FC Aarau
Die pure Aarauer Harmlosigkeit in Wil – Der FCA geht mit einer 1:3-Niederlage nach Hause

Der FC Aarau verliert auswärts gegen den FC Wil mit 1.3. Es ist die 15. Saisonniederlage für den FCA. Und Neo-Trainer Stephan Keller muss weiterhin auf seinen ersten Sieg warten.

Sebastian Wendel
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Stephan Keller muss weiterhin auf seinen ersten Sieg mit den Aarauer warten.
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Es will einfach nicht werden mit einem Sieg unter dem neuen Cheftrainer des FCA.
Die Enttäuschung der Aarauer über die Niederlage in Wil ist deutlich spürbar.
Die fehlende Präzision nach vorne wird Aarau gegen Wil zum Verhängnis.
Der Doppeltorschütze jubelt gemeinsam mit dem ganzen FC Wil, während dem FCA die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben ist.
Julian von Moos raubt den Aarauern mit seinem zweiten Tor die letzte Hoffnung.
In der 84. Minute schiebt von Moos den Ball zum 3:1 für den FC Wil ein.
Carlos Silvio (Wil) setzt sich gegen Nicolas Schindelholz (Aarau) durch, der sich aber noch nicht geschlagen geben will.
Zehn Minuten vor Schluss kommt beim FCA Alounga für Hammerich ins Spiel. Stephan Keller setzt auf pure Offensive.
Marco Schneuwly bringt die Aarauer Hoffnung mit seinem Anschlusstreffer zum 1:2 zurück.
Keine zehn Minuten sind gespielt in der zweiten Halbzeit, als der FC Wil seine Führung auf 2:0 erhöht.
Kurz nach der Pause wird Kevin Spadanuda (Aarau) auf der Barre verletzt abtransportiert
Gegen Ende der ersten Halbzeit wird den Zuschauern im Bergholz nicht mehr sehr viel Spektakel geboten.
Kevin Spadanuda (Aarau) im Duell mit Andrea Padula (Wil).
In der Offensive will den Aarauer nicht allzu viel gelingen.
Die Aarauer bemühen sich um ein direktes Vorwärtsspiel.
Der FCA ist enttäuscht über den Rückstand im Bergholz.
Die Wiler von Moos und Fazliu freuen sich über die 1:0-Führung.
In der 21. Minute schiesst Julian von Moos das Tor zum 1:0 für den FC Wil.
Kopfballduell zwischen Silvano Schaeppi (Wil) und Shkelzen Gashi (Aarau).
Die ersten 20 Minuten des Duells zwischen Wil und Aarau sind ziemlich ausgeglichen.

Stephan Keller muss weiterhin auf seinen ersten Sieg mit den Aarauer warten.

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In der 84. Minute erlöschen die Aarauer Hoffnungen auf das erste Erfolgserlebnis unter dem neuen Trainer Stephan Keller endgültig. Und wieder – es ist der rote Faden seit Anfang der Saison – laden die Spieler des FC Aarau den Gegner zum Toreschiessen ein: Schäppi kann von der Strafraumgrenze unbedrängt flanken, am hinteren Pfosten hat von Moos gegen Caserta keine Mühe, das 3:1 und somit die Entscheidung zu besorgen.

Bereits die Art und Weise, wie Aarau die ersten beiden Tore kassiert, ist einer Challenge-League-Mannschaft nicht würdig: Beim 0:1 in der 21. Minute dreht sich Wils Fazliu seelenruhig um die eigene Achse, passt zu von Moos, der in der Folge wohl selber überrascht ist, dass weder Hammerich noch Affolter Anstalten machen, ihn am Torabschluss zu hindern.

Nach der Führung kommt das Heimteam innert Kürze zu zwei weiteren Grosschancen – Glück für Aarau, dass es nach 24 Minuten nicht bereits hoffnungslos zurückliegt.

In den nächsten 30 Minuten passiert nichts, ehe Aarau in der gegnerischen Hälfte einwerfen kann. Doch statt mit einer Idee in die Nähe des gegnerischen Tores zu dringen, endet auch dieser planlose Versuch mit einem Ballverlust. Mehr noch: Ein weiter Pass von Fazliu in der 54. Minute genügt, um die schlecht gestaffelte Aarauer Abwehr zu entblössen: Duah entwischt ab der Mittellinie dem chancenlosen Schindelholz und kann sich die Ecke aussuchen, in die er den Ball am bedauernswerten FCA-Goalie Ammeter vorbei zum 2:0 versenkt.

Ohne Jäckle und Zverotic im Zentrum überfordert

Dem in der Folge Hauch von Spannung geht das siebte Saisontor des sonst unsichtbaren Marco Schneuwly zum 1:2 in der 58. Minute voraus – entstanden aus einem der an einer Hand abzählbaren gelungenen FCA-Angriffe. Eine Viertelstunde später kommen die Gäste nach einem Corner zu einer Doppelchance zum 2:2. Und hätte Schiedsrichter Cibelli nach einem Foul an Alounga an der Strafraumgrenze auf Penalty für Aarau entschieden – vielleicht hätte der Abend mit dem dritten Punkt unter Keller geendet.

Beschweren können sich die Aarauer über erneute Niederlage indes nicht: Dafür waren sie in der Defensive zu fehleranfällig und in der Offensive zu harmlos. Der Kern der 15. Saisonniederlage war das inexistente Mittelfeldzentrum: Ohne Jäckle (gesperrt) und Zverotic (verletzt) fehlte es sowohl an offensiver Spielkultur als auch an defensiver Widerstandsfähigkeit.

Hammerich, Startelf-Debütant Hajdari und Rrudhani waren mit der Aufgabe, die Absenz von Jäckle und Zverotic abzufedern, heillos überfordert. Sie als Hauptschuldige zu bezeichnen, wäre jedoch falsch: Abgesehen von Goalie Ammeter, der eine höhere Niederlage verhinderte, war im Bergholz kein Aarauer auf der Höhe.

Auch Shkelzen Gashi nicht, der drei Tage nach der brisanten Ein- und Auswechslung gegen Chiasso in der Startelf stand und von Keller nach einer Aussprache zum temporären Captain erkoren wurde. Zu Beginn war Gashi noch der aktivste Aarauer und bemüht, dem Angriffsspiel seinen Stempel aufzudrücken. Doch schon nach 20 Minuten schwanden beim 32-Jährigen die Kräfte und er tauchte ab.

Wie soll die Wende zum Guten gelingen?

Rechnerisch kann der FC Aarau den siebten Rang noch erreichen. Doch nachdem auch gegen Wil kein Fortschritt zu erkennen war, fragt man sich, wie dies in den verbleibenden Partien gegen GC und Schaffhausen gelingen soll. Den Blick noch weiter in die Zukunft gerichtet, fällt es mit dem Eindruck der ersten fünf Spiele unter Keller mehr als schwer, an eine Wende zum Guten mit Beginn der nächsten Saison zu glauben.

Matchtelegramm: FC Wil - FC Aarau 3:1 (1:0)

IGP Arena. - 480 Zuschauer. - SR: Cibelli. - Tore: 21. von Moos 1:0. 54. Duah 2:0. 58. Schneuwly (Misic) 2:1. 84. von Moos 3:1.

Wil: Kostadinovic; Padula (88. Traber), Schmied, Muntwiler (88. Kamberi), Schäppi; Ismaili, Abedini; von Moos, Fazliu (88. Mayer), Duah (64. Krasniqi); Silvio (76. Paunescu).

Aarau: Ammeter; Thiesson, Schindelholz, Affolter (64. Peralta), Caserta; Hammerich (79. Alounga); Hajdari (64. Schwegler), Rrudhani; Spadanuda (53. Misic), Schneuwly, Gashi.

Bemerkungen: Wil ohne Rohner (gesperrt), Brahimi (verletzt), Bosic und Dimitrou (beide nicht im Aufgebot). Aarau ohne Jäckle (gesperrt), Giger, Lujic, Thaler, Zverotic (alle verletzt), Corradi, Hübel, Leo und Neumayr (alle nicht im Aufgebot). - 53. Spadanuda verletzt ausgeschieden. 94. Abschluss von Krasniqi ans Lattenkreuz. - Erstes Pflichtspiel für Silvan Schwegler im FCA-Trikot. - Verwarnungen: 16. Muntwiler, 29. Gashi, 51. Fazliu, 61. Hajdari (alle Foulspiel).

Das sind die Noten zur Partie:

Nicholas Ammeter: Note 5 Der 19-Jährige verhindert mit seinen Paraden, dass die Partie nicht doch noch verloren geht. Bei den beiden Gegentoren ist er machtlos.
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Miguel Peralta: ohne Note Der 24-Jährige geht nach einem Zweikampf im eigenen Strafraum zu Boden und muss bereits in der 19. Minute verletzt raus.
Jérôme Thiesson: Note 3 Zuerst ist er beim Gegentreffer zum 1:2 zu passiv, dann hat er Glück, dass der Schiedsrichter sein klares Foul im Strafraum (88.) übersieht.
Damir Mehidic: Note 3,5 Seine Premiere als Innenverteidiger wird von Licht und Schatten begleitet. Immerhin: An Engagement fehlt es ihm nicht.
Flavio Caserta: Note 3,5 Der 16-Jährige zahlt Lehrgeld und verschuldet in der 82. Minute den äusserst unglücklichen Penalty, der zum 2:2-Ausgleich für die Grasshoppers führt.
Olivier Jäckle: Note 4 Der 27-Jährige steigert sich mit Fortdauer der Partie, steht dann aber mit seinem Fehlpass am Ursprung des GC-Anschlusstreffers zum 1:2.
Donat Rrudhani: 4,5 Vor allem in der Startphase sorgt er immer wieder für Wirbel und setzt seine Mitspieler gut ein. Nach der Pause gibt es von ihm nicht mehr sehr viel zu sehen.
Elsad Zverotic: Note 5 Der Captain weckt seine Teamkollegen mit einem Revanchefoul (29.) auch in kämpferischer Hinsicht auf.
Liridon Balaj: Note 5,5 Ein starker Auftritt des Kosovaren. Sorgt mit seinen Saisontoren sieben und acht für die Aarauer Glücksgefühle.
Yvan Alounga: Note 4,5 In der ersten Halbzeit überfordert er die GC-Abwehr immer wieder mit seiner Geschwindigkeit. Vergibt allerdings gleich reihenweise Top-Chancen.
Kevin Spadanuda: Note 4 Der 23-Jährige erarbeitet sich die eine oder andere Möglichkeit. Zählbares schaut dabei aber nicht heraus – auch nicht in der Nachspielzeit, als er seinen Abschluss von GC-Goalie Salvi abgewehrt sieht.
Francois Affolter: Note 4,5 Seine Flanke führt unter gütiger Mithilfe der GC-Defensive zum zwischenzeitlichen 2:0. Defensiv manchmal etwas zu passiv.
Mats Hammerich: ohne Note Wird in der 76. Minute für Captain Zverotic eingewechselt. Zu kurzer Einsatz für eine Bewertung.
Petar Misic: ohne Note Der Kroate kommt in der 85. Minute für Rrudhani. Zu kurzer Einsatz für eine Bewertung.

Nicholas Ammeter: Note 5 Der 19-Jährige verhindert mit seinen Paraden, dass die Partie nicht doch noch verloren geht. Bei den beiden Gegentoren ist er machtlos.

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Das sind die Stimmen zur Partie:

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