Endlich! Zwei Jahre nach der Posse mit dem holländischen Liga-Sanierer «Hypercube», die viel gekostet, aber nichts gebracht hat, erkennen die Klubs doch noch die Zeichen der Zeit: Veränderung muss her, um das Produkt «Schweizer Profifussball» attraktiver zu machen. Auf europäischer Ebene wird es für Schweizer Vereine zunehmend schwierig, für Aufsehen zu sorgen. Umso wichtiger, dass die heimische Liga Spektakel bietet.

Im Prinzip soll ab der Saison 2021/22 der altehrwürdige Modus mit Final- und Abstiegsrunde zurückkehren. Der Modus also, in dem der FC Aarau zum Inventar der obersten Spielklasse gehörte. Durch die Verkleinerung der Super League auf zehn Klubs wurde die Luft für kleine und familiäre Klubs zunehmend dünner – zu dünn für den FCA, der im nationalen Klubranking zwischen Rang 10 und 14 liegt.

Mit der Aufstockung auf zwölf Teams wird die Super League dem FCA auf dem Silbertablett serviert – vorausgesetzt, das Aarauer Stimmvolk sagt am 24. November «Ja» zur BNO-Teilrevision und zum Stadionkredit. Dem FCA, ja dem ganzen Kanton Aargau ist zu wünschen, dass die grosse Chance zur Rückkehr auf die grosse Bühne nicht verwehrt wird.