EHC Aarau
Der Fluch des EHC Aarau gegen Wiki ist gebannt

Der EHC Aarau bezwingt den ewigen Angstgegner nach Penaltyschiessen mit 6:5. Ein historischer Sieg - die Aarauer hatten seit über 20 Partien nicht mehr gegen Wiki-Münsingen gewinnen können. Es war auch der erste Aarauer Sieg in der Masterround 2012.

Melanie Wirz
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Wikis starken Männern endlich den Meister gezeigt: Aaraus Marc Gisin (links) nagelt Daniel Wegmüller an der Bande fest. Alexander Wagner

Wikis starken Männern endlich den Meister gezeigt: Aaraus Marc Gisin (links) nagelt Daniel Wegmüller an der Bande fest. Alexander Wagner

Wiki-Münsingen war der ewig unbezwingbare Angstgegner in der 1. Liga. Unglaubliche 21 Spiele in Folge lastete der Fluch des Verlierens auf dem EHC Aarau. Nun, im 22. Spiel, gelang es den Adlern, den Bann zu brechen und mit einem 6:5-Sieg nach Penaltyschiessen Wikis starke Männer zu bezwingen.

Ein Sieg, der beinahe historisch scheint und zeitgleich der erste in der Masterround 2012 ist. Denn diese verlief für den EHC Aarau bisher alles andere als optimal. Eine Pechsträhne verfolgte das Team von Trainer Patric With, liess ganze vier Stammspieler verletzungsbedingt ausfallen. «Wir hatten keinen guten Start in die Masterround. Ganze fünfmal verloren wir mit nur einem Tor Differenz. Das Glück stand definitiv nicht auf unserer Seite», erklärte With.

Kampf ums Heimrecht

Doch nun ist seine Mannschaft zurück auf dem Weg nach oben. Das Ziel, Rang vier und damit das Heimrecht in den Viertelfinals zu bekommen, ist wieder in Reichweite. «Ich brauche meine Spieler gar nicht mehr zu motivieren, das tun sie schon von selbst, denn sie wollen genauso etwas erreichen wie ich», so der Trainer.

Die Motivation der Adler war vor allem im ersten Drittel der Partie gegen den EHC Wiki-Münsingen deutlich spürbar. Bereits in der 5. Minute brachte Boris Neher sein Team erstmals in Führung. Wiki-Münsingen machte es den Aarauern allerdings nicht leicht. Die Berner spielten schnell und präzise. Die Defensive der Gastgeber war mehr als nur gefordert, hielt dem Druck allerdings Stand. Mit dem zweiten Treffer durch Nico Boner in der 19. Spielminute war das erste Drittel erfolgreich überstanden.

Auf gutem Weg

Nach dem Start des zweiten Drittels senkten die Gäste das Tempo und den Adlern fiel nichts Besseres ein, als sich dem anzupassen. Der feine Unterschied zwischen den beiden Teams: Wiki-Münsingen glänzte mit gekonntem Zusammenspiel, gefolgt von platzierten Abschlüssen, was bereits in der 36. Minute zum Ausgleich führte.

Trainer With war trotz dem schlechten zweiten Drittel zufrieden mit der Leistung seiner Spieler: «Es ist die Kontinuität, die konstante Konzentration über 60 Minuten oder länger, was uns oft noch fehlt. Aber wir sind auf einem guten Weg.»

Eiserner Wille in eisiger Kälte

Das letzte Drittel war gezeichnet von Spannung pur. Nur 51 Sekunden nach Wiederanpfiff wurden die Aarauer in die Knie gezwungen und mussten erstmals die Führung an die Berner abgeben. Entmutigen liess sich, trotz eisiger Kälte, auf und um die Keba jedoch niemand. Mit eisernem Willen kämpfte sich der EHC Aarau zum 5:5-Ausgleich. Massgeblich daran beteiligt war Torhüter Marco Mathis, der eine seriöse Leistung bot. Und am Ende geschah im Penaltyschiessen das, was gegen die Berner unmöglich schien: Die Adler konnten den Match für sich entscheiden und bannten somit den Fluch, der ganze 21 Partien belegte.

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