Aargauer-Cup

Der FC Suhr ist nach nervenstarkem Penalty-Schiessen im Cupfinal

Suhr-Goalie Patrick Wanner avancierte zum Cuphelden und lässt sein Team vom Titel träumen. otto lüscher

Suhr-Goalie Patrick Wanner avancierte zum Cuphelden und lässt sein Team vom Titel träumen. otto lüscher

FC Suhrs Goalie Patrick Wanner avanciert im Halbfinal des Aargauer-Cups gegen den FC Kölliken zum Cuphelden. Nach 120 Minuten stand es 1:1 unentschieden, das Penaltyschiessen musste entscheiden und Wanner parierte zwei Schüsse.

Was tun, wenn der Halbfinal der Champions League zwischen Bayern München und Real Madrid, die Eishockey-Finalissima zwischen dem SC Bern und den ZSC Lions und der Aargauer-Cuphalbfinal Suhr gegen Kölliken am gleichen Abend stattfinden? Keine einfache Frage.

Gestern Abend fanden jedenfalls nur gerade 120 Zuschauer den Weg ins kleine, aber schmucke Stadion Hofstattmatten. Sie kamen in den Genuss eines unterhaltsamen, intensiven und vor allem spannenden Spiels, welches erst im Penaltyschiessen entschieden wurde.

Nachdem es nach 120 Minuten 1:1 stand, bewiesen die Suhrer Schützen vom Elfmeterpunkt Coolness und Nervenstärke: Rafed Bayazi, Rame Neziri und Bertan Kanik trafen, während die Kölliker Marco Werthmüller, Christian Oer und Kirijahn Sivanathan scheiterten. Mann des Spiels zwar Suhrs Torhüter Patrick Wanner, der zwei Elfmeter auf mirakulöse Art und Weise abwehren konnte.

Erster Penalty nach 20 Minuten

Für den Suhrer Trainer Elvir Melunovic war schon vor dem Anpfiff klar: «Wer dieses Spiel gewinnen will, der muss Kampfgeist und Leidenschaft zeigen. Ein Vorteil für uns ist der Umstand, dass wir im Gegensatz zu Kölliken einen Lauf haben.» Kölliken hatte allerdings den besseren Start.

Und als Suhr-Goalie Wanner Robin Hängärtner nach 20 Minuten innerhalb des Strafraums von den Beinen holte, kam die Mannschaft von Trainer Andi Bürgisser zu einer Penaltychance. Roger Werthmüller lief an, scheiterte aber am gut reagierenden Wanner. Nach einer halben Stunde kam Suhr besser ins Spiel. Rafed Bayazi verpasste den Führungstreffer kurz vor dem Wechsel nur knapp.

Ausgleich in Unterzahl

Den besseren Start zur zweiten Halbzeit hatte erneut Kölliken. Während David Urech und Hängärtner ihre hochkarätigen Möglichkeiten jedoch nicht nutzen konnten, war Suhr kaltblütiger. Rafed Bayazi traf in der 53. Minute nach herrlicher Vorarbeit von Melunovic zum Führungstreffer. Ob der Ball nach Bayazis Schuss allerdings hinter der Linie war oder nicht, bleibt ungewiss.

Nach Suhrs 1:0 strebte Kölliken vehement den Ausgleichstreffer an. Und das 1:1 fiel dann auch. Obwohl Markus Hofer nach 83 Minuten wegen Reklamierens die gelb-rote Ampelkarte sah, gelang Hängärtner kurz vor dem Schlusspfiff doch noch das Tor zum verdienten Ausgleich. Nachdem es in der Verlängerung keine weiteren Tore gab, kam es zum nervenaufreibenden Penaltyschiessen. Mit dem glücklicheren Ende für die Suhrer.

Bleibt zu guter Letzt der Hinweis, dass die beiden Mannschaften am Freitag an gleicher Stätte erneut gegeneinander spielen. Diesmal in der Meisterschaft. Ob den Köllikern die Revanche gelingen wird?

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