Mit einem neuen Trainerduo starten die FC Aarau Frauen in die Saison. Guerino Luongo und Vincenzo Azzarito heissen die Taktgeber an der Seitenlinie. Und sie sind heiss auf die neue Spielzeit: «Ich bin nicht hier hergekommen, um dem Team zu sagen, dass wir es einfach besser machen wollen als in der vergangenen Saison. Wenn ich Trainer bin, dann muss mein Ziel ganz klar der Aufstieg sein. Und den wollen wir im Frühling 2020 erreichen», gibt Luongo den Fahrplan vor.

Grosse Ziele, wenn man bedenkt, dass hinter den FCA-Frauen eine schwierige Saison in der NLB liegt, die mit 22 Punkten hinter dem Aufstiegsrang beendet wurde. Trotzdem haben sie im ersten Jahr in dieser Liga bewiesen, dass sie durchaus bereits das Niveau für den Aufstieg haben. Nach einem Fehlstart hat das Team Kampfgeist bewiesen, sich vom Tabellenende gelöst und die Saison auf dem fünften Platz beendet.

Gegen Spitzenmannschaften wie Zürich U21 oder St. Gallen konnten sie ihre Qualitäten immer wieder zeigen. Der Sieg gegen den FCZ in der Nachspielzeit etwa war rückblickend der Wendepunkt in der vergangenen Saison, von da an waren die hintersten Plätze kein Thema mehr.

In der neuen Spielzeit soll es gar nicht mehr zu einer solch brenzligen Situation in der Tabelle kommen. «Hätten wir nicht eine so schlechte Hinrunde gehabt, hätten wir am Ende wohl auch um den Aufstieg spielen können», sagt FCA-Sportkoordinator Andreas Zürcher.

Die besten Spielerinnen sollen künftig behalten werden

Während der Sommerpause gab es in Aarau mit Ausnahme der Trainerduos keine personellen Veränderungen. Es kamen keine neuen Spielerinnen und die bisherigen dem Verein treu geblieben. Speziell für die Aarauerinnen, die bislang als Ausbildungsklub galten und ihre besten Spielerinnen an grössere Teams wie Basel oder YB weitergegeben mussten.
Genau das soll aber nicht mehr der Fall sein. «Wir wollen nicht mehr nur als Ausbildungsklub funktionieren. Wir wollen die besten Spielerinnen bei uns behalten. Damit unser Verein aber attraktiv bleibt, müssen wir in die NLA aufsteigen», sagt Zürcher.

Auch Trainer Guerino Luongo geht ambitioniert in die neue Saison: «Dieser Verein ist für die NLA geschaffen. Das merkt man, wenn man die ganzen Strukturen anschaut. Auch die Spielerinnen habe das Zeug dazu, in die höchste Spielklasse aufzusteigen.»
Es dreht sich also alles um den Aufstieg in die NLA. Ob dieses Ziel wirklich realistisch ist, wird sich schon bald herausstellen. Was aber jetzt schon klar ist: Einfach wird diese Aufgabe auf keinen Fall. Andreas Zürcher blickt der ganzen Situation trotzdem zuversichtlich entgegen: «Ich bin sehr optimistisch für die kommende Saison. Ich bin aber auch sehr gespannt, was die anderen Teams so machen werden. Ich denke, Thun und Worb haben ebenfalls grosse Aufstiegsambitionen und können gefährlich werden.»

Einen ersten Test gibt es gleich am ersten Spieltag. Der Gegner wird das Frauenteam Thun Berner-Oberland sein. Es ist ein erstes Mal, bei dem sich die Aarauerinnen beweisen können. Ein erstes Mal, bei dem sie zeigen können, dass sie den Aufstieg verdienen.