Handball NLB

Die hohen Erwartungen nicht ganz erfüllt: Der STV Baden blickt auf eine durchwachsene Saison zurück

Station Siggenthal, 04.05.2019 Sport, Handball, NLB: Saison 2018 / 2019. TV Endingen - STV Baden. Pascal Buehler (rechts, Baden) gegen Sebastian Kuendig (links, TVE). Copyright by: Alexander Wagner

Der STV Baden kann auf eine gelungene «Zwischensaison» zurückblicken.

Station Siggenthal, 04.05.2019 Sport, Handball, NLB: Saison 2018 / 2019. TV Endingen - STV Baden. Pascal Buehler (rechts, Baden) gegen Sebastian Kuendig (links, TVE). Copyright by: Alexander Wagner

Der STV Baden startete mit einem deutlich verjüngten Kader und musste kräftig Lehrgeld zahlen. Der Blick zurück auf Monate voller Höhepunkte und Rückschläge.

Nach zwei Top-Saisons in Folge (erst dritter Schlussrang, dann Barrage-Teilnahme) überraschte es nicht, dass die Erwartungen für 2018/2019 hoch sein würden. Zwar waren diverse erfahrene Spieler nicht mehr mit von der Partie, doch das Potenzial der durchwegs jungen Neuzuzüge war ebenso offensichtlich wie vielversprechend.

Was alles möglich ist, wenn dieses Potenzial umgesetzt wird, durfte während der Meisterschaft mehrfach genossen werden. Mindestens ebenso oft spielte aber die fehlende Routine den Jungs von Trainer Björn Navarin üble Streiche: Plötzlich war der Faden gerissen und eine schon gewonnen geglaubte Partie wieder offen oder gar verloren.

Immerhin mündete das zermürbende Auf und Ab in einer deutlichen Steigerung zum Saisonende. Die lässt nun hoffen, dass man definitiv auf dem richtigen Weg ist und 2019/2020 in der NLB wieder ganz vorne mitmischt.

Die vergangene Saison in Zahlen

Die Hälfte aller Spiele konnte gewonnen werden. Zu den 13 Siegen kamen noch drei Unentschieden, was 61,54 % Spiele ohne Niederlage entspricht. Da ist noch deutlich Luft nach oben.
Wäre der Schlusspfiff jeweils schon nach 30 Minuten ertönt, hätte sich Städtli drei Siege mehr und ein Unentschieden weniger gutschreiben lassen können.

  • In der Vorrunde gewann Baden die 1. Halbzeiten mit 204:185 Toren
  • In der Rückrunde lautete das Skore der 1. Halbzeiten 196:175.
  • In den 2. Halbzeiten waren die Spiele enger: Vorrunde 193:194 / Rückrunde 188:180
  • Städtli 1 erzielte total 781 Tore, davon 71 Penaltys. Im Gegenzug hat man 734 Tore kassiert, was zu einer Tordifferenz von +47 Toren führt – der Viertbesten der Liga.
  • Der Badener Kampfgeist äusserte sich in 61 Verwarnungen und satten 131 Zeitstrafen. Kein anderes Team bekam von den Schiris häufiger eine Auszeit aufgebrummt.
  • Seppi Zuber (151) hat vor Pascal Bühler (143) und Ilan Baumann (125) die interne Torschützenkrone ergattert. In der Topskorerliste der NLB reichen die 151 allesamt aus dem Spiel heraus erzielten Tore für den 5. Rang. Die vier besser platzierten Shooter verdanken ihren Vorsprung einzig den «billigeren» Siebenmetertoren.
  • 3898 Zuschauer (Ø 299 pro Partie, auch hier belegt der STV Baden Platz 5) haben in der Aue grossen Sport genossen und Städtli 1 lautstark unterstützt – herzlichen Dank!

In der zweiten Saisonhälfte stiessen Jonathan Knecht und Malvin Patzack neu zum Team und erwiesen sich gleich als perfekte Ergänzung und erhoffte Verstärkung.

Anlässlich des letzten Heimspiels wurden Remo Hochstrasser, Raphael Bolliger und Luca Oberli verabschiedet. Sie verlassen Städtli aus beruflichen und privaten Gründen – der STV Baden Handball wünscht ihnen alles Gute!

Vorbereitung startet Ende Mai

Während der Fokus in der Geschäftsleitung der STV Baden Handball GmbH längst auf die neue Saison und die damit verbundenen Herausforderungen gerichtet ist, ist den Spielern etwas Erholung vergönnt.

Nur drei Wochen nach der Derbyniederlage gegen Endingen gilt es aber bereits wieder ernst: Schon am 27. Mai startet die erste Trainingsphase. Knapp sechs Wochen, die es so richtig in sich haben!

Nach einer zweieinhalbwöchigen Trainingspause, natürlich mit Hausaufgaben gespickt, beginnt dann der Trainingsbetrieb wieder am Montag, 22. Juli. Und dann steht schon auch bald die erste Partie der NLB-Meisterschaft 2019/2020 vor der Tür: am 31. August 2019.

Das Ziel ist nach der wechselhaften Zwischensaison wieder hoch gesteckt: Die Barragespiele erreichen – und dort besser abschneiden als damals gegen den RTV Basel.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1