Fussball

Die Lücke in der Karriere des Titanen Elvir Melunovic

Der ehemalige Super-League-Fussballer Elvir Melunovic spielt seit 2009 für den 2.-Ligisten FC Suhr. Spichale

Der ehemalige Super-League-Fussballer Elvir Melunovic spielt seit 2009 für den 2.-Ligisten FC Suhr. Spichale

Mit Servette und GC wurde Elvir Melunovic Schweizer Meister, in der U21-Nationalmannschaft gehörte er der Generation der «Titanen» an. Und auch den Sprung ins Ausland hat Melunovic gewagt. Etwas fehlt aber im Palmarès des 32-jährigen Ex-Profis.

«Ich habe als Aktiver nie einen Cupfinal erreicht», sagt Melunovic. Mit Servette, GC und YB stand er je einmal in den Halbfinals. Diese bedeuteten jeweils Endstation.

Mit dem FC Suhr konnte Melunovic diese Lücke nun endlich schliessen. Morgen stehen sich im Aargauer Cupfinal in Gränichen der FC Suhr und der FC Windisch gegenüber. Melunovic gehört seit 2009 dem Kader des 2.-Ligisten an. Aus dem Profi ist längst ein Hobbykicker geworden. Seine Funktion: Spielertrainer.

Für den Schweizer mit serbischen Wurzeln ist der Cupfinal «ein delikater Höhepunkt mit komplexer Ausgangslage». Komplex, weil Suhr in der Liga mitten im Abstiegskampf steckt. Delikat, weil Melunovic der Ligaerhalt eigentlich lieber wäre als der Cupsieg. «Aber wenn ich wählen kann, nehme ich natürlich beides», stellt er klar.

Grosse Vorfreude

«Während dem Cupfinal müssen wir unsere Situation in der Meisterschaft komplett ausblenden», fordert Melunovic. Ganz ähnlich sieht die Situation bei Gegner Windisch aus. Auch die Equipe von Trainer Nobi Schneider kämpft um den Ligaerhalt. Die beiden Teams sind vier Runden vor Schluss Tabellennachbarn.

Trotz aller Unbill in der Meisterschaft ist die Vorfreude auf den Cupfinal gross. Die Suhrer liessen für diesen speziellen Tag gar neue Trikots anfertigen. «Auf jedem Leibchen steht der Name des Spielers», sagt Melunovic. Und obwohl der frühere Titan morgen seine Cup-Lücke im Palmarès schliessen kann, freut sich der Versicherungsangestellte in erster Linie für seine Mitspieler: «Ich erlebte zahlreiche Höhepunkte während meiner Profi-Karriere. Aber für einen Amateurfussballer ist der Cupfinal ein unvergessliches Ereignis.»

Eine mentale Herausforderung

Dass sich der Aargauer Cupsieger für den Schweizer Cup qualifiziert, hat für Melunovic einen besonderen Reiz. «Wenn wir einen Gegner aus der Super League zugelost bekämen, wäre das für den FC Suhr eine Riesensache.» Doch zunächst wartet der Ligakonkurrent aus Windisch. «Wir werden nicht auf Abwarten spielen, wir wollen den Match in der regulären Spielzeit entscheiden», sagt Melunovic. Er erwartet ein umkämpftes Spiel, bei dem die Tagesform und der Kopf entscheiden. «Der mentale Druck wird einigen Spielern Probleme bereiten», glaubt der zweifache Schweizer Meister.

Meistgesehen

Artboard 1