingsfreie Wochen, bis dann Mitte Januar die Vorbereitung wieder aufgenommen wird. Zusätzlich zum geplanten Trainingslager Mitte Februar in Marbella will Pascariello mit Testspielen dafür sorgen, dass seine Mannschaft den Matchrhythmus möglichst schnell wieder findet und zum Rückrundenstart im März bereit ist. Denn trotz der ansprechenden ersten Saisonhälfte ist das Ziel «Ligaerhalt» noch längst nicht im Trockenen.

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