Corona-Virus

Die abgebrochene Handball-Saison wird nicht gewertet – eine bittere Pille für den TV Möhlin und den STV Baden

Der TV Möhlin und sein Topskorer Alexander Velz (l.) steigen nach dem Verbandsentscheid definitiv nicht in die NLA auf.

Der TV Möhlin und sein Topskorer Alexander Velz (l.) steigen nach dem Verbandsentscheid definitiv nicht in die NLA auf.

Die vor einer Woche aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochene Handball-Saison 2019/20 wird nicht gewertet. Das betrifft gleich mehrere Aargauer Klubs in den beiden höchsten Ligen massiv: Der TV Endingen steigt damit definitiv nicht in die NLB ab, während der TV Möhlin und der STV Baden definitiv nicht aufsteigen werden.

«Die Meisterschaft 2020/21 wird mit der gleichen Ausgangslage gestartet wie die Meisterschaft 2019/20.» Der Satz stammt aus der Medienmitteilung des Schweizerischen Handballverbandes SHV vom Freitagnachmittag.

Kurz und bündig: Die vor etwas mehr als einer Woche aufgrund der Corona-Virus-Pandemie abgebrochene Saison 2019/20 wird nicht gewertet. Es gibt weder Auf- noch Absteiger.
Das trifft zwei Aargauer Handballklubs ganz besonders brutal: den TV Möhlin und den STV Baden.

Sie hatten die NLB zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs angeführt und waren auf bestem Weg in die Aufstiegsplayoffs. Dort hätten Möhlin und Baden den Aufsteiger in die NLA in einer Best-of-5-Serie untereinander ausgemacht. Nun wurden sowohl die Fricktaler als auch die Limmatstädter um ihre Aufstiegschance gebracht.

Gelassenheit beim TV Möhlin

Beim TV Möhlin nimmt man den Entscheid des Verbandes gelassen hin: «Immerhin haben wir jetzt Planungssicherheit in Sachen Ligazugehörigkeit», sagt Vereinspräsident Simon Mahrer und fügt an: «Ich kann die Entscheidung nachvollziehen. Jede andere Option hätte zu viele weitere Probleme mit sich gebracht.»

Er geht nicht davon aus, dass der TV Möhlin gegen den Verbandsentscheid Einsprache erheben wird. «Ich kann das zwar nicht alleine entscheiden – dazu braucht es den gesamten Vorstand – aber es gilt jetzt die Situation zu akzeptieren.»

Geht der STV Baden gegen den Entscheid vor?

Ganz anders klingt es beim STV Baden. «Diesen Entscheid kann ich nicht akzeptieren», sagt Städtli-Trainer Björn Navarin. «Damit geht der Verband den Weg des geringsten Widerstandes. Die NLA-Klubs werden sich kaum dagegen wehren und gleichzeitig werden die ‹Kleinen› aus der NLB kaum dagegen aufbegehren.»

Ob der STV Baden gegen den Entscheid des Verbandes vorgehen wird, kann der ehemalige HSC-Spieler zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht sagen: «Das müssen wir mit der Vereinsführung anschauen.»

TVE bleibt in der NLA

Erfreulicher ist der Entscheid des SHV für den TV Endingen. Die Surbtaler, die zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs bereits als Teilnehmer der Playoutserie gegen den RTV Basel festgestanden waren, müssen nicht mehr um den Ligaerhalt zittern.

«Natürlich ist es schön, dass wir nächste Saison weiter in der NLA spielen dürfen. Aber als Sportler kann man sich gar nicht richtig freuen. Natürlich schon über die Tatsache an sich, aber nicht über die Art und Weise. Es ist so oder so ein Seich», sagt Christian Villiger, Geschäftsführer beim TVE.

HSC darf weiter auf Cupfinal hoffen

Noch offen ist, ob der HSC Suhr Aarau seinen Cupfinal gegen die Kadetten Schaffhausen nachträglich wird bestreiten können. Diesbezüglich hat der Handballverband am Freitag nur bekannt gegeben, dass der ursprünglich auf den vergangenen Sonntag angesetzte Cupfinal-Event nicht neu terminiert werde.

Ob allerdings einzelne Cupfinals nachgeholt werden, wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

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