Letzten Samstag, circa 20 Uhr: Es ertönt ein schriller Schlusspfiff, auf dem Platz wird gejubelt, neben dem Platz auch. Die FC Aarau Frauen haben Küssnacht nach einem 0:0-Remis zur Pause mit einem 4:1 in der zweiten Halbzeit besiegt und sind so definitiv nicht mehr vom Abstieg gefährdet. «Ich habe zwar nicht daran gezweifelt, dass wir in der Liga bleiben, aber trotzdem gibt uns dieser Abstand nach hinten einen gewissen Komfort», sagt Grütter rückblickend auf die Partie.

Derzeit befindet sich der Cheftrainer gerade in Finnland, zusammen mit dem U-16-Nationalteam der Schweizer Frauen. Am Mittwoch haben sie gegen die Ukraine gewonnen, mit dabei in der Startelf waren mit Alayah Pilgrim und Fabia Reinschmidt gleich zwei Aarauerinnen. Heute werden sie um 13:00 Uhr auf Finnland treffen.

Auf das Samstagsspiel wird Pilgrim verzichten. Sie war die ganze Woche mit dem Nationalteam unterwegs und braucht eine Erholungspause. Auch der Einsatz von Winter-Neuzugang Zengaffinen bleibt fraglich. Sie hat ein Problem am Fuss und schon gegen Küssnacht ausgesetzt. Der Einsatz gegen Schlieren bleibt nun unklar. Auch auf Mariate Amoros wird Aarau verzichten müssen.

Aarau will Revanche

In dieser Saison gab es für die Aarauerinnen gegen Schlieren nur einen Punkt aus zwei Spielen. Das soll sich an diesem Wochenende aber ändern. «Wir haben in dieser Spielzeit noch nie gegen Schlieren gewonnnen. Wir haben also noch eine Rechnung offen», sagt Grütter im Hinblick auf die Begegnung.

Trotz seiner Ausfälle und dem sicheren Abstand auf die Barrageplätze will Grütter in seiner Formation keine Experimente wagen. «Wir kennen Schlieren und werden mit einer klassischen Aufstellung spielen. Wir wissen auch, dass in Schlieren einige Ex-Aarauerinnen spielen, die natürlich besonders heiss auf das Spiel sind. Doch ich habe vollstes Vertrauen in unsere Verteidigung. Wir sind eines der defensiv stärksten Teams, vor allem in der Rückrunde.»

Auch die Härte der Partie spricht Grütter an: «Die letzten Partien gegen Schlieren waren immer speziell. Ich möchte nicht sagen aggressiv, aber anders als die restlichen Partien. Es wird also einen Fight geben.» Na dann, freuen wir uns auf einen Fussballfight. Anpfiff ist um 18 Uhr.