Absage

Die Gippinger Radsporttage finden 2020 nicht statt - ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt

Keine Velorennen in Gippingen anfangs Juni.

Keine Velorennen in Gippingen anfangs Juni.

Lange haben die Organisatoren des Radsporttage Gippingen mit ihrer Absage zugewartet. Jetzt steht fest: Die Rennen, welche zwischen dem 5. und 7. Juni 2020 stattgefunden hätten, fallen den Auswirkungen der Coronapandemie zum Opfer. Offen ist, ob das Eliterennen zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden kann.

Die Absage der diesjährigen Ausgabe der Radsporttage Gippingen flatterte bereits am Mittwoch per Post in die Stuben ausgewählter Personen. Dort schreibt OK-Präsident René Huber: "Uns blutet das Herz! Die vom 5. bis 7. Juni 2020 geplanten, 57. Radsporttage Gippingen - mit dem internationalen Grossen Preis des Kantons Aargau als traditionellem Höhepunkt - finden nicht statt. Aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Coronakrise sehen wir uns schweren Herzens zu diesem Schritt gezwungen."

Ausschnitt aus dem Schreiben des Gippinger OK.

Ausschnitt aus dem Schreiben des Gippinger OK.

Hauptrennen zu einem späteren Zeitpunkt?

Immerhin besteht gemäss Huber ein kleiner Hoffnungsschimmer, dass der GP des Kantons Aargau doch noch irgendwie über die Bühne gehen könnte: "Wir prüfen nun, ob das Hauptrennen allenfalls mit vertretbarem Aufwand und in vereinfachtem Rahmen nachgeholt werden könnte. Vorausgesetzt, die Radsportsaison 2020 käme nocheinmal in Gang und im internationalen Kalender fände sich ein geeigneter Termin."

Ursprünglich hatte sich das Gippinger OK bis am 19. April und zum Ende der aktuellen, bundesrätlichen Verfügung Zeit lassen wollen mit einer endgültigen Entscheidung. Da nun aber absehbar wurde, dass der Lockdown mit allergrösster Wahrscheinlichkeit verlängert wird, hat man beim Traditionsanlass die Notbremse gezogen: "Ab jetzt hätten wir die Organisation auf volle Kraft hochfahren müssen, um die 57. Radsporttage erfolgreich über die Bühne zu bringen. Personelle und finanzielle Ressourcen wären bei einer späteren Absage unwiderbringlich verloren gegangen." In der gegenwärtigen Situation sei es deshalb schlicht nicht mehr verantwortbar gewesen, länger zuzuwarten.

Bereits vor wenigen Tagen war die Tour de Suisse, welche zwei Tage nach dem Hauptrennen in Gippingen in Frauenfeld losgegangen wäre, abgesagt worden. Schon da war absehbar, dass das grösste Eintagesrennen der Schweiz unter diesen Umständen kaum stattfinden wird.

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