Volleyball
Jeanina Wirz spielt neu in Genf – doch: Die NLA soll noch nicht ihre Endstation sein

Die Arbeit des Nationalen Nachwuchsverein NNV des BTV Aarau trägt nach einem halben Jahr bereits erste Früchte. Mit Jeanina Wirz schafft die erste Spielerin den Sprung zum einem Nati A-Klub. Die 20-Jährige Mittelblockerin trainiert nun seit zwei Wochen mit Genève Volley.

Nicolas Blust
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Schafft als erste NNV-Spielerin den Sprung in die Nati A. Jeanina Wirz trainiert seit zwei Wochen bei Genève Volley.

Schafft als erste NNV-Spielerin den Sprung in die Nati A. Jeanina Wirz trainiert seit zwei Wochen bei Genève Volley.

zvg

Seit August 2020 gibt es den Nationalen Nachwuchsverein NNV des BTV Aarau Volleyball. Das Projekt, eine Trägerschaft von Swiss Volley, setzte sich zum Ziel, ausgewählte Athletinnen mit einer Swiss Olympic Talent Card National in einem professionellen Umfeld zu trainieren und sie auf den Sprung in die Nationalliga A oder ins Ausland vorzubereiten.

Ein halbes Jahr später macht bereits das erste Talent den Schritt in die höchste Schweizer Spielklasse. Die 20-jährige Mittelblockerin Jeanina Wirz wechselt per sofort zu Genève Volley. Dort will sich die Aargauer Nachwuchsathletin nun einen Startplatz erkämpfen. Für Harald Gloor, den Sportkoordinator des Nationalen Nachwuchsvereins ist die Kooperation mit Genève Volley ein erster Erfolg: «Wir sind stolz, dass unsere Arbeit erste Früchte trägt. Jeanina bekommt die Möglichkeit, in der NLA wertvolle Erfahrungen zu sammeln.»

Die halbe Woche in Aarau, die zweite Hälfte in Genf

Die 20-Jährige bleibt dem NNV aber erhalten. Von Montag bis Mittwoch trainiert Wirz weiterhin in Aarau und profitiert dort von der erstklassigen Infrastruktur. Das erlaubt ihr auch, ihre Ausbildung am Sportgymnasium Aarau im Sommer abzuschliessen. Die restlichen Wochentage trainiert die Mittelblockerin in Genf mit ihrem neuen Team, um sich auf die Spiele am Wochenende vorzubereiten.

In den vergangenen beiden Wochen trainierte Wirz bereits in Genf, um sich in ihrem neuen Umfeld zu akklimatisieren. Ihr erster Eindruck war durchweg positiv: «Ich wurde mit offenen Armen empfangen.» Sie freut sich auf die anstehende Herausforderung und spürt bereits das Vertrauen der Trainerin Aïda Shouk. Mittelfristig möchte sie in der NLA Fuss fassen und sich als Stammspielerin etablieren. Sie träumt von einem Wechsel ins Ausland, am liebsten nach Deutschland.

Sportkoordinator traut ihr den Durchbruch zu

Gloor traut ihr auf jeden Fall zu, dass sie in Genf zu ihren Einsätzen kommt: «Sie hat gute Möglichkeiten, auf ihrer Position Fuss zu fassen.» Gerade auf der Position der Mittelblockerin setzen die Vereine gerne auf Schweizerinnen. Und aufgrund der Ausländerregelung müssen immer mindestens zwei Schweizerinnen auf dem Feld stehen.

Auf Jeanina Wirz aufmerksam wurde Genfs Trainerin Aïda Shouk in Magglingen. Dort sah sie ein Training der 20-Jährigen und erkannte sofort das Potenzial der jungen Spielerin. Der erste Kontakt zwischen dem NNV und Genève Volley kam über die beiden Trainer zustande. Nach mehreren Verletzungen auf der Position der Mittelblockerin musste Genf reagieren. Daraufhin setzte sich Shouk mit NNV-Trainer Timo Lippuner in Verbindung. Der Rest ist Geschichte.

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