NLA-Handball

Der Topskorer fühlt sich wohl: Diogo Oliveira dürfte seinen Vertrag beim HSC Suhr Aarau bald verlängern

HSC-Topskorer Diogo Oliveira trifft 6,5 Mal pro Partie – das ist der zweitbeste Wert der Liga.

HSC-Topskorer Diogo Oliveira trifft 6,5 Mal pro Partie – das ist der zweitbeste Wert der Liga.

Der 22-jährige Portugiese dürfte seinen Vertrag beim HSC Suhr Aarau verlängern – auch Dank Landsmann João Ferraz. Mit 6,5 Treffern pro Partie weist Oliveira in dieser Statistik den zweitbesten Wert der NLA auf.

Bis zum 15. Februar hatte die Führung des HSC Suhr Aarau jegliche kadertechnischen Verhandlungen abgeschlossen haben wollen.

Dies, damit sich die Mannschaft möglichst ohne Ablenkung auf den einen Monat später, am 15. März, stattfindenden Cupfinal gegen die Kadetten Schaffhausen hätte vorbereiten können. Ganz geklappt hat es nicht. Die Zukunft von Diogo Oliveira hatte sich nicht in dieser Frist regeln lassen.

6,5 Treffer pro Partie sind der zweitbeste Wert der Liga

Das ist insofern nicht weiter verwunderlich, als dass der 22-jährige Portugiese seit seiner Ankunft beim HSC Anfang Oktober des vergangenen Jahres in der NLA so richtig eingeschlagen hat: 97 Treffer – davon 37 Siebenmeter – in 15 NLA-Partien und 17 Treffer – davon sechs Siebenmeter – in drei Cup-Partien hat der Rückraumspieler bis dato erzielt.

Damit ist er der erfolgreichste Werfer seines Teams und die Nummer 8 der NLA-Torschützenliste. Die 6,5 Treffer pro Partie sind sogar der zweitbeste Wert der Liga. Nur Hleb Harbuz vom HC Kriens-Luzern (7,0) ist noch treffsicherer.

Trotz Angeboten: Ein Verbleib beim HSC zeichnet sich ab

Oliveiras Leistungen blieben weder im In- noch im Ausland unbemerkt. Entsprechend wurde die Verhandlungsposition des Spielers nicht nur durch seine Leistungen, sondern auch durch das eine oder andere eingetrudelte Angebot gestärkt.

Doch nun zeichnet sich eine Lösung im Sinne beider Parteien ab: Dem Vernehmen nach sollen die Gespräche zwischen dem Verein und dem Spieler weit fortgeschritten sein. Es deutet alles auf einen Verbleib Oliveiras beim HSC hin.

Eine offizielle Bestätigung dieser Sachlage steht derzeit zwar noch aus, dürfte aber in den Tagen nach dem Heimspiel in der Aarauer Schachenhalle von morgen Sonntag gegen den BSV Bern (Anpfiff: 16 Uhr) vermeldet werden.

HSC hat Oliveira durch schwierige Zeit geholfen

Diese Vermutung wird auch durch Oliveiras Sympathiebekundungen für den HSC gestützt: «Ich fühle mich sehr wohl hier», sagt er. «Der Trainer und die Mannschaft haben mich sehr gut aufgenommen und mir nach der schwierigen Zeit geholfen.»

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Sunny days 🙌🏽☀️🇨🇭

Ein Beitrag geteilt von Diogo Oliveira (@diogoliveira10) am

Bei Balingen-Weilstetten war Oliveira in der laufenden Spielzeit und vor seinem Wechsel in den Aargau zu keinem Einsatz mehr gekommen. Dabei hatte er in der vergangenen Saison seinen Beitrag zum Aufstieg in die 1. Bundesliga geleistet.

Umso glücklicher ist Oliveira nun über die Einsatzzeit und die Verantwortung, die er bei Suhr Aarau erhält.

Dass mit João Ferraz nur drei Wochen nach seiner Verpflichtung ein weiterer Portugiese zum HSC stiess, hat das Wohlbefinden noch gesteigert – auch bei Oliveiras Freundin, die mit ihm in Oberentfelden lebt: «Sie geniesst es, dass sie mit Joãos Ehefrau eine Freundin in der Nachbarschaft gefunden hat, mit der sie portugiesisch sprechen kann.»

Mathias Müller steht vor dem Abgang

Sobald Oliveiras Vertragsverlängerung unterschrieben ist, gibt es im Hinblick auf die kommende Saison nur noch eine offene Kaderfrage. Denn Oliveira war im Herbst als Ersatz für Mathias Müller verpflichtet worden, weil der 24-jährige Rückraumspieler aufgrund eines Knorpelschadens im Knie hatte operiert werden müssen.

Nun scheint Müller schneller als erwartet auf die Platte zurückkehren zu können. Sollte es allerdings nicht noch zu ungeplanten Abgängen kommen, ist eher nicht zu erwarten, dass sein im Sommer auslaufender Vertrag verlängert wird. Dafür fehlen dem HSC wohl die finanziellen Mittel.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1