Automobil
Dieser Mann räumt für GP2-Pilot Fabio Leimer die Hindernisse aus dem Weg

Stefan Meier ist so etwas wie «das Mädchen für alles» im Team von GP2-Pilot Fabio Leimer. Er sorgt als Manager dafür, dass der Rothrister Rennfahrer optimale Bedingungen vorfindet.

Michael Wyss
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Fabio Leimer und sein Manager Stefan Meier (rechts). zvg

Fabio Leimer und sein Manager Stefan Meier (rechts). zvg

«Ich bin für sämtliche Dinge rund um Fabio verantwortlich», sagt der 44-Jährige aus Worb, «ich organisiere alles für ihn, suche Sponsoren und führe Verhandlungen. Fabio muss eigentlich nur ins Auto sitzen und fahren.» Alltagssorgen haben während der Saison kaum Platz.

«Man glaubt gar nicht, was da alles anfällt», sagt Meier, der sich als CEO von Bautro Management 100 Prozent um Fabio Leimer kümmert, «es gibt so viele Kleinigkeiten, die erledigt werden müssen, damit alles funktioniert.»

Meiers Engagement für Leimer hat im Dezember 2009 konkretere Formen angenommen. «Ich war damals stellvertretender Direktor des Motorsportverbandes und zuständig für den Kartsport in der Schweiz», erzählt Meier, «in dieser Funktion habe ich Fabio Leimer und seinen Förderer Ray Gantenbein schon länger gekannt.

Als Fabio dann vor dem Wechsel in die GP2-Serie stand, mussten professionellere Strukturen her.»

Stefan Meier musste sich das Angebot nicht lange durch den Kopf gehen lassen, denn seit dem Alter von fünf Jahren und einem Besuch am Bergrennen Gurnigel ist er vom Rennsportvirus befallen.

«Mit neun habe ich meinen ersten Kart bekommen», erzählt Meier, «durfte später sogar zwei Formel-3-Tests absolvieren, musste aber schliesslich einsehen, dass mein Talent nicht für die grosse Karriere reicht.

Mit Fabio kann ich jetzt aber immerhin teilweise meinen Traum, mit der Formel 1 in Kontakt zu kommen, verwirklichen.»

Derzeit finden erneut Gespräche mit Teams der Königsklasse statt, konkrete Ergebnisse gibt es noch keine. Um Fabio Leimers Chancen zu erhöhen, wäre eine erfolgreiche GP2-Saison aber enorm hilfreich.

«Bereits ein Podestplatz in der Gesamtwertung würde die Verhandlungen vereinfachen», erklärt Meier, «auch wenn natürlich heute das Geld eine enorm grosse Rolle spielt.»

Nach zwei Siegen in den ersten drei Läufen dieser Saison hat es für den Racing-Engineering-Piloten zuletzt nur noch Enttäuschungen gegeben. In den letzten fünf Läufen ist auf dem Konto des Rothristers kein einziger Punkt dazugekommen.

Für Stefan Meier, der die Bewerbe meistens aus der Sauber-Box mitverfolgt, eine schwierige Situation. «So ein Rennen braucht auch von meiner Seite Nerven», sagt der Manager, «zwischendurch leidet man ziemlich.»

Wie in den beiden Hauptrennen in Barcelona und Monte Carlo, in denen Fabio Leimer zweimal «abgeschossen» wurde. «Bis jetzt hat Fabio in dieser Saison zu 100 Prozent alles richtig gemacht», sagt Meier, «andere Fahrer haben durch ihr Fehlverhalten für seine Ausfälle gesorgt. Das ist extrem ärgerlich.»

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