FC Aarau
Die ewige Leier: FC Aarau bringt sich gegen GC einmal mehr um seinen Lohn

Der FC Aarau unterliegt Leader GC im Brügglifeld mit 0:1. Ein verschossener Penalty von Olivier Jäckle sowie ein Geschenk von Simon Enzler leiten die unglückliche Niederlage ein. Besonders bitter ist dieses Spiel für die Aarauer, weil ein Unentschieden gemessen an den Chancen mehr als verdient gewesen wäre.

Sebastian Wendel
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Enttäuschte Aarauer nach der unnötigen Niederlage gegen die Grasshoppers.
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Erhitzte Gemüter im Brügglifeld in den letzen Minuten.
Zum Haareraufen: FCA-Trainer Stephan Keller sieht einmal mehr, wie sich seine Mannschaft für einen guten Auftritt nicht belohnen kann.
Die Aarauer vergeben in den letzten Minuten gute Möglichkeiten zum Ausgleich.
GC-Trainer Joao Carlos Pereira darf zufrieden mit der Ausbeute seiner Mannschaft sein.
Der FC Aarau drückt bis zum Schluss auf den Ausgleich – gelingen will dieser jedoch nicht.
Filip Stojilkovic versucht die Niederlage abzuwenden.
Leon Bergsma zeigt einmal mehr einen tadellosen Einsatz.
Nach Flutlichtmasten-Ausfall muss im Brügglifeld zur Sicherheit die Feuerwehr aufgeboten werden.
Marco Aratore fällt in der ersten Halbzeit nicht besonders auf und wird entsprechend zur Halbzeit eingewechselt.
Ausgerechnet Jäckle, der für seine guten Standards bekannt ist, scheitert an GC-Goalie Mateo Matic.
Petar Misic kann das Leder nicht im Zürcher Netz unterbringen.
Olivier Jäckle verschiesst kurz vor der Pause einen Elfmeter.
Die beiden Mannschaften begegnen sich nach der Länderspiel-Pause auf Augenhöhe.
Grosser Ärger bei FCA-Goalie Simon Enzler – er leitet mit einem Ausrutscher den Gegentreffer ein.
Die Grasshoppers jubeln über den Führungstreffer.
Marco Aratore soll den abwesenden Gashi in der Offensive ersetzen.
FCA-Trainer Stephan Keller schenkt Routinier Elsad Zverotic das Vertrauen.
Mats Hammerich darf mal wieder von Beginn weg im Aarauer Zentrum agieren.
Die Partie ist in den Startminuten ziemlich hart umkämpft.
Donat Rrhudhani versucht sich durchzutanken.
Marco Aratore kommt einen Schritt zu spät.
Kevin Spadanuda beschäftigt in der Startphase die GC-Verteidigung.

Enttäuschte Aarauer nach der unnötigen Niederlage gegen die Grasshoppers.

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Noch ein Eckball. FCA-Captain Elsad Zverotic kommt zum Schuss – abgewehrt! Nächster, endgültig letzter Versuch – doch die Flanke von Liridon Balaj ist viel zu harmlos. Und damit symptomatisch: Nach dem kurz darauf ertönenden Schlusspfiff bleibt aus Aarauer Sicht die bittere Erkenntnis, dass mehr möglich gewesen wäre. Viel mehr.

Die Aarauer haben gegen Ende der Partie gute Möglichkeiten, um den Ausgleich zu erzielen.

Die Aarauer haben gegen Ende der Partie gute Möglichkeiten, um den Ausgleich zu erzielen.

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Und so wiederholen sich die Ereignisse: Wie gegen Thun (0:1) und gegen Kriens (2:2) bringt sich der FC Aarau um den Lohn, um die drei Punkte, die ihm gemessen an der Leistung und dem Chancenverhältnis zugestanden wären.

Aarau lässt sechs Grosschancen liegen

Wollten die Spieler etwa die Worte ihres Trainers Stephan Keller untermauern? Der sagte vor dem GC-Spiel im Interview mit der Aargauer Zeitung: «Statistisch gehören wir europaweit zu den Mannschaften, die im Verhältnis zum Aufwand am schlechtesten wegkommen. Wir nützen aktuell nur 20 Prozent unserer Torchancen.»

Dieser Wert hat sich gegen die Zürcher sogar noch verringert. Gleich sechs (!) Grosschancen lässt Aarau liegen, darunter ein schwach geschossener Penalty von Olivier Jäckle, dem jedoch eine Fehleinschätzung von Schiedsrichter Nicolas Jancevski vorangeht: GC-Verteidiger Toti springt der Ball kurz vor der Pause nicht an die Hand, sondern ins Gesicht.

Olivier Jäckle ärgert sich über den verschossenen Elfmeter.

Olivier Jäckle ärgert sich über den verschossenen Elfmeter.

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Neben Jäckle sündigen Kevin Spadanuda, Petar Misic und der eingewechselte Liridon Balaj. Sie alle scheitern aus bester Position am eigenen Unvermögen oder an GC-Goalie Matic. Verrückt: Zwischen der 20. und 24. Minute reiht Aarau vier Grosschancen aneinander.

Gashis Ausfall machte sich bemerkbar

Die Frage drängt sich auf: Wie wäre das Spiel ausgegangen, hätte Aarau auf seinen sechsfachen Torschützen Shkelzen Gashi zählen können? Der 32-Jährige ist krank gemeldet, ob Corona oder eine «normaler» Infekt dahintersteckt, bleibt bis dato ungeklärt. Fakt ist: Gashis Kaltblütigkeit vor dem gegnerischen Tor hätte dem FC Aarau gegen GC sehr gut getan.

Konnten kaum Torgefahr kreieren: Marco Aratore und Petar Misic wurden zur Pause ausgewechselt.

Konnten kaum Torgefahr kreieren: Marco Aratore und Petar Misic wurden zur Pause ausgewechselt.

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Das Aarauer Sturmduo bilden an diesem Abend zu Beginn Marco Aratore und Petar Misic. Zwei klein gewachsene Leichtgewichte, die in dieser Saison noch ohne Torerfolg sind. Die beiden reiben sich gegen die robusten GC-Verteidiger auf, sehen aber kein Land.

Ihre Auswechslung zur Pause ist logisch und bezeichnend für die grosse Schwachstelle eines spielerisch gefälligen FCA. Indes: Auch Stojilkovic und Balaj, die es danach an Stelle von Aratore und Misic versuchen, können die Gashi-Lücke in keiner Weise schliessen und bleiben harmlos.

Enzlers Missgeschick

Harmlos: Diese Bezeichnung gilt lange auch für die GC-Offensive, immerhin die zweitbeste der Liga. Und trotzdem gehen die Gäste in der 31. Minute in Führung. Ein Geschenk von Simon Enzler, dem bislang so starken Goalie im Tor des FC Aarau.

Simon Enzler leitet mit einem Ausrutscher den einzigen Aarauer Gegentreffer ein.

Simon Enzler leitet mit einem Ausrutscher den einzigen Aarauer Gegentreffer ein.

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Er rutscht beim Versuch der gepflegten Spieleröffnung aus, der Ball landet bei André Santos und der GC-Stratege nutzt seine ganze Routine, um das Spielgerät aus 30 Metern direkt ins Tor zu befördern.

Mit der glücklichen Führung im Rücken besinnen sich die Hoppers auf das Verteidigen und lassen Aarau anrennen. Erst in der Schlussphase bieten ihnen sich nach Kontern die Chancen, das Skore zu erhöhen.

Doch gegen das harmlose Heimteam ist dies am Ende nicht nötig. Und so liegen nun acht Punkte zwischen Tabellenführer GC und dem Siebten Aarau, das vorerst im Mittelfeld kleben bleibt, statt sich in der Spitzengruppe zu positionieren.

Weil plötzlich Flammen im Sicherungskasten eines Flutlichtmasten lodern: Feuerwehreinsatz im Brügglifeld.

Weil plötzlich Flammen im Sicherungskasten eines Flutlichtmasten lodern: Feuerwehreinsatz im Brügglifeld.

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Bleibt der Blick neben das Spielfeld, auf die ewige Stadionposse des FC Aarau, die seit Montagabend um eine weitere Schmonzette reicher ist: Wie schon am 3. Oktober gegen Chiasso (2:1) lodern gegen GC plötzlich Flammen im Sicherungskasten eines Flutlichtmasten. Drei Feuerwehrautos rasen mit Blaulicht heran, der Schiedsrichter unterbricht die Partie, lässt dann aber weiterspielen, weil die Sicht für die Spieler noch ausreiche...

FC Aarau - GC Zürich 0:1 (0:1)

Brügglifeld. - 50 Zuschauer. - SR: Jancevski. - Tor: 31. Santos 0:1.

Aarau: Enzler; Giger, Thiesson, Bergsma, Zverotic; Jäckle, Hammerich (76. Caserta); Spadanuda (65. Schneider), Misic (46. Balaj), Rrudhani; Aratore (46. Stojilkovic).


GC: Matic; Fehr, Nobrega, Toti, Schmid (82. Lenjani); Ronan, Santos; Pusic, Morandi (79. Kalem), Gjorgjev (88. Pina); Bonatini (88. Ponde).


Bemerkungen: Aarau ohne Gashi, Hajdari, Schindelholz (alle krank), Peralta, Qollaku, Thaler, Verboom (alle verletzt) und von Arx (nicht im Aufgebot). GC ohne Cvetkovic, Nadjack, Salvi (alle verletzt), Arigoni, Correia, Diani, Dickenmann, Keller, Rastoder und Yang Yang (alle nicht im Aufgebot). - 44. Matic pariert Handspenalty von Jäckle. 86. Lattenschuss Kalem. - Verwarnungen: 72. Balaj (Foulspiel), 90. Matic (Unsportlichkeit).

Das sind die Noten zur Partie:

Enttäuschte Aarauer nach der unnötigen Niederlage gegen die Grasshoppers.
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Erhitzte Gemüter im Brügglifeld in den letzen Minuten.
Zum Haareraufen: FCA-Trainer Stephan Keller sieht einmal mehr, wie sich seine Mannschaft für einen guten Auftritt nicht belohnen kann.
Die Aarauer vergeben in den letzten Minuten gute Möglichkeiten zum Ausgleich.
GC-Trainer Joao Carlos Pereira darf zufrieden mit der Ausbeute seiner Mannschaft sein.
Der FC Aarau drückt bis zum Schluss auf den Ausgleich – gelingen will dieser jedoch nicht.
Filip Stojilkovic versucht die Niederlage abzuwenden.
Leon Bergsma zeigt einmal mehr einen tadellosen Einsatz.
Nach Flutlichtmasten-Ausfall muss im Brügglifeld zur Sicherheit die Feuerwehr aufgeboten werden.
Marco Aratore fällt in der ersten Halbzeit nicht besonders auf und wird entsprechend zur Halbzeit eingewechselt.
Ausgerechnet Jäckle, der für seine guten Standards bekannt ist, scheitert an GC-Goalie Mateo Matic.
Petar Misic kann das Leder nicht im Zürcher Netz unterbringen.
Olivier Jäckle verschiesst kurz vor der Pause einen Elfmeter.
Die beiden Mannschaften begegnen sich nach der Länderspiel-Pause auf Augenhöhe.
Grosser Ärger bei FCA-Goalie Simon Enzler – er leitet mit einem Ausrutscher den Gegentreffer ein.
Die Grasshoppers jubeln über den Führungstreffer.
Marco Aratore soll den abwesenden Gashi in der Offensive ersetzen.
FCA-Trainer Stephan Keller schenkt Routinier Elsad Zverotic das Vertrauen.
Mats Hammerich darf mal wieder von Beginn weg im Aarauer Zentrum agieren.
Die Partie ist in den Startminuten ziemlich hart umkämpft.
Donat Rrhudhani versucht sich durchzutanken.
Marco Aratore kommt einen Schritt zu spät.
Kevin Spadanuda beschäftigt in der Startphase die GC-Verteidigung.

Enttäuschte Aarauer nach der unnötigen Niederlage gegen die Grasshoppers.

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Das sind die Stimmen zur Partie:

Spiel verpasst? Lesen Sie hier den Verlauf im Liveticker nach:

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